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Die niedersächsischen berufsbildenden Schulen in Zahlen

Mit der vorliegenden Neuauflage der Broschüre „Die niedersächsischen berufsbildenden Schulen in Zahlen“ werden die Zahlen und Vergleichswerte zum Stichtag der Erhebung 15.11.2020 (Schuljahr 2020/2021) für die öffentlichen berufsbildenden Schulen sowie die berufsbildenden Schulen in freier Trägerschaft fortgeschrieben.

Die ermittelten Daten geben im Wesentlichen Auskunft über das aktuelle Schuljahr. Aus dem Vergleich der Werte vorangegangener Jahre und den zum Teil prognostischen Erwartungen für die Zukunft lassen sich aufschlussreiche Erkenntnisse über die Entwicklung in den einzelnen Bereichen der berufsbildenden Schulen ableiten.

Wie auch bereits im Vorjahr wurden in dieser Broschüre Daten zu den Abgängern aus den einzelnen Schulformen des vorherigen Schuljahres aufgenommen. Die Zahlen ergeben ein umfassendes Bild zur erfolgreichen Arbeit an den verschiedenen Schulformen des berufsbildenden Bereichs. Um eine erhöhte Aussagekraft zu erhalten, werden zusätzlich summarisch die Daten der vorhergehenden Jahre in einer weiteren Tabelle dargestellt.

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an öffentlichen berufsbildenden Schulen und an berufsbildenden Schulen in freier Trägerschaft lag im Schuljahr 2020/2021 bei 249.573 (im Vorjahr: 258.410). Der größte Teil von ihnen (231.603; im Vorjahr: 238.759) wird an den öffentlichen berufsbildenden Schulen beschult. 143.400 Schülerinnen und Schüler (ca. 62 %; im Vorjahr 149.580 entsprechend ca. 63 %) besuchen dort die Berufsschule und ca. 38 % (im Vorjahr ca. 37 %) Schülerinnen und Schüler vollzeitschulische Bildungsgänge. Hierbei bilden die beruflichen Gymnasien mit 19.438 (im Vorjahr: 19.430) Schülerinnen und Schülern weiterhin den größten Bildungsgang.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die Zahlen der Schulen in freier Trägerschaft nur eingeschränkt mit denen der Vorjahre zu vergleichen sind, da die Schülerinnen und Schüler in den neu geregelten Pflegeberufen zur Vermeidung von Doppelzählungen nicht mehr in diesen Zahlen enthalten sind; die Erfassung erfolgt ausschließlich über den Pflegefond. Im Statistikteil dieser Broschüre werden diese Zahlen ergänzend gesondert ausgewiesen.

In der Berufsschule ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler relativ stark zurückgegangen. Sie sank relativ stärker als die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den übrigen Bildungsgängen des berufsbildenden Schulwesens um 6.180. Gründe hierfür sind neben dem Wechsel von G8 zu G9 vor allem die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Eine Prognose für die zukünftige Entwicklung ist vor dem Hintergrund der Dynamik der Corona-Pandemie nicht möglich.

Das Niedersächsische Kultusministerium hat in der näheren Vergangenheit erhebliche Anstrengungen unternommen, um für junge Flüchtlinge entsprechend qualifizierte Angebote auch im berufsbildenden Bereich vorzuhalten. Nach dem Auslaufen des Schulversuchs SPRINT/SPRINT-dual wurden die wesentlichen Elemente des Schulversuchs in die neu konzipierte Berufseinstiegsschule übernommen. Die erfolgreiche Integrationsarbeit wird so im Regelschulsystem fortgesetzt.

Seit 2011 sind die öffentlichen berufsbildenden Schulen Regionale Kompetenzzentren. Die Schulen entscheiden unter Beachtung der haushaltsrechtlichen Vorgaben eigenverantwortlich über die zur Deckung des fachrichtungs- und fächerspezifischen Bedarfs notwendigen Stellenausschreibungen, um für die Qualitätsentwicklung an der Schule Sorge zu tragen. Nach den hohen Einstellungszahlen von Lehrkräften in den Haushaltsjahren 2014 (546), 2015 (511), 2016 (480), 2017 (536), 2018 (546) und den geringeren Zahlen im Haushaltsjahr 2019 (402 Einstellungen) konnte im Haushaltsjahr 2020 mit 498 Einstellungen wieder an die relativ hohen Werte der Vorjahre angeknüpft werden. Die Möglichkeiten für Neueinstellungen im Jahr 2021 sind erneut durch Maßnahmen des Haushaltsgesetzgebers wesentlich verbessert worden, so dass die quantitative und qualitative Unterrichtsversorgung im Bereich der öffentlichen berufsbildenden Schulen perspektivisch weiter verbessert werden kann.

Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass für den Bereich der Sozialpädagogik weiterhin zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten für Lehrkräfte geschaffen werden konnten. Auf diese Weise wird aktiv mit hierfür ausgebildeten Lehrkräften dem Fachkräftemangel bei Erzieherinnen und Erziehern entgegengewirkt. Im Jahr 2020 führte diese Maßnahme bereits zu steigenden Einstellungszahlen in diesem Bereich.

Der Wert der Unterrichtsversorgung lag zum Stichtag der Erhebung bei 92,3 % und damit um 1,8 %-Punkten über dem Wert des Vorjahres. Damit wird der generelle positive Trend der Vorjahre bestätigt. Die Situation der beruflichen Bildung in Niedersachsen konnte weiter substantiell verbessert werden.

In der Broschüre sind im Folgenden die Zahlen und Statistiken zu den verschiedenen Bereichen des berufsbildenden Bereichs dargestellt, welche häufig im Zusammenhang mit den berufsbildenden Schulen angefordert werden. Bei der Bewertung der Statistiken sind die Anmerkungen und Fußnoten in den einzelnen Tabellen zu beachten. Sie liefern hilfreiche Hinweise auf das Zustandekommen und die Bedeutung der einzelnen Zahlenwerte. Sollten sich weitere Fragen zum Hintergrund der Statistiken ergeben, wenden Sie sich bitte an das Niedersächsische Kultusministerium, das hierzu gern nähere Auskünfte gibt.

  Bildrechte: MK

Broschüre BBS SJ 2020/2021

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