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Landesweites Pilotprojekt zur Gewaltprävention an Schulen startet

  • Niedersächsisches Kultusministerium und Düsseldorfer Buddy e.V. fördern Gewaltpräventionsmaßnahmen in rund 100 Schulen
  • Pilotprojekt: Individuelle Konzepte für soziale Verantwortung in Schulen
  • Vodafone Stiftung Deutschland ist Hauptförderer
  • Erstmalige Anwendung des Buddy-Prinzips auf Landesebene
  • Bewerbungen von Schulen noch bis zum 15.02.2006 möglich

"Für Gewalt kann und darf es keine Toleranz geben", betont der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann. Mit zwei grundlegenden Erlassen zur Gewaltprävention und durch den Einsatz von Lehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schülern, die individuelle Sicherheitskonzepte für ihre Schulen erarbeitet hatten, sowie die gute Zusammenarbeit zwischen Schulen, Polizei, Jugendstaatsanwaltschaften und zahlreichen außerschulischen Initiativen seien die niedersächsischen Schulen sicherer geworden. Auch die Kooperation mit dem Düsseldorfer Buddy e.V. habe zum Ziel, Gewaltprävention an Schulen sowie soziale Handlungskompetenz bei Schülerinnen und Schülern zu stärken. Das Buddy-Konzept als Methode des Sozialen Lernens werde nun erstmalig landesweit angeboten. "Andere Bundesländer werden folgen", so Dr. Uli Kostenbader, Geschäftsführer des Hauptförderers Vodafone Stiftung Deutschland.

Das Buddy-Projekt, 1999 initiiert und seither gefördert durch die Vodafone Stiftung Deutschland, soll zunächst an 100 ausgewählten niedersächsischen Schulen zum Einsatz kommen. Hauptzielgruppe sind dabei solche Schulen, die bisher kein anderes Angebot im Bereich Gewaltprävention haben, bei der Umsetzung existierender Präventionsmodelle Hilfe benötigen oder eine stärkere Selbstaktivierung ihrer Schülerinnen und Schüler wünschen. Steuerung und Überwachung des Programms sowie Auswahl der Schulen erfolgt durch das Niedersächsische Kultusministerium in Zusammenarbeit mit den Buddy-Fachexperten. "Wir freuen uns über die Anerkennung, die das Buddy-Konzept durch die Kooperation mit dem Land Niedersachsen erfährt", so Roman Rüdiger, Geschäftsführer des Buddy e.V. "An den 100 Schulen soll soziale Verantwortung der Schüler untereinander zur Selbstverständlichkeit werden", betont er. "Die Erfahrung zeigt, dass Gleichaltrige in der so genannten Peergroup oft mehr ausrichten können als Lehrer oder Eltern. Sie sprechen eine gemeinsame Sprache und können Probleme auf gleicher Augenhöhe lösen", ergänzt Dr. Kostenbader.

Bewerbungen um einen Platz in dem Projekt können beim Niedersächsischen Kultusministerium Niedersachsen bis zum 15.02.2006 eingereicht werden. Fachleute des Buddy e.V. bilden dann in einem ersten Schritt Schulpsychologen und Gewaltpräventions-Beauftragte zum Buddy-Trainer aus. Auf dieser Ebene werden individuelle Lernmodelle erarbeitet, die vor Ort zum Einsatz kommen. In Regionaltrainings werden diese Modelle anschließend den jeweiligen Schulvertretern vermittelt. So werde das Buddy-Prinzip in den 100 ausgewählten Schulen Teil des Schulprofils. Die nachhaltige Begleitung der Schulen erfolge durch regelmäßige Vertiefungs- und Praxistage.

Das Buddy-Projekt hat in den letzten fünf Jahren bundesweit mehr als 180.000 Schülerinnen und Schüler und 14.000 Lehrer erreicht. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (0211) 30 32 91-0 oder unter www.buddy-ev.de.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zum Buddy-Projekt gibt es unter:

Buddy e.V., Robert Kekez, Benzenbergstr. 2, 40219 Düsseldorf, Tel. 0211/0211/30 32 91-12, robert.kekez@buddy-ev.de, www.buddy-projekt.de

Vodafone Stiftung Deutschland gemeinnützige GmbH, Dirk Haushalter, Am Seestern 1, 40547 Düsseldorf, Tel.: 0172 / 240-3359, Fax: 0211 / 533-1898, dirk.haushalter@vodafone.com, www.vodafone-stiftung.de

Artikel-Informationen

erstellt am:
01.03.2010

Ansprechpartner/in:
Stefan Muhle

Nds. Kultusministerium
Pressesprecher
Schiffgraben 12
30159 Hannover
Tel: 0511 / 120 7145
Fax: 0511 / 120 7451

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