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FAQ Corona - Umgang mit vulnerablen Personen in der Schule

FAQ Corona 02



Welche Beschäftigten gehören zum Beginn des Schuljahres 2020/2021 zu den Personen, die nach Szenario A des Leitfadens weiterhin im Home-Office arbeiten dürfen?

Die Personen, die durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen können, dass sie an einer oder mehreren der folgenden chronischen Erkrankungen leiden:

  • des Herz-Kreislauf-Systems,
  • der Lunge (z. B. chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD),
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen,
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
  • Patienten mit einer vorliegenden Einschränkung des Immunsystems aufgrund einer Krebserkrankung,
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Schwerbehinderten, die aufgrund ihrer Behinderung die erforderlichen Schutzmaßnahmen auch im Szenario A nicht einhalten können, ist ebenfalls auf eigenen Wunsch die Beschäftigung im Home-Office zu ermöglichen.

Beschäftigte mit einem Lebensalter von über 60 Jahre und Beschäftigte, die mit zur oben beschriebenen Risikogruppe gehörenden Personen in einem gemeinsamen Haushalt leben und schwerbehinderte Beschäftigte, die nicht einer der oben genannten Risikogruppe angehören, werden ab Beginn des Schuljahres 2020/2021 wieder regelmäßig mit einer Präsenztätigkeit in der Schule eingesetzt.

Schwangere können grundsätzlich im Präsensunterricht eingesetzt werden, wenn keine erhöhte Infektionsgefährdung vorliegt. Die Entscheidung trifft die Schulleitung auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung nach dem Mutterschutzgesetz. Die Einschätzung der Gefährdung durch SARS-CoV-2 ist Bestandteil dieser Gefährdungsbeurteilung.


Mein Kind lebt mit einer/einem Angehörigen einer Risikogruppe zusammen. Kann ich es vom Präsenzunterricht befreien lassen?

Grundsätzlich gilt auch für Schülerinnen und Schüler mit Angehörigen, die schwere Krankheiten haben, die Schulbesuchspflicht. In allen Schulen werden umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus getroffen, so dass hier kein besonders erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

Wenn ein Angehöriger oder eine andere Person im Haushalt einer Schülerin oder eines Schülers jedoch zu den sogenannten Risikogruppen gehört, kann die Schülerin oder der Schüler in Ausnahmefällen (Härtefall) vom Präsenzunterricht befreit werden.

Ab dem 26. Oktober 2020 gelten im Einzelnen folgende Regeln:

- Bei Vorlage eines Attestes über eine Vorbelastung von Angehörigen oder sonstigen im gleichen Haushalt wohnenden Personen können sich alle Schülerinnen und Schüler vom Präsenzunterricht befreien lassen, sobald am Standort der Schule oder am Wohnort eine Inzidenz von 35 erreicht wurde.

- Unabhängig von der Häufigkeit bestätigter Corona-Fälle im Wochenverlauf (Inzidenz) am Schulstandort oder Wohnort können Grundschülerinnen und Grundschüler mit Angehörigen oder engen Mitbewohnern mit sehr schweren Krankheiten sowie Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung, körperlich und motorische Entwicklung oder Hören und Sehen, die mit solchen stark gefährdeten Menschen zusammenwohnen ohne weitere Voraussetzungen als dem Attest befreit werden.

Zudem werden auch zukünftig alle anderen Schülerinnen und Schüler mit Angehörigen aus Risikogruppen vom Präsenzunterricht befreit, sobald vom Gesundheitsamt eine Infektionsschutzmaßnahme (u.a. Schulschließung, Befreiung bestimmter Gruppen vom Schulbesuch) an der Schule verhängt wurde.

Unabhängig von diesen Ausnahmefällen gibt es leider auch Kinder und Jugendliche mit so lebensbedrohlichen Krankheiten, dass sie auch bei niedrigen Inzidenzen von dem Präsenzunterricht befreit werden können.

Wie gestaltet sich der Umgang mit Schülerinnen und Schülern, deren Eltern im direkten Kontakt mit Covid-19-Erkrankten stehen?

Für Angehörige von Schülerinnen und Schülern, die als Beschäftigte z. B. in Krankenhäusern im direkten Kontakt mit Covid-19-Erkrankten stehen, gelten besondere Schutz- und Hygienevorschriften, um das Risiko für einen Eintrag des Virus‘ so gering wie möglich zu halten. Die Schutzkonzepte sollen dafür Sorge tragen, dass das Personal in den Einrichtungen ein noch niedrigeres Risiko für eine Ansteckung hat. Ergänzt werden diese durch die Hygienevorschriften in den Schulen.

Vor diesem Hintergrund sind laut Aussage des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung zusätzliche Maßnahmen in der Schule für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern im direkten Kontakt mit Covid-19-Erkrankten stehen, nicht erforderlich.


Dürfen Schülerinnen und Schüler mit Schnupfen- und ähnlichen Krankheitssymptomen in die Schule gehen?

Bei einem banalen Infekt ohne deutliche Beeinträchtigung des Wohlbefindens (z. B. nur Schnupfen, leichter Husten) kann die Schule besucht werden. Dies gilt auch bei Vorerkrankungen (z. B. Heuschnupfen, Pollenallergie).

Bei Infekten mit einem ausgeprägtem Krankheitswert (z. B. Husten, Halsschmerzen, erhöhte Temperatur) muss die Genesung abgewartet werden. Nach 48 Stunden Symptomfreiheit kann die Schule ohne weitere Auflagen (d. h. ohne ärztliches Attest, ohne Testung) wieder besucht werden, wenn kein wissentlicher Kontakt zu einer bestätigten Covid-19 Erkrankung bekannt ist.

Bei schwererer Symptomatik, zum Beispiel mit

  • Fieber ab 38,5°C oder
  • akutem, unerwartet aufgetretenem Infekt (insb. der Atemwege) mit deutlicher Beeinträchtigung des Wohlbefindens oder
  • anhaltendem starken Husten, der nicht durch Vorerkrankung erklärbar ist,

sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Die Ärztin oder der Arzt wird dann entscheiden, ob ggf. auch eine Testung auf SARSCoV-2 durchgeführt werden soll und welche Aspekte für die Wiederzulassung zum Schulbesuch zu beachten sind.

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