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Die niedersächsischen berufsbildenden Schulen in Zahlen

Mit der vorliegenden Neuauflage der Broschüre „Die niedersächsischen berufsbildenden Schulen in Zahlen“ werden die Zahlen und Vergleichswerte zum Stichtag der Erhebung 15.11.2019 (Schuljahr 2019/2020) für die öffentlichen berufsbildenden Schulen sowie die berufsbildenden Schulen in freier Trägerschaft fortgeschrieben.

Die ermittelten Daten geben im Wesentlichen Auskunft über das aktuelle Schuljahr. Aus dem Vergleich der Werte vorangegangener Jahre und den zum Teil prognostischen Erwartungen für die Zukunft lassen sich aufschlussreiche Erkenntnisse über die Entwicklung in den einzelnen Bereichen der berufsbildenden Schulen ableiten.

Wie auch bereits im Vorjahr wurden in dieser Broschüre Daten zu den Abgängern aus den einzelnen Schulformen des vorherigen Schuljahres aufgenommen. Die Zahlen ergeben ein umfassendes Bild zur erfolgreichen Arbeit an den verschiedenen Schulformen des berufsbildenden Bereichs. Um eine erhöhte Aussagekraft zu erhalten, werden zusätzlich summarisch die Daten der vorhergehenden Jahre in einer weiteren Tabelle dargestellt.

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an öffentlichen berufsbildenden Schulen und an berufsbildenden Schulen in freier Trägerschaft lag im Schuljahr 2019/2020 bei 258.410 (im Vorjahr: 262.429). Der größte Teil von ihnen (238.759; im Vorjahr: 242.867) wird an den öffentlichen berufsbildenden Schulen beschult. 149.580 Schülerinnen und Schüler (ca. 63 %; im Vorjahr 149.929 entsprechend ca. 61 %) besuchen dort die Berufsschule und ca. 37 % (im Vorjahr ca. 39 %) vollzeitschulische Bildungsgänge. Hierbei bilden die beruflichen Gymnasien mit 19.430 (im Vorjahr: 20.774) Schülerinnen und Schülern weiterhin den größten Bildungsgang, auch wenn die Zahl im Vergleich zum Vorjahr erneut gesunken ist.

Besonders erfreulich ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Berufsschule. Sie sank relativ geringer als die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den übrigen Bildungsgängen des berufsbildenden Schulwesens um 347. Dies zeigt die Attraktivität der dualen Berufsausbildung und ist ein Indiz für die erfolgreiche Kooperation zwischen den Lernorten Betrieb und Berufsbildender Schule.

Das Niedersächsische Kultusministerium hat in der näheren Vergangenheit erhebliche Anstrengungen unternommen, um für junge Flüchtlinge entsprechend qualifizierte Angebote auch im berufsbildenden Bereich vorzuhalten. Nach dem Auslaufen des Schulversuchs SPRINT/SPRINT-dual am Ende des vorherigen Schuljahres wurden die wesentlichen Elemente des Schulversuchs in die neu konzipierte Berufseinstiegsschule übernommen. Die erfolgreiche Integrationsarbeit, die sich auch in den relativ stabilen Zahlen der dualen Berufsausbildung niederschlägt, kann so im Regelschulsystem fortgesetzt werden.

Seit 2011 sind die öffentlichen berufsbildenden Schulen Regionale Kompetenzzentren. Die Schulen entscheiden unter Beachtung der haushaltsrechtlichen Vorgaben eigenverantwortlich über die zur Deckung des fachrichtungs- und fächerspezifischen Bedarfs notwendigen Stellenausschreibungen, um für die Qualitätsentwicklung an der Schule Sorge zu tragen. Nach den hohen Einstellungszahlen von Lehrkräften in den Haushaltsjahren 2014 (546), 2015 (511), 2016 (480), 2017 (536), 2018 (546) konnten im Haushaltsjahr 2019 402 Einstellungen realisiert werden. Damit kann 2019 als „Konsolidierungsjahr“ bezeichnet werden. Die Perspektiven für Neueinstellungen im Jahr 2020 sind jedoch durch Maßnahmen des Haushaltsgesetzgebers erneut wesentlich verbessert worden, so dass die quantitative und qualitative Unterrichtsversorgung im Bereich der öffentlichen berufsbildenden Schulen perspektivisch weiter verbessert werden kann.

Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass für den Bereich der Sozialpädagogik zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten für Lehrkräfte geschaffen werden konnten. Auf diese Weise wird aktiv mit hierfür ausgebildeten Lehrkräften dem Fachkräftemangel bei Erzieherinnen und Erziehern entgegen gewirkt werden.

Der Wert der Unterrichtsversorgung lag zum Stichtag der Erhebung bei 90,5 % und damit um 0,2 %-Punkten unter dem Wert des Vorjahres. Allerdings ist die bewusste Entscheidung der Integration des Schulversuchs SPRINT/SPRINT-dual durch die Berufseinstiegsschule in das Regelschulsystem beim Vergleich der Werte zu berücksichtigen. Positiv hervorzuheben ist ferner, dass die Versorgung im Bereich der Berufsschule konstant gehalten werden konnte.

In der Broschüre sind im Folgenden die Zahlen und Statistiken zu den verschiedenen Bereichen des berufsbildenden Bereichs dargestellt, welche häufig im Zusammenhang mit den berufsbildenden Schulen angefordert werden. Bei der Bewertung der Statistiken sind die Anmerkungen und Fußnoten in den einzelnen Tabellen zu beachten. Sie liefern hilfreiche Hinweise auf das Zustandekommen und die Bedeutung der einzelnen Zahlenwerte. Sollten sich weitere Fragen zum Hintergrund der Statistiken ergeben, wenden Sie sich bitte an das Niedersächsische Kultusministerium, das hierzu gern nähere Auskünfte gibt.

  Bildrechte: MK

Statistikbroschüre BBS 2019/2020

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