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Busemann: Wir müssen hinschauen und reagieren

Kultusminister macht Gewalt an Schulen zum öffentlichen Thema


"Wer Gewalt verhindern will, darf sie nicht verharmlosen, sondern muss sie zu einem öffentlichen Thema machen. Wenn es Gewaltprobleme an einer Schule gibt, dürfen wir die Schülerinnen und Schüler und die Lehrerinnen und Lehrer damit nicht allein lassen. Wir müssen hinschauen und reagieren", betonte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann am 17.12.2003 zum Abschluss der Veranstaltung "Gewalt in der Schule – Was ist zu tun?", zu der er in die Aula der Wilhelm-Raabe-Schule Hannover eingeladen hatte.

Zuvor hatten die über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Landtagsabgeordnete, Schulpraktiker und Vertreter verschiedenster Projekte zur Gewaltprävention Referate des Familientherapeuten Prof. Dr. Manfred Cierpka und des Kriminologen Prof. Dr. Christian Pfeiffer zu den Ursachen der Gewalt gehört. Dietmar Heise von der Berufsbildenden Schule II in Celle hatte über das dortige erfolgreiche Projekt gegen Gewalt berichtet. Kultusminister Bernd Busemann verwies in seinem Vortrag auf die zahlreichen Initiativen und Projekte der Landesregierung, im Bereich der Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Jugendhilfeeinrichtungen, zur Schulsozialarbeit und den gemeinsamen Erlass mit dem Innenministerium und dem Justizministerium zur Zusammenarbeit von Schulen, Polizei und Staatsanwaltschaften. Viele hilfreiche Anregungen und Hinweise brachte auch die folgende Diskussion an der im Podium neben den Referenten auch die Vorsitzende des Schulleitungsverbands Niedersachsen e.V., Helga Akkerman, und der Vorsitzende des Landeselternrats, Hans-Jürgen Vogel, teilnahmen.

"Dem Wunsch nach konkreten Handlungsvorgaben wollen wir weiter entgegenkommen. In Kürze werden wir Empfehlungen für Lehrkräfte vorlegen, die Maßnahmen und Reaktionsweisen bei Gewalthandlungen in der Schule in Form eines Krisenablaufplanes aufzeigen", sagte Busemann. Ein wesentliches Ergebnis der Diskussion bestätige, dass schon der frühkindliche Bereich und die Kindertagesstätten besondere Bedeutung hätten. "Auch darauf richten wir unsere Aufmerksamkeit", hob der Kultusminister hervor. Es reiche jedoch nicht aus, allein auf staatliche Regelungen und Einrichtungen zu setzen. "Die heutige Tagung hat gezeigt, dass wir auch das Umfeld von Schule und insbesondere die Elternhäuser der uns anvertrauten Kinder nicht aus der Verantwortung entlassen können. Gemeinsames Handeln ist das bessere Handeln", hob Busemann hervor. "Indem wir die Eltern auch über die neuen Grundsatzerlasse in die Arbeit der Schule stärker einbinden, festigen wir die Zusammenarbeit. Erziehungsverantwortung ist eine gemeinsame Aufgabe von Elternhaus und Schule", stellte Busemann fest.

Presseinformationen Bildrechte: Land Niedersachsen

Artikel-Informationen

erstellt am:
01.03.2010

Ansprechpartner/in:
Stefan Muhle

Nds. Kultusministerium
Pressesprecher
Schiffgraben 12
30159 Hannover
Tel: 0511 / 120 7145
Fax: 0511 / 120 7451

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