Internationaler Holocaust-Gedenktag – Kultusministerin Heiligenstadt: „Gedenkstätten mahnen uns auf ewige Zeit, das Vermächtnis der Ermordeten zu bewahren“
Zum heutigen Tag des Internationalen Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt:
„Mehr als sechs Millionen Jüdinnen und Juden wurden von Deutschen während der Zeit des nationalsozialistischen Regimes ermordet. Sie wurden zu Opfern einer menschenfeindlichen und mörderischen Weltanschauung. Unterstützt von Verwaltung, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur richteten die Nationalsozialisten nach 1933 ihren Hass gegen Andersdenkende und gegen jeglichen, auch religiös motivierten Widerstand. Unsere Aufgabe ist und bleibt es, die Erinnerung an die Taten des Terrors und Schreckens und vor allem an die Opfer wach zu halten.
Gedenkstättenarbeit und Erinnerungsinitiativen in Niedersachsen helfen dabei in beeindruckender Weise, sie sichern die geschichtlichen Zeugnisse und leisten aktive Bildungsarbeit. In Niedersachsen halten neben Gedenkstätten wie Bergen-Belsen und Wolfenbüttel zahlreiche von Vereinen, Initiativen und Kommunen getragene Erinnerungsorte die Geschichte lebendig. Sie mahnen uns auf ewige Zeit, das Vermächtnis der Ermordeten zu bewahren. Staat und Gesellschaft müssen dauerhaft für die Dokumentation, Aufarbeitung und Vermittlung der nationalsozialistischen Verbrechen Sorge tragen.“
Am 27. Januar 1945 hat die Rote Armee die Vernichtungslager in Auschwitz und Birkenau befreit. Die Vereinten Nationen haben im Jahr 2005 den 27. Januar zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ erklärt. Der Tag erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus.
Artikel-Informationen
erstellt am:
27.01.2014
Ansprechpartner/in:
Sebastian Schumacher
Nds. Kultusministerium
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