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Start ins 2. Schulhalbjahr 2019/2020: 1.164 neue Lehrkräfte eingestellt, Unterrichtsversorgung bei 99,6 Prozent


Zum Start des 2. Schulhalbjahres 2019/2020 werden an den öffentlichen allgemein bildenden Schulen in Niedersachsen 1.164 neue Lehrkräfte ihren Dienst aufnehmen. Damit konnten bis jetzt circa 86 Prozent der rund 1.350 ausgeschriebenen Stellen besetzt werden. 242 neue Lehrkräfte wurden an Grund-, 82 an Haupt- und Realschulen sowie 157 an Oberschulen eingestellt, 336 an den Gymnasien, 262 an Gesamtschulen und 85 an Förderschulen. Unter den rund 1.165 neuen Lehrkräften sind auch 67 Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, das entspricht einem Anteil von rund 5,7 Prozent. Erneut konnten damit in diesem Einstellungsverfahren deutlich mehr neue Lehrkräfte eingestellt werden, als Stellen durch Pensionierungen frei wurden: Den 1.164 eingestellten Lehrkräften stehen ca. 780 gegenüber, die aus dem Dienst ausscheiden. „Damit ist klar, dass wir jede ausscheidende Lehrkraft ersetzen und weitaus mehr Lehrkräfte auch in diesem Einstellungsdurchgang einstellen konnten. Darüber hinaus bleibt das Einstellungsverfahren weiter geöffnet, um weiterhin flexibel Lehrkräfte einstellen zu können“, so Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

Rund 100 Einstellungen an Gymnasien wurden unter der Maßgabe vorgenommen, dass die Schulen des Sekundarbereiches I (Haupt-, Real- und Oberschulen und in Teilen die Integrierte Gesamtschule) gezielt mit Lehrkräftestunden von den Gymnasien unterstützt werden. Diese Stellen wären wahrscheinlich unbesetzt geblieben. Alleine durch diese Stellenverlagerung erhöht sich das Abordnungsvolumen um mehr als 2.000 Stunden. Insgesamt steigt die Anzahl abgeordneter Lehrkräftestunden im Vergleich zum 1. Schulhalbjahr um circa 2.700 Stunden auf eine Gesamtstundenzahl von rund 23.000. Insgesamt werden etwa 2.818 Lehrkräfte öffentlicher allgemein bildender Schulen von ihrer Stammschule an eine andere Schulform abgeordnet. Damit werden rund 500 mehr Lehrkräfte abgeordnet als im 1. Schulhalbjahr 2019/2020.

Ein Blick auf die Unterrichtsversorgung an den niedersächsischen öffentlichen allgemein bildenden Schulen zeigt eine weitere Steigerung. Die Unterrichtsversorgung hat sich im Vergleich zum Schuljahr 2018/2019 um 0,2 Prozentpunkte verbessert und erreicht nunmehr einen landesweit durchschnittlichen Wert von 99,6 Prozent.

Die im landesweiten Durchschnitt am besten versorgte Schulform ist weiterhin das Gymnasium mit 102,2 Prozent. Die Grundschulen kommen auf einen Wert von 101,5 Prozent. Die Gesamtschulen erreichen am Stichtag 99,1 Prozent, die Realschulen 98,1 Prozent, die Hauptschulen 94,3 Prozent; die Oberschulen liegen bei 97,1 Prozent und die Förderschulen bei 93,4 Prozent. Verbessert werden konnte auch die „Lehrer-Schüler-Relation“, welche angibt, wie viele Lehrerstunden tatsächlich bei den Schülerinnen und Schülern ankommen. Dieser Wert liegt bei 1,730 im Schuljahr 2019/2020 und erreicht damit einen Höchststand (2018: 1,702). Insbesondere im Haupt- und Realschulbereich sowie an den Förderschulen bestehen aber weiterhin erhebliche Herausforderungen.

Umstellung von G8 auf G9

Das Niedersächsische Kultusministerium hat mit Blick auf die Einstellungen von Lehrkräften seit dem Entschluss zur Rückkehr von G8 auf G9 berücksichtigt, dass im Schuljahr 2020/2021 ein weiterer Schuljahrgang in den Gymnasien und den nach Schulzweigen gegliederten Gesamtschulen zu erwarten ist. Insgesamt ist mit mehr als 20.000 Schülerinnen und Schülern zu rechnen.

Mit dem Haushalt 2020 wurden die erforderlichen Einstellungsbedarfe abgebildet, so dass für die allgemein bildenden Schulen Stellenausschreibungen im Umfang von insgesamt rund 3.700 Vollzeiteinheiten vorgenommen werden können. „Die Grundlagen für ein gelingendes Schuljahr sind gelegt. Zum realistischen Blick gehört aber selbstverständlich auch, dass das kommende Schuljahr in der Tat ganz besondere Herausforderungen für uns bereithalten wird. Insbesondere das 1. Schulhalbjahr wird uns intensiv beschäftigen. Auch wenn es eine Herkules-Aufgabe wird, möglichst viele dieser Stellen zu besetzen und insbesondere alle Schulformen in allen Regionen unseres Landes bedarfsgerecht zu versorgen, gehen wir diese Aufgabe optimistisch an“, so Tonne. Derzeit werde geprüft, ob bis zum Sommer zusätzliche Schritte notwendig sind.


Kultusminister Grant Hendrik Tonne  
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Artikel-Informationen

04.02.2020

Ansprechpartner/in:
Jasmin Schönberger

Nds. Kultusministerium
Hans-Böckler-Allee 5
30173 Hannover
Tel: 0511 120 7198

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