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Die niedersächsischen berufsbildenden Schulen in Zahlen

Mit der vorliegenden Neuauflage der Broschüre „Die niedersächsischen berufsbildenden Schulen in Zahlen“ werden die Zahlen und Vergleichswerte zum Stichtag der Erhebung 15.11.2018 (Schuljahr 2018/2019) für die öffentlichen berufsbildenden Schulen sowie die berufsbildenden Schulen in freier Trägerschaft fortgeschrieben.

Die ermittelten Daten geben im Wesentlichen Auskunft über das aktuelle Schuljahr. Aus dem Vergleich der Werte vorangegangener Jahre und den zum Teil prognostischen Erwartungen für die Zukunft lassen sich aufschlussreiche Erkenntnisse über die Entwicklung in den einzelnen Bereichen der berufsbildenden Schulen ableiten.

Neu wurden in dieser Broschüre erstmals Daten zu den Abgängern aus den einzelnen Schulformen des vorherigen Schuljahres aufgenommen. Die Zahlen ergeben ein umfassendes Bild zur erfolgreichen Arbeit an den verschiedenen Schulformen des berufsbildenden Bereichs. Um eine erhöhte Aussagekraft zu erhalten, werden zusätzlich summarisch die Daten der vorhergehenden Jahre in einer weiteren Tabelle dargestellt.

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an öffentlichen berufsbildenden Schulen und an berufsbildenden Schulen in freier Trägerschaft lag im Schuljahr 2018/2019 bei 262.429 (im Vorjahr: 266.884). Der größte Teil von ihnen (242.867; im Vorjahr: 247.109) wird an den öffentlichen berufsbildenden Schulen beschult. 149.929 Schülerinnen und Schüler (ca. 61 %; im Vorjahr 149.629 entsprechend ca. 60 %) besuchen dort die Berufsschule und ca. 39 % (im Vorjahr ca. 40 %) Schülerinnen und Schüler vollzeitschulische Bildungsgänge. Hierbei bilden die beruflichen Gymnasien mit 20.774 (im Vorjahr: 22.359) Schülerinnen und Schülern weiterhin den größten Bildungsgang, auch wenn die Zahl im Vergleich zum Vorjahr erneut gesunken ist.

Besonders erfreulich ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Berufsschule. Sie stieg trotz Rückgangs der Bevölkerungszahl in der entsprechenden Alterskohorte um 300. Dies ist auch auf den erfolgreichen Schulversuch SPRINT/SPRINT-dual zurückzuführen; jungen Flüchtlingen wurden vermehrt von der ausbildenden Wirtschaft Ausbildungsplätze angeboten. Das Niedersächsische Kultusministerium hat in der näheren Vergangenheit erhebliche Anstrengungen unternommen, um für junge Flüchtlinge entsprechend qualifizierte Angebote auch im berufsbildenden Bereich vorzuhalten. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des Sprach- und Integrationsprojekts für jugendliche Flüchtlinge (SPRINT bzw. SPRINT-dual) beschult werden, sank zum Stichtag der Erhebung um 1.044 Schülerinnen und Schüler im Vergleich zum Vorjahr und lag bei 1.421. Der aufgezeigte Erfolg dieses Schulversuchs führt dazu, seine wesentlichen Elemente in die im kommenden Schuljahr neu einzuführende Berufseinstiegsschule zu übernehmen. So kann auch weiterhin die Sprach- und Integrationsarbeit an den berufsbildenden Schulen erfolgreich fortgesetzt werden.

Seit 2011 sind die berufsbildenden Schulen Regionale Kompetenzzentren. Die Schulen entscheiden unter Beachtung der haushaltsrechtlichen Vorgaben eigenverantwortlich über die zur Deckung des fachrichtungs- und fächerspezifischen Bedarfs notwendigen Stellenausschreibungen, um für die Qualitätsentwicklung an der Schule Sorge zu tragen. Nach den hohen Einstellungszahlen von Lehrkräften in den Haushaltsjahren 2014 (546), 2015 (511), 2016 (480), 2017 (536) konnte auch im Haushaltsjahr 2018 mit 546 Einstellungen erneut ein überdurchschnittliches Einstellungsergebnis zur Verbesserung der quantitativen und qualitativen Unterrichtsversorgung erzielt werden. In den Jahren 2011 bis 2013 lag die Zahl der Neueinstellungen an öffentlichen berufsbildenden Schulen in Niedersachsen noch durchschnittlich unter 300.

Die erfreulichen Einstellungszahlen spiegeln sich auch in den Werten der Unterrichtsversorgung wider, die zum Stichtag der Erhebung mit 90,7 % um 1,3 %-Punkte über dem Wert des Vorjahres lagen.

In der Broschüre sind im Folgenden die Zahlen und Statistiken zu den verschiedenen Bereichen des berufsbildenden Bereichs dargestellt, welche häufig im Zusammenhang mit den berufsbildenden Schulen angefordert werden. Bei der Bewertung der Statistiken sind die Anmerkungen und Fußnoten in den einzelnen Tabellen zu beachten. Sie liefern hilfreiche Hinweise auf das Zustandekommen und die Bedeutung der einzelnen Zahlenwerte. Sollten sich weitere Fragen zum Hintergrund der Statistiken ergeben, wenden Sie sich bitte an das Niedersächsische Kultusministerium, das hierzu gern nähere Auskünfte gibt.

 

Die niedersächsischen berufsbildenden Schulen in Zahlen Stand: Schuljahr 2018/2019

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