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Kultusminister Tonne eröffnet 3. Fachtagung Vorfahrt für duale Berufsausbildung


Die duale Berufsausbildung ist das Kernelement der beruflichen Bildung. Sie ist ein Erfolgsmodell, das eine fundierte praxisbezogene Ausbildung für den mittleren Qualifikationsbereich gewährleistet und zugleich weitere berufliche Karrierewege eröffnet. Zur Eröffnung der 3. Fachtagung „Vorfahrt für duale Berufsausbildung“ im „Bündnis Duale Berufsausbildung“ (BDB) am (heutigen) Donnerstag hob Kultusminister Grant Hendrik Tonne die Bedeutung der beruflichen Bildung sowie der beruflichen Orientierung als Grundlage der Fachkräftesicherung hervor. „Die Vorfahrt für die duale Berufsausbildung ist heute und auch in Zukunft eines der Leitthemen in der Bildungspolitik. Die berufliche Bildung, vor allem die duale Bildung mit den Lernorten Betrieb und Schule, ist ein Pfund, mit dem Deutschland wuchern kann. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und den Fachkräftebedarf zu sichern“, so Tonne.


Auch wenn aktuell die dualen Ausbildungsverträge wieder in geringem Umfang anstiegen, blieben Ausbildungsplätze offen. Das Image der beruflichen Bildung müsse daher in Schulen und Elternhäusern gestärkt werden, insbesondere die Durchlässigkeit der beruflichen Bildung und ihre Karrierechancen müssten deutlicher herausgestellt werden. „Gerade der möglichst nahtlose Übergang aus Schule in Ausbildung ist ein wichtiges bildungspolitisches Ziel. Niemand darf verloren gehen“, betonte der Kultusminister im Rahmen der Fachtagung. Insgesamt sei eine ausgeglichene Balance zwischen dualer beruflicher Bildung und Akademisierung wünschenswert.


Neben Fachvorträgen von Prof. Dr. Berthold Vogel, Geschäftsführender Direktor des Soziologischen Forschungsinstituts (SOFI) Göttingen, zum Thema „Job oder Professionalität? Vom öffentlichen Wert beruflicher Bildung“ sowie Dr. Martin Koch von der Leibniz Universität Hannover zum Thema „Ausgangslage: Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt“ arbeiteten rund 200 Teilnehmende in drei Fachforen zu aktuellen Herausforderungen der dualen Berufsausbildung:

• „Unversorgte“ - Niemand darf verloren gehen!

• „Digitalisierung“ - Wie verändert sich Berufliche Bildung im Kontext der Digitalisierung?

• „Wohnortnah“ - Wohnortnahe Berufsbeschulung im Kontext von Kapazität, Quantität und Qualität


Mit dem „Bündnis Duale Berufsausbildung“ ist im Rahmen der Fachkräfteinitiative ein Gremium für die berufliche Bildung entstanden, das wertvolle Arbeit durch konstruktive Vorschläge leistet. Zentrale Ergebnisse sind zum Beispiel die Jugendberufsagenturen, die die Begleitung und Beratung von Jugendlichen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt koordinieren sowie das Konzept der berufsbildenden Schulen als regionale Kompetenzzentren. Für die Attraktivität der dualen Berufsausbildung hat zudem die Sicherung der wohnort- und betriebsnahen Beschulung in der Berufsschule eine hohe Bedeutung. Hierbei wird auf das im BDB bereits konsentierte Regionalmanagement der Landesschulbehörde aufgebaut. Sie stellt sicher, dass sich Schulträger und Schulleitungen unter Beteiligung der Partner des BDB auch über kommunale Grenzen hinaus über das Angebot einzelner Bildungsgänge in der Berufsschule abstimmen. Ein besonderes Beispiel für ein abgestimmtes regionales Vorgehen ist die länderübergreifende Kooperation in Holzminden und Höxter.


Am „Bündnis Duale Berufsausbildung“ beteiligen sich alle für die berufliche Bildung auf Landesebene relevanten Organisationen wie die Sozialpartner, Kammern, die kommunalen Spitzenverbände, die Regionaldirektion Niedersachsen/Bremen der Bundesagentur für Arbeit sowie die zuständigen Ressorts der Landesregierung. Das BDB hat zum Ziel, das duale System der Berufsausbildung zu stärken und seine Funktionsfähigkeit zu erhalten. Darüber hinaus soll der Vorrang der dualen Berufsausbildung vor anderen Formen der Berufsausbildung gesichert werden. Gemeinsam sollen Handlungsempfehlungen für regional und sektoral angepasste Lösungen erarbeitet werden.

Artikel-Informationen

01.11.2018

Ansprechpartner/in:
Jasmin Schönberger

Nds. Kultusministerium
Schiffgraben 12
30159 Hannover
Tel: 0511 120 7198

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