Nds. Kultusministerium klar

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Niedersachsen

Weiterentwicklung durch ein integratives BNE-Konzept


BNE Fortbildung Beratung  
Dr. Kathrin Staab, Fachberaterin für Bildung für nachhaltige Entwicklung an der Niedersächsischen Landesschulbehörde Braunschweig
Bildrechte: Julia Holtzhauer, Niedersächsisches Kultusministerium

Rahmenbedingungen für Bildung für nachhaltige Entwicklung

Nach Ablauf der UN-Dekade im Jahr 2014 wurde das UNESCO Weltaktionsprogramm zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet. Das Weltaktionsprogramm umfasst alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit. Demnach befähigt BNE Lernende, informierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt, für eine bestandsfähige Wirtschaft und einer gerechten Gesellschaft für aktuelle und zukünftige Generationen zu handeln und dabei die kulturelle Vielfalt zu respektieren. In 2015 ist ebenfalls der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung in einer Bildung für nachhaltige Entwicklung in seiner 2. Auflage erschienen (siehe Randspalte). Der Auftrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung ergibt sich auch aus § 2 NSchG und § 2 Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (APVO-Lehr).

Das Niedersächsische Kultusministerum hat in diesem Kontext die Förderung der Bereiche außerschulische Lernstandorte BNE, Umweltschulen in Europa/ Internationale Agenda 21-Schule, Mobilität, Schulgartentag, Globales Lernen und UNESCO-Projektschulen durch ein Konzept fortgeschrieben. Bildung für nachhaltige Entwicklung wird dabei als Oberbegriff für all die genannten Bereiche verstanden.

Die Querschnittsaufgabe Bildung für nach nachhaltige Entwicklung

Schülerinnen und Schüler, die zukünftig Wirtschaft, Politik und Kultur mitbestimmen, sind heute vor schwierige Aufgaben gestellt. Wie werden sie umgehen mit den Herausforderungen der Globalisierung, der Klimaveränderung, den sozialen Spannungen vor der eigenen Haustür, aber auch der Armut in den Ländern des Südens?

Eine Antwort bietet die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Mit der Orientierung der Bildung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung werden neue Wege begangen, um die Lernenden auf das Leben und Wirtschaften im 21. Jahrhundert vorzubereiten. Im Unterricht werden Fähigkeiten der Lernenden gefördert, die zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen nötig sind. Außerdem stehen Inhalte im Vordergrund, die für zukünftige Generationen von Bedeutung sein werden. Anforderungen der aktuellen Kerncurricula und Bildungsstandards werden genauso berücksichtigt wie neuere Ergebnisse der Lehr- und Lernforschung.


Im Bildungsbereich gibt es in Niedersachsen viele Projekte und Netzwerke, die die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aus unterschiedlichen Perspektiven entwickeln und Angebote und Lernmöglichkeiten in die Schulen bringen. In der Randspalte finden Sie den BNE Schuljahreskalender 2012/2013, indem sich die anerkannten außerschulischen Lernstandorte BNE vorstellen.

UNESCO Weltaktionsprogamm erschienen

Nach Abschluss der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 - 2014" ist nun das UNESCO Weltaktionsprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung" erschienen.

Orientierungsrahmen Globale Entwicklung

Die Kultusministerkonferenz hat im Juni 2015 die 2. Auflage des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung in einer Bildung für nachhaltige Entwicklung verabschiedet.

Der Orientierungsrahmen ist als Download auf www.kmk.org herunterzuladen oder im Buchhandel zu bestellen.

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