Vorwort
Es ist das Ziel der Landesregierung, die Versorgung mit Lehrkräften landesweit nachhaltig zu sichern und gleichzeitig die Bildungsqualität zu erhöhen.
Infolge des demografischen Wandels besuchen in diesem Jahr über 60.000 Schülerinnen und Schüler weniger als 2003 die allgemein bildenden Schulen in Niedersachsen. Trotz dieses starken Schülerrückgangs hat sich die Anzahl der beschäftigten Lehrkräfte an diesen Schulen in den vergangenen acht Jahren deutlich erhöht.
Insgesamt wurden in diesem Zeitraum über 4.000 Lehrkräfte an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen mehr eingestellt, als ausgeschieden sind. Auch im Jahr 2010 wurden die Lehrerstellen vollständig im System gelassen. Die Anzahl der Lehrkräfte, inkl. der Teilzeitlehrkräfte, die mit weniger als der Hälfte der Regelstundenzahl beschäftigt sind, ist mit über 87.000 Lehrkräften derzeit so hoch wie nie zuvor.
Mit dem erfolgreichen Maßnahmebündel "Sicherung der Unterrichtsversorgung" sind die Voraussetzungen für die Bewältigung der Herausforderungen "Doppelter Abiturjahrgang 2011" und die Belastung des Endes der Ansparphase im Arbeitszeitkonto in den Schulformen Grund-, Haupt-, Real-, Förder- und Gesamtschulen zum Ende des Schuljahres 2008/2009 geschaffen.
Die Unterrichtsversorgung an den öffentlichen allgemein bildenden Schulen lag mit 100,6 % im ersten Schulhalbjahr 2010/2011 und mit 100,3 % im zweiten Schulhalbjahr 2010/2011 auf einem hohen Niveau.
Mit der vorliegenden Neuauflage der Broschüre „Die niedersächsischen allgemein bildenden Schulen in Zahlen werden die Vergleichswerte und Zahlen zum Stichtag 19.08.2010 (Schuljahr 2010/2011) für die öffentlichen sowie die von freien Trägern betriebenen allgemein bildenden Schulen fortgeschrieben.
Die allgemeinen Informationen über die Schüler-, Klassen- und Lehrerzahlen und deren Relationen auf Landesebene sowie für die Regionalabteilungen der Niedersächsischen Landesschulbehörde und für das Land Niedersachsen im Vergleich zu den anderen Bundesländern sind im Kapitel 1 „Übersichten" auf den Seiten 1 bis 10 dargestellt.
Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler beträgt zum 19.08.2010 an den allgemein bildenden Schulen 927.446 und ist damit um weitere 13.176 (-1,4 %) gegenüber dem Vorjahr gesunken. Nach der derzeitigen Schülerprognose werden im Jahr 2011 rd. 902.000, 2015 rd. 830.000 und 2020 rd. 758.000 Schülerinnen und Schüler niedersächsische allgemein bildende Schulen besuchen (S. 12).
Die Übergangsquote der Schülerinnen und Schüler von den Grundschulen auf die Schulformen des Sekundarbereichs I (S. 29) zeigt aufgrund der Neugründungen von Gesamtsschulen zum Schuljahr 2009/2010 und zum Schuljahr 2010/2011 einen nachvollziehbaren Rückgang beim Übergang auf die Hauptschule, die Realschulen und die Gymnasien. 2010 wurde für die Gymnasien ein Anteil von 41,1 % (Vorjahr 41,8 %), für die Realschulen von 35,5 % (37,4 %), für die Hauptschulen von 11,5 % (12,4 %), für die IGS von 11,0 % (7,7 %) und für die Freien Waldorfschulen von 0,8% (0,7%) in den Eingangsklassen ermittelt.
Der Anteil der Schülerinnen und Schüler in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe ist im Jahr 2010 mit 39,3 % des Altersjahrgangs gleich geblieben (S. 30).
Die sonderpädagogische Förderung im Rahmen Regionaler Konzepte wurde 2010 weiter ausgebaut. Für die sonderpädagogische Grundversorgung wurde der Umfang der bereitgestellten Stunden erneut auf nun 10.891 Stunden, sprich rund 400 Vollzeitlehrereinheiten, deutlich erhöht (S. 32). Für die Hochbegabtenförderung werden nunmehr 2.228 Stunden und damit mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2003 bereitgestellt (S. 33).
Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die an einem Ganztagsangebot teilnehmen, ist weiter auf 29,7 % (Vorjahr 25,9 %) angestiegen und hat sich damit gegenüber 2002 fast verfünffacht (S. 34).
Der Anteil der Abiturientinnen und Abiturienten der allgemein bildenden und der berufsbildenden Schulen ist zum Ende des Schuljahres 2009/2010 auf 32,4 % (Vorjahr 29,5% ) noch einmal gestiegen und erreicht somit einen absoluten Spitzenwert (S. 43).
Der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss aus den allgemein bildenden Schulen ohne Förderschulen ist erneut auf einem sehr geringen Wert mit 2,7 % (Vorjahr 2,7 %) geblieben. Die Quote der Abgängerinnen und Abgänger aus den Förderschulen mit weniger als einem Hauptschulabschluss konnte auf 3,3 % (3,6 %) gesenkt werden. Seit 2003 ist die Gesamtquote der Abgängerinnen und Abgänger ohne bzw. mit weniger als einem Hauptschulabschluss im Entlassungsjahr 2003 von 10,4 % kontinuierlich auf 6,0 % im Entlassungsjahr 2010; dies entspricht einer Senkung von rund 43 %.
Bezugsgröße ist der Durchschnitt der entsprechenden Altersjahrgänge.
Bei den Lehrkräften ist die stärkste Altersgruppe mit 21,2 % die der 55- bis unter 60-jährigen, die in ca. 5 bis 10 Jahren pensioniert wird. Die durchschnittliche Jahrgangsstärke dieser Altersgruppe liegt bei rd. 2.948. Das Durchschnittsalter der Lehrkräfte beträgt zum Stichtag 47,2 Jahre (S. 49 und 50).
Der Anteil der Frauen bei den Lehrkräften beträgt jetzt mit 69,2 % (68,7 %) mehr als zwei Drittel (S. 51). Bei den Funktionsstellen stieg der Anteil der weiblichen Lehrkräfte um 1,4 Prozentpunkte weiter auf 50,2 % (S. 53).
Resultierend aus der Alterstruktur der Lehrkräfte steigt die Anzahl der Pensionierungen bereits an. Im Jahr 2010 sind 2.401 Lehrkräfte in den Schuldienst an öffentlichen allgemein bildenden Schulen eingestellt worden. 2011 werden über 2.775 Lehrkräfte eingestellt (S. 62).
Bei der Bewertung der Statistiken ist es wichtig, die Fußnoten in den einzelnen Tabellen zu beachten. Diese liefern Hinweise über das Zustandekommen und die Bedeutung der einzelnen Zahlenwerte. In diesem Sinne sind auch die Erläuterungen auf Seite III zu verstehen.
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