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Kultusministerin Hamburg begrüßt KMK-Beschluss zur gymnasialen Oberstufe

„Damit gehen die Länder einen weiteren Schritt, um die Vergleichbarkeit des Abiturs und damit der Hochschulzugangsberechtigung zu erhöhen.


Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg begrüßt die von der Kultusministerkonferenz beschlossenen Angleichungen in den Rahmenvorgaben der gymnasialen Oberstufe. Hamburg erklärt: „Damit gehen die Länder einen weiteren Schritt, um die Vergleichbarkeit des Abiturs und damit der Hochschulzugangsberechtigung zu erhöhen. Das ist wichtig für einen gleichberechtigten Zugang zu den Hochschulen und erhöht die Mobilität der angehenden Studierenden. Eine wichtige und richtige Forderung des Bundesverfassungsgerichtes ist damit erfüllt. Die KMK hat mit diesem geschlossenen Vorgehen Kompromissbereitschaft und Handlungsfähigkeit bewiesen. Das stimmt mich zuversichtlich im Hinblick auf weitere Herausforderungen, die sich nur gemeinsam erfolgreich gestalten lassen.“

Kurzfristige Ableitungen ergeben sich für die niedersächsischen Schulen mit gymnasialer Oberstufe nicht, da die Regelungen bis spätestens 2027 für die dann in die Einführungsphase startenden Schülerinnen und Schüler umzusetzen sind. Zudem bewegt sich Niedersachsen mit seiner bisherigen Ausgestaltung der Oberstufe auf dem Weg zur Abiturprüfung im Großen und Ganzen bereits in dem neuen länderverbindlichen Rahmen. Einzig bei der Belegungsverpflichtung, die nach dem heutigen KMK-Beschluss verbindlich 40 Kurse vorsieht, werden Anpassungen notwendig sein. Bisher gilt, dass 38 Kurse als Untergrenze vorgegeben waren. Hier werden demnach moderate Anpassungen erfolgen. Es gibt auch erstmals verbindliche Regelungen zur Leistungsermittlung, vor allem zu schriftlichen Arbeiten. Niedersachsen praktiziert die neuen Regelungen bereits weitestgehend. Hieraus ergeben sich keine größeren Änderungen beziehungsweise Belastungen für Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte.

Insgesamt ergeben sich nach Einschätzung von Kultusministerin Hamburg aus der „Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe und der Abiturprüfung“ positive Gestaltungsspielräume. „Bevor wir in die Umsetzung gehen, werden wir die aktuellen Regelungen unserer niedersächsischen gymnasialen Oberstufe genau auswerten und schlussfolgern, an welchen Stellen wir gegebenenfalls Änderungen vornehmen werden“, so die Ministerin. Die Umsetzung der Ländervereinbarung biete die Chance, einen grundsätzlichen Blick auf die Oberstufenverordnung zu werfen. Hamburg: „Ich bin hier sehr offen für eine ehrliche Bilanzierung und Konsequenzen. Es muss unser Ziel sein, das Abitur stets zeitgemäß und anspruchsvoll zu halten. Das gilt auch mit Blick auf individuelle Lernmöglichkeiten und moderne Prüfungsformate in der Oberstufe und der Abiturprüfung. Ich freue mich, dass uns mit der Ländervereinbarung in diesem Sinne weiterhin viel Flexibilität erhalten bleibt. Zudem begrüße ich es, dass die KMK in den Dialog mit den Initiatoren der Potsdamer Erklärung treten wird. Austausch über Innovationen und individuelles Lernen lohnt sich immer!“


Portrait einer Frau   Bildrechte: MK-Nds/Brauers

Julia Willie Hamburg

Artikel-Informationen

erstellt am:
17.03.2023

Ansprechpartner/in:
Ulrich Schubert

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