Nds. Kultusministerium klar

Kompetenzfeststellungsverfahren


Die Entscheidung für einen Beruf fällt vielen Schülerinnen und Schülern sehr schwer; Jugendliche benötigen beim Übergang von der Schule in das Berufsleben vielfach Unterstützung. Sie müssen einerseits in Zusammenarbeit mit den Beraterinnen und Beratern der Bundesagentur für Arbeit eingehend und differenziert über die Vielzahl von Ausbildungsberufen informiert werden und andererseits ihre persönlichen Stärken und Schwächen, ihre Talente und Kompetenzen kennen lernen. Nur dann können sie in den notwendigen Abstimmungsprozess zwischen den Anforderungen eines Berufes einerseits und den eigenen Möglichkeiten andererseits eintreten, der für eine fundierte Berufswahl unerlässlich ist.

Um Schülerinnen und Schülern eine Unterstützung zur zielgerichteten individuellen Entwicklung und Beruflichen Orientierung zu geben, wird ein Kompetenzfeststellungsverfahren an allen allgemein bildenden Schulen ab der Sekundarstufe I verpflichtend eingeführt.

Mit einem Kompetenzfeststellungsverfahren können die berufsrelevanten, überfachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu Ende der Klasse 7 oder zu Beginn der Klasse 8 erhoben werden und in der Folge gezielte individuelle Förderung sowie eine passgenauere Berufswahlentscheidung ermöglicht werden.

Dazu stellt das Land den Schulen eine landesweit einheitliche Verfahrensplattform Profil AC Niedersachsen zur Verfügung. Diese enthält die zur Durchführung notwendigen Instrumente und Durchführungshinweise. Ebenfalls wird die Auswertung des Kompetenzfeststellungsverfahrens für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler individuell über diese Plattform erreicht.

Das Verfahren Kompetenzanalyse Profil AC Niedersachsen ist ein Multimethodenansatz zur Ermittlung der individuellen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen und zur Erfassung der individuellen beruflichen Interessen mit dem Ziel, Unterstützung zur Beruflichen Orientierung und individuellen Förderung zu geben.

Es setzt sich zusammen aus Beobachtungsaufgaben zur Erfassung der Sozialkompetenz, der Methodenkompetenz und Personalen Kompetenz, Tests zur Erfassung der Informationstechnischen Fähigkeit, der Kognitiven Basiskompetenz und der Berufsfeldbezogenen Kompetenz sowie einem Fragebogen zu Berufsinteressen bzw. Berufs- und Studieninteressen.

Das modularisierte Verfahren steht den Schulen ab dem 2. Schulhalbjahr 2017/18 zur Verfügung. Für die geschulten Lehrkräfte wird auf der bekannten Seite https://kompetenzanalyse.nibis.de/ in einem „Werkstattbuch" auf die geänderten Durchführungsmodalitäten hingewiesen.

Um ein aussagekräftiges Kompetenzprofil zu erhalten sind obligatorisch die Beobachtungsaufgaben (zwei Einzelaufgaben und zwei Gruppenaufgaben), der Konzentrationstest und ein Kognitiver Test (Schwierigkeitsgrad 1 oder 2) durchzuführen. Alle weiteren Module (Tests zur Erfassung der Informationstechnischen Fähigkeit und der Berufsfeldbezogenen Kompetenz sowie der Fragebogen zu Berufsinteressen bzw. Berufs- und Studieninteressen) sind in ihrer Durchführung optional und zeitlich unabhängig.

Evaluationsbericht 2013

 Evaluationsbericht 2013

Artikel-Informationen

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln