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„Start frei!“ für die Niedersächsische Bildungscloud

Erste 750 Schulen in Niedersachsen werden für landeseigene Lern- und Organisationsplattform freigeschaltet


„Start frei!“ für die Niedersächsische Bildungscloud (NBC): Ab heute beginnt die Freischaltung der landeseigenen Lern- und Arbeitsplattform nach und nach für die ersten 750 Schulen in Niedersachsen. Das sogenannte Onboarding, bei dem die Daten je Schule hochgeladen und die Cloud aktiviert wird, beginnt knapp zwei Wochen später als geplant. Nach einem Hackerangriff auf eine Schul-Cloud im Saarland hatte Niedersachsen den flächenweiten Start seiner Bildungscloud am 18. Mai vorerst gestoppt und einem vorsorglichen, nochmaligen Sicherheitscheck unterzogen.

„Ich bin froh, dass die Schulen unsere Bildungscloud jetzt nutzen können. Die kurze Verzögerung war wichtig, um den Schutz der sensiblen Daten der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte erneut zu prüfen und zu gewährleisten“, sagte am Freitag Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne. „Besonders die Erfahrungen während der Corona-Pandemie haben mehr als deutlich gezeigt, dass es notwendig ist, Schülerinnen und Schülern altersgerechte Lernangebote auch digital zur Verfügung zu stellen und sie beim häuslichen Lernen bestmöglich durch die Lehrkräfte zu unterstützen“, fügte er an.

Die Niedersächsische Bildungscloud befindet sich noch in der Probephase und sollte eigentlich erst zum Schuljahr 2021 den Start gehen. Als sich im März coronabedingt Schulausfälle und langfristige schulische Lernphasen zu Hause abzeichneten, hat das Kultusministerium einen schnelleren Einstieg möglich gemacht. In kurzer Zeit bekundeten darauf mehr als 2.000 Schulen im Land ihr Interesse an der Plattform. Etwa 750 davon haben die NBC inzwischen mit Unterstützung der medienpädagogischen Beratung des Landes an ihrer Schule installiert und passgenau eigerichtet. Sie können nach einem individuellen Onboarding in den kommenden Tagen anfangen, in der Cloud zu arbeiten.

Im Februar 2017 hatte das Kultusministerium die Landesinitiative mit dem Aufbau eines landeseigenen Cloud-Angebotes für nieder­sächsische Schulen beauftragt. Von Beginn an hatten die Entwickler hohe Sicherheitsstandards gesetzt. Auch deshalb hatte es – anders als in anderen Bundesländern - im Mai keinen Hackerangriff auf die Niedersächsische Bildungscloud und keinen Datenklau gegeben. Dennoch entschied sich das Kultusministerium und die Landesinitiative n-21 nach dem Vorfall im Saarland in der dortigen Schul-Cloud, vorsichtshalber die Freischaltung kurzfristig zu stoppen und die NBC nochmals sicherheitstechnisch zu prüfen. Ergebnis: keine Gefahr.

In den kommenden Wochen werden nach und nach weitere Schulen angeschlossen. Mit der krisenbedingten Ausweitung der Bildungscloud auf alle interessierten Schulen bietet das Land Niedersachsen ihnen ein geeignetes Instrument, digital gestützten Unterricht sowie dort, wo es notwendig ist, auch Home-Schooling stattfinden zu lassen. Die Niedersächsische Bildungscloud enthält unter anderem folgende Funktionen als digitale Grundversorgung:

  • Das Einrichten von Klassen, Lerngruppen und Teams,
  • ein online verfügbarer Stundenplan,
  • das Einrichten von Dateiordnern und die Ablage von lerngruppeneigenen Dateien in der Cloud,
  • das gleichzeitige Arbeiten an Texten, Tabellen und Präsentationen
  • das Verwalten von Aufgaben
  • die Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern über einen lerngruppenbezogenen Messenger, ein Videokonferenztool, wird ebenfalls integriert.

N-21 arbeitet bei der Entwicklung der NBC eng mit dem Hasso-Plattner-Institut aus Potsdam als Technologiepartner zusammen. Auftrag und Ziel ist die Entwicklung einer digitalen Infrastruktur und Lernplattform mit einfachem Zugang und geringen Ansprüchen an die Hardware. Seit Februar 2018 testen 45 Projektschulen und zwei Studienseminare einen NBC-Prototyp, der aufgrund der Corona-Pandemie jetzt vorzeitig auch für andere Schulen freigegeben wird.

Weitere Infos zur NBC gibt es online unter n-21.de.

Kultusminister  

Grant Hendrik Tonne

Artikel-Informationen

05.06.2020

Ansprechpartner/in:
Ulrich Schubert

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