Nds. Kultusministerium klar

Beschulung von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern ohne ausreichende Deutschkenntnisse

Wer als Kind oder Jugendlicher im schulpflichtigen Alter nach Niedersachsen kommt und wenig oder gar kein Deutsch spricht, braucht zunächst gezielte Unterstützung in der Schule. Es gilt, möglichst schnell gut Deutsch zu lernen und dann auch im Unterricht so bald wie möglich Anschluss zu finden. Die Schule ist gefordert, diese neu Zugewanderten aufzunehmen, und sie erhält dafür zusätzliche Mittel in Gestalt von Lehrerstunden.

Grundlage für den Aufbau der schulischen Unterstützung ist der Runderlass des Niedersächsischen Kultusministeriums „Förderung von Bildungserfolg und Teilhabe von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache" vom 1.7.2014. Er sieht verschiedene Lösungen für die Beschulung von neu Zugewanderten vor, je nach deren Förderbedarf und der schulischen Gesamtsituation.

Erfahrungen mit der Umsetzung des Erlasses im Zusammenhang mit der erhöhten Zuwanderung in den Jahren 2015 und 2016 sind in die „Hinweise und Empfehlungen für die Schulen" eingeflossen, die im September 2017 unter dem Titel „Die Beschulung von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern ohne ausreichende Deutschkenntnisse" veröffentlicht worden sind.

Eine dazu passende Grafik veranschaulicht den idealtypischen Weg neu Zugewanderter von der Erstaufnahmeeinrichtung bis zum Schulabschluss.

Schon in der Erstaufnahmeeinrichtung werden die neu Zugewanderten im Rahmen der Interkulturellen Lernwerkstatt durch Lehrkräfte auf die Schule und den Alltag in Deutschland vorbereitet. Ein Erstaufnahmebogen dokumentiert ihren Lernstand. Er wird den Erziehungsberechtigten ausgehändigt und von diesen an die aufnehmende Schule weitergegeben.

Die Sprachbildungszentren - Zentren für Sprachbildung und interkulturelle Bildung der Niedersächsischen Landesschulbehörde stehen den Schulen bei allen Fragen im Zusammenhang mit der Beschulung der neu Zugewanderten zur Seite.

Das Portal Interkulturelle Bildung und Sprachbildung (ibus) auf dem Niedersächsischen Bildungsserver (NiBiS) hält aktuelle Informationen und Dokumente zu diesem Thema bereit.

Schulen, die Mittel für die Beschulung dieser Kinder und Jugendlichen in Anspruch nehmen wollen, benötigen ein Förderkonzept. Beim Anfertigen dieses Konzepts leistet die entsprechende Handreichung gute Dienste.


In einer Sonderausgabe des Newsletter Lehrerzimmer informiert das MK zudem über Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten.

Und hierfinden Sie Materialien anderer Institutionen zum Thema "neu zugewanderte Kinder und Jugendliche"

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln