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Gymnasium

Das Gymnasium umfasst nach der Schulgesetzänderung vom 3.6.2015 wieder die Schuljahrgänge 5 bis 13 (G 9). Der letzte G 8-Jahrgang (mit 12 Schuljahren) wird im Kalenderjahr 2019 die Abiturprüfung ablegen.

Das Gymnasium vermittelt seinen Schülerinnen und Schülern eine breite und vertiefte Allgemeinbildung und ermöglicht den Erwerb der allgemeinen Studierfähigkeit. Es stärkt selbstständiges Lernen und wissenschaftspropädeutisches Arbeiten. Entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Neigungen ermöglicht das Gymnasium seinen Schülerinnen und Schülern eine individuelle Schwerpunktbildung und befähigt sie, nach Maßgabe der Abschlüsse ihren Bildungsweg an einer Hochschule, aber auch berufsbezogen fortzusetzen.

Der Unterricht in den Schuljahrgängen 5 bis 10 besteht je nach Entscheidung der Schule aus Pflichtunterricht und wahlfreiem Unterricht oder aus Pflichtunterricht, Wahlpflichtunterricht und wahlfreiem Unterricht. Eine zweite Fremdsprache ist pflichtmäßig zu erlernen ab dem 6. Schuljahrgang. Besondere fachbezogene Unterrichtsschwerpunkte können im 8. bis 10. Schuljahrgang angeboten werden. Der erfolgreiche Besuch des 10. Schuljahrgangs berechtigt zum Eintritt in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe. Die gymnasiale Oberstufe gliedert sich in eine einjährige Einführungsphase und eine zweijährige Qualifikationsphase, sie endet mit der Abiturprüfung nach dreizehn Schuljahren. Der Unterricht in der Einführungsphase wird klassenverbandsbezogen, in der Qualifikationsphase themenbezogen durchgeführt. Die allgemeine Hochschulreife berechtigt zur Aufnahme eines jeden Studiengangs an einer Hochschule, unbeschadet ggf. zusätzlicher hochschuleigener Zulassungsverfahren.

Am Ende der Qualifikationsphase kann durch die Abiturprüfung die allgemeine Hochschulreife erworben werden. Bei Abgang (frühestens am Ende des ersten Jahres der Qualifikationsphase) oder Nichtbestehen der Abiturprüfung kann der schulische Teil der Fachhochschulreife erworben werden, sofern die Mindestbedingungen erfüllt werden.

Die Ziele, Inhalte und Methoden für den Unterricht am Gymnasium sind durch fachbezogene Kerncurricula, Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife, Einheitliche Prüfungsanforderungen für die Abiturprüfung und Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife bestimmt.

Die Lehrkräfte, die am Gymnasium unterrichten, müssen grundsätzlich die Befähigung für das Lehramt an Gymnasien nachweisen.

Rechtsgrundlagen:

  • Runderlass "Die Arbeit in den Schuljahrgänge 5 bis 10 des Gymnasiums"

  • Verordnung und Ergänzende Bestimmungen zur gymnasialen Oberstufe

  • Verordnung und Ergänzende Bestimmungen über die Abschlüsse in der gymnasialen Oberstufe, im Beruflichen Gymnasium, im Abendgymnasium und im Kolleg

  • Erlass "Kerncurricula für den Sekundarbereich I des Gymnasiums und für die gymnasiale Oberstufe"

  • Erlass "Einheitliche Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung"


Besondere Bedingungen für den Übergang vom achtjährigen auf den neunjährigen Bildungsgang

Aufgrund der Verlängerung der Schulzeit an Gymnasien und an nach Schulzweigen gegliederten Kooperativen Gesamtschulen (KGS), die mit Schulgesetzänderung vom 3.6.2015 beschlossen worden ist, ergibt sich, dass an diesen beiden Schulformen zunächst im Schuljahr 2017/2018 keine Einführungsphase und darauffolgend keine Qualifikationsphase geführt werden.

Um insbesondere den Absolventinnen und Absolventen mit Erweitertem Sekundarabschluss I aus den Hauptschulen und Realschulen sowie aus den Haupt- und Realschulzweigen der KGS und der Oberschulen den Besuch der gymnasialen Oberstufe an diesen beiden Schulformen dennoch zu ermöglichen, werden im Schuljahr 2017/2018 an 25 Gymnasien und nach Schulzweigen gegliederten KGS Lerngruppen als Einführungsphase eingerichtet. Die Standorte dieser Lerngruppen finden Sie hier.

Diese besondere Schülerguppe hat mit dem Zusatzangebot die Möglichkeit, ein Abitur nach 13 Schuljahren an folgenden Schulformen abzulegen:
- Integrierte Gesamtschulen
- nach Schuljahrgängen gegliederte Gesamtschulen
- Berufliche Gymnasien
- allgemein bildende Gymnasien und nach Schulzweigen gegliederte KGS an 25 Standorten in Niedersachsen

Außerdem haben diese Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2017/2018 ausnahmsweise auch die Möglichkeit, in den 10. Schuljahrgang aller allgemein bildenden Gymnasien und nach Schulzweigen gegliederten KGS aufgenommen zu werden, und rücken am Ende des 10. Schuljahrgangs in die Einführungsphase (11. Schuljahrgang) auf, um dann zusammen mit dem ersten G 9-Jahrgang im Frühjahr 2021 ihre Abiturprüfung abzulegen.


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