Nds. Kultusministerium klar

Förderung von Flüchtlingskindern

Tausende Familien flüchten vor Bürgerkrieg, Gewalt und Vertreibung aus ihrer Heimat. Niedersachsen hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Menschen hier willkommen zu heißen und ihnen eine Perspektive zu geben. Den allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu, vor allem im Bereich der Sprachförderung. Um die Schulen bei dieser Herausforderung zu unterstützen, hat das Niedersächsische Kultusministerium ein umfangreiches Programm zur Unterstützung der Schulen aufgelegt, das aus 20 Bausteinen besteht und ständig weiter entwickelt wird. Außerdem sind bis zum Schuljahresende 31.07.2018 erhebliche zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung gestellt worden.

  • Zur Stärkung der Sprachförderung an den allgemein bildenden Schulen sind 538 Lehrerstellen neu eingerichtet worden. Davon sind 400 Stellen unbefristet in das reguläre Ausschreibungsverfahren aufgenommen worden. Ein Stellenvolumen von 138 Vollzeiteinheiten ist im Rahmen des Programms "Spracherwerb Flüchtlinge" zur Ausschreibung von Verträgen für befristete Beschäftigungsverhältnisse vorgesehen. Die Zahl der Sprachlernklassenkann auf ca. 550 Sprachlernklassen ansteigen.
  • Für weitere Fördermaßnahmen wie z.B. Sprachförderkurse, Sprachförderunterricht, Sprachförderkonzepte, vorschulische Sprachförderung wird der Umfang der Lehrerstunden um mindestens 7.500 Stunden erhöht.
  • Um die Betreuung und Integration der Flüchtlinge in den Schulen sicherzustellen sollen vorwiegend an Ganztagsschulen, die besonders viele Flüchtlinge aufnehmen, auch mehr sozialpädagogische Fachkräfte eingesetzt werden. Im Rahmen des vorgesehenen Ausbaus von sozialer Arbeit in schulischer Verantwortung sind hierfür insgesamt 267 Stellen neu eingerichtet worden. Zudem besteht seit diesem Jahr die Möglichkeit, Lehrkräfte in einem Umfang von bis zu 20 Vollzeiteinheiten vorübergehend an Erstaufnahmeeinrichtungen abzuordnen.
  • Auch den berufsbildenden Schulen werden 100 zusätzliche Stellen nur zur Integration und Sprachförderung zur Verfügung gestellt. Mit dem Sprach- und Integrationsprojekt „SPRINT" können die Schulen die Jugendlichen mit Flüchtlingsgeschichte sehr individuell und niedrigschwellig beim Spracherwerb fördern und darüber hinaus mit der Arbeits- und Lebenswelt vertraut machen.

Die Unterstützung der niedersächsischen Schulen bei der Beschulung von Flüchtlingen wird damit mit einem jährlichen Finanzvolumen von rund 40 Millionen Euro erheblich ausgebaut.

Neben der Stärkung der schulischen Sprachförderung sind auch im vorschulischen Bereich die Finanzmittel deutlich aufgestockt worden. Für die Beitragsfreiheit im Kindergartenjahr stehen jährlich zusätzliche Mittel in Höhe von 3,4 Millionen Euro, für Finanzhilfeleistungen 4,9 Millionen Euro (unter Dreijährige und ab Dreijährige) und zur Sprachförderung im Elementarbereich 6 Millionen Euro zur Verfügung.

Mehr Informationen zu den umfangreichen Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten erfahren Sie hier.

In einer Sonderausgabe des Newsletter Lehrerzimmer informiert das MK zudem über Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten.

Und hierfinden Sie Materialien anderer Institutionen zum Thema "Flüchtlingskinder"

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