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Kopien und Scans in der Schule

Kopien und Scans in der Schule Gesamtvertrag 01.01.2019 bis 31.12.2022

Die Länder der Bundesrepublik Deutschland haben sich mit den Rechteinhabern über eine Vereinbarung verständigt, die den Schulen und Lehrkräften Rechtssicherheit für die Nutzung von Unterrichtsmaterialien, Pressebeiträgen und grafischen Aufzeichnungen von Werken der Musik für den Unterrichts- und Prüfungsgebrauch im analogen (Papier auf Papier) und digitalen Bereich bietet.

Diese Nutzung darf Unterrichtswerke nicht ersetzen, sondern allenfalls ergänzen. Als Faustregel gilt, dass Lehrkräfte für ihren eigenen Unterrichtsgebrauch 15 %, maximal aber 20 Seiten, eines Printwerkes kopieren und bei Werken, die ab 2005 erschienen sind, einscannen können.

Nach dem neuen Gesamtvertrag vom 20.12.2018 sind für den schulischen Bereich die Anfertigung von Kopien und digitalen Scans in folgendem Umfang zulässig:

a) Kleine Teile eines Werkes

maximal 15 % eines Werkes, jedoch nicht mehr als 20 Seiten.

b) Folgende Werke dürfen vollständig genutzt werden:

  • Noten im Umfang von maximal 6 Seiten;
  • Schriftwerke, mit Ausnahme von Unterrichtswerken, im Umfang von maximal 20 Seiten;
  • Pressebeiträge;
  • Bilder, Fotos und sonstigen Abbildungen;
  • vergriffene Werke.

Somit darf z. B. ein fünfseitiger Zeitschriftenartikel oder ein 20-seitiger Comic komplett kopiert werden. Aus einem 20-seitigen Arbeitsheft dürfen dagegen nur 3 Seiten vervielfältigt werden, da Arbeitshefte zu den Unterrichtsmaterialien zählen. Für den Unterrichtsgebrauch bestimmte Werke dürfen niemals vollständig vervielfältigt werden. Für diese Werke gilt ausschließlich a).

Die Lehrkräfte können analoge Unterrichtswerke, die ab 2005 erschienen sind, für den eigenen Unterrichtsgebrauch im o.g. Umfang einscannen und diese auch

  • digital per E-Mail an ihre Schülerinnen und Schüler für den Unterrichtsgebrauch (einschließlich der Unterrichtsvorbereitung und -nachbereitung) weitergeben,
  • ausdrucken und die Ausdrucke ggf. an die Schülerinnen und Schüler verteilen,
  • für ihre Schülerinnen und Schüler über PCs, Whiteboards und/oder Beamer wiedergeben und
  • im jeweils erforderlichen Umfang abspeichern, wobei auch ein Abspeichern auf mehreren Speichermedien der Lehrkraft gestattet wird (PC, Whiteboard, iPad, Laptop etc.), jedoch Zugriffe Dritter durch effektive Schutzmaßnahmen verhindert werden müssen (Passwort etc.).

Pro Schuljahr und Schulklasse darf ein Werk maximal in dem festgelegten Umfang analog oder digital vervielfältigt werden. Auf den Kopien sowie zu den Digitalisaten ist stets die Quelle anzugeben (Autor, Buchtitel, Verlag, Erscheinungsjahr und Seite).

Hinweise:

Wie bisher übernimmt das Land Niedersachsen stellvertretend für die Sachaufwandsträger die Zahlung der Lizenzvergütung. Schulen, die einen größeren Fotokopierbedarf haben, können sich direkt an die betreffenden Verlage wenden und dort ergänzende Fotokopierlizenzen einholen. Die Schulbuchverlage und Bildungsmedienhersteller bieten unterschiedliche Lizenzmodelle an – auch im Hinblick auf das Digitalisieren und Abspeichern der Werke. Die Lizenzgebühren sind in diesen Fällen direkt von den Schulen zu entrichten.

Informationen sind auch unter www.schulbuchkopie.de abrufbar

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