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Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben und Rechnen

Die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen ist durch einen Erlass geregelt.

Wichtige Inhalte des Erlasses:

  • die Bedeutung des Erstunterrichts wird betont;
  • Lesen und Schreiben werden als Aufgabe aller Unterrichtsfächer verstanden;
  • Förderung wird ggf. bis zum Ende des Sekundarbereichs I in allen Unterrichtsfächern fortgeschrieben;
  • die Entscheidung über Förderung liegt in der pädagogischen Verantwortung der Schule;
  • die schulische Förderung ist nicht an das Vorliegen ärztlicher oder psychologischer Gutachten gebunden, aber vorgelegte Gutachten müssen pädagogisch ausgewertet und interpretiert werden;
  • es können Hilfen im Sinne eines Nachteilsausgleichs gewährt werden;
  • Rechenschwierigkeiten werden berücksichtigt.

Um ein Abweichen von den Grundsätzen der Leistungsbewertung im Zeugnis zu vermerken, wird folgende Formulierung empfohlen:

"Auf Beschluss der Klassenkonferenz vom ... ist im Lesen/Rechtschreiben/Rechnen von den Grundsätzen der Leistungsbewertung im Schulhalbjahr/Schuljahr abgewichen worden."

Hinweis:
Die Gültigkeitsdauer des Erlasses „Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen" (LRS-Erlass) vom 04.10.2005 ist mit dem 31.12.2012 abgelaufen. Bis zur Veröffentlichung einer überarbeiteten Fassung ist der Erlass weiter anzuwenden.

Nach Auswertung der aktuellen Rechtsprechung und einer rechtsgutachterlichen Stellungnahme hat die Kultusministerkonferenz (KMK) ihre Empfehlung "Grundsätze zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben" überarbeitet. Die bisherige Fassung vom 04.12.2003 wurde präzisiert und um einen Abschnitt zur Rechenschwäche ergänzt: http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2003/2003_12_04-Lese-Rechtschreibschwaeche.pdf

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