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FAQ Corona - Arbeiten, Klausuren, Abitur & Abschlussarbeiten

FAQ Corona 06


Welche schriftlichen Arbeiten können – trotz Abwesenheit – in der Schule noch geschrieben werden?

In der Rundverfügung wird die Regelung in der Verordnung konkretisiert und auf die Gymnasiale Oberstufe und auf abschlussrelevante Arbeiten an den berufsbildenden Schulen in der Schule beschränkt.

Können schriftliche Arbeiten in Epochalfächern hiervon ausgenommen werden?

Auch in epochal erteilten Fächern in den Jahrgängen, an deren Ende eine Versetzung erfolgt, können bis zum 31.01.2021 unabhängig vom jeweiligen Szenario schriftliche Arbeiten geschrieben werden

In Schuljahrgängen, die sich zurzeit im Distanzlernen (Szenario C) befinden, können in Fächern, die ganzjährig unterrichtet werden, schriftliche Leistungen im 2. Schulhalbjahr erbracht werden.

Können im Szenario B in der Präsenzzeit noch Klausuren geschrieben werden?

Ja. In diesem Fall finden ja keine erhöhten Kontakte in der Schule durch das Klausurenschreiben statt. Die Schuljahrgänge 9 und 10 sind gem. § 13 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 der Niedersächsischen Corona-Verordnung von der Untersagung des Schulbesuchs aus Satz 1 ausgenommen. Für die Abschlussjahrgänge 9 und 10 sind damit schriftliche Arbeiten zugelassen.

Ist es zulässig, Klausuren in Echtzeit über Videokonferenzen schreiben zu lassen?

Nein, das ist nicht zulässig, weil beim Klausurenschreiben über Videokonferenen dem prüfungsrechtlichen Grundsatz der Chancengleichheit nicht Rechnung getragen werden kann. Es kann bei Videokonferenzen nicht hinreichend ausgeschlossen werden, dass Täuschungsversuche begangen werden.



Müssen alle Schülerinnen und Schüler auch bei schriftlichen Arbeiten eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn diese für den Unterricht angeordnet ist?


a: Bei schriftlichen Arbeiten in den Sekundarbereichen I und II der allgemein bildenden Schulen gilt:

Während schriftlicher Arbeiten (Klausuren, schriftlichen Prüfungen) sind Schülerinnen und Schüler nicht verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) zu tragen.

Nach Nummer 1 Buchst. g der Rundverfügung der Niedersächsischen Landeschulbehörde 26/2020 v. 30.10.2020 kann die Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht kurzzeitig von einzelnen Personen abgenommen werden, wenn dies zwingend für die Unterrichtsziele erforderlich ist.

Schriftliche Arbeiten werden in Räumen geschrieben, die die Einhaltung der Abstandsregelung sicherstellen. Dazu ist ggf. der Plan für die schriftlichen Arbeiten durch die Schule anzupassen.

Unter der Voraussetzung, dass in der Prüfungssituation (schriftliche Prüfung) die Abstandsregeln eingehalten werden können, kann gem. der o. g. Rundverfügung eine Lehrkraft auch die Befreiung einer Lerngruppe vom Tragen einer MNB für die Zeit einer schriftlichen Prüfung (reine Schreibzeit) verfügen.

Die Aufsicht führenden Lehrkräfte tragen, wenn sie sich im Unterrichtsraum bewegen, eine MNB. Wenn sie sich an ihrem Platz befinden, ist das Tragen einer MNB nicht erforderlich.

Um sicherzustellen, dass genügend Unterrichtsräume für schriftliche Arbeiten zur Verfügung stehen, können die Schulen von der Möglichkeit der Flexibilisierung und der Reduzierung der Anzahl schriftlicher Arbeiten gem. der Runderlasse „Regelungen zur Organisation der Schuljahrgänge 1 bis 10 der allgemein bildenden Schulen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ab dem Schuljahr 2020/2021“ vom 17.09.2020 sowie „ Regelungen zur Organisation der Schuljahrgänge 11 bis 13 für alle öffentlichen allgemein bildenden Schulen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ab dem Schuljahr 2020/2021“ vom 07.09.2020 Gebrauch machen. Das „Corona-Kompensationskonzept für allgemein bildende Schulen“ vom 03.09.2020 gibt unter Nr. 2.6 weitere Hinweise.


b: Bei Vorabiturklausuren gilt:

Bei Vorabiturklausuren werden die Abstandsregelungen eingehalten. Es gilt das unter Buchst. a) dargestellte Verfahren


c: Wie verhält es sich an Förderschulen?

Das unter a: dargestellte Verfahren gilt auch an Förderschulen.


d: Was gilt bei Sportprüfungen?

Nach Nummer 1 Buchst. g der Rundverfügung der Niedersächsischen Landeschulbehörde 26/2020 v. 30.10.2020 kann im Sportunterricht vom Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung abgesehen werden, wenn die Vorgaben für den Schulsport im Übrigen eingehalten werden.


e: Was gilt bei schriftliche Prüfungen in Zuständigkeit der Berufsbildenden Schulen?

Für Klassenarbeiten, Klausuren und anderen schriftlichen Prüfungen gilt auch an BBSn das unter a: beschriebene Verfahren.

Für praktische Prüfungsleistungen in Zuständigkeit der BBSn gilt: Der Grundsatz „Keine Prüfung unter MNB“ gilt auch hier Davon ist jedoch in berufsbezogenen Prüfungssituationen abzuweichen, in denen das Tragen einer MNB Teil der beruflichen Handlungssituation ist.

Für Prüfungen in Zuständigkeit der Kammern gilt: Die Kammern führen die Prüfungen in eigener Zuständigkeit durch. Das Kultusministerium hat lediglich die Rechtsaufsicht und kann keine Vorgaben machen. Da auch die Vorgaben des Hausherrn der Liegenschaft, in der die jeweilige Prüfung durchgeführt wird, zum Tragen kommen können, ist die Annahme uneinheitlicher Handhabungen realistisch.


Ist zum Schutz der Prüflinge schon jetzt an eine Verschiebung der Abschlussarbeiten im Jahr 2021 gedacht?

Der Erlass „Regelungen zu den Abschlussprüfungen 2021 im Sekundarbereich I im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie“ v. 26.10.2020 weist zusätzliche Nachschreibtermine für die schriftlichen Prüfungen in Deutsch, Mathematik und Englisch aus. Auch die Zeitfenster für die mündliche Prüfung und die Sprechprüfung in Englisch wurden ausgeweitet, um den Schulen mehr Flexibilität zu geben.

Darüber hinaus kann im Sekundarbereich I die Prüfungskommission der Schule darüber entscheiden, ob sie von der Möglichkeit dezentraler Abschlussarbeiten Gebrauch macht, wenn eine Schülerin oder ein Schüler, eine Lerngruppe oder ein Abschlussjahrgang insgesamt mindestens 6 Wochen im Schuljahr nicht am Präsenzunterricht teilnehmen konnte.


Werden durch die Änderungen der thematischen Hinweise zum Abitur die niedersächsischen Kerncurricula geändert?

Konkrete Anpassungen von Kerncurricula aller Fächer, Doppeljahrgänge und Schulformen wären eine zu weitreichende Änderung. Die KC sollen grundsätzlich nicht in Frage gestellt werden, um einzelne Kompetenzen nicht zu bewerten. Vielmehr sollen durch Unterrichtsausfälle verursachte Defizite bezüglich grundlegender Kompetenzen in den Kernfächern Mathematik, Fremdsprachen sowie Deutsch über den Zeitraum des Schuljahrs 2020/2021 ggf. nachgearbeitet und gesichert werden. Bei der Sicherung dieser Grundlagen gilt es, eine besondere Sorgfalt walten zu lassen. Grundlegende Kompetenzen, die in höheren Jahrgängen wieder aufgegriffen werden, sind besonders zu berücksichtigen.


Bringen die Änderungen der thematischen Hinweise eine Vereinfachung der Abschlussarbeiten und Abiturprüfungen mit sich?

Nein, denn die Konkretisierungen oder quantitativen Reduzierungen von Inhalten kompensieren die pandemiebedingten Einschränkungen, was jedoch nicht einer inhaltlichen Vereinfachung der Abschlussarbeiten und Abiturprüfungen gleichkommt. Es werden Kompetenzen abgeprüft, die über einen längeren Zeitraum vermittelt wurden. Die Anforderungen ergeben sich auch aus der Art der Aufgabenstellungen sowie der Komplexität des Materials.


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