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Kultusminister wirbt für internationale Jugendbegegnungen in Workcamps

Busemann: Internationale Begegnung vor belastendem Hintergrund


"Aktive Erinnerungsarbeit ist anstrengend. Wenn sie auch körperlich spürbar ist, wirkt sie umso nachhaltiger", ließ es sich der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann in Bergen-Belsen nicht nehmen, selbst zur Schaufel zu greifen. Gemeinsam mit Jugendlichen aus Israel, Polen, Litauen, Russland, den Niederlanden, der Slowakei, Weißrussland und Deutschland, die am internationalen Jugendworkcamp des Landesjugendrings teilnehmen, suchte er entlang der Grenzen des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen im Erdreich nach den Fundamentresten der Wachtürme.

"In meiner Jugend habe ich auch an ähnlichen Arbeitsbegegnungen teilgenommen und zum Beispiel in Italien Kriegsgräber gepflegt. Nichts verbindet mehr und trägt besser zu Aussöhnung und Freundschaft der Völker bei, als wenn junge Leute eine Zeit lang gemeinsam arbeiten und leben", warb Busemann für diese Art der internationalen Jugendbegegnung. Eine Vielzahl von Angeboten sowohl kirchlicher, gewerkschaftlicher und anderer Jugendorganisationen ermöglichten Arbeits- und Begegnungsaufenthalte in zahlreichen Ländern. "Ich kann jedem jungen Menschen nur empfehlen, sich zu informieren und diese Möglichkeiten zu nutzen. Die Auseinandersetzung mit der belastenden Vergangenheit zusammen mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern ist oft ein wichtiger Beitrag zur eigenen Persönlichkeitsbildung", betonte der Minister.

Zum Programm der Jugendlichen, die vom 11. bis 18. April in Bergen-Belsen sind, gehören Gespräche mit Zeitzeugen, Recherchen im Archiv der Gedenkstätte, die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Gelände und die Reflektion der Begriffe Frieden und Toleranz. Die Grabungen, an denen sich der Kultusminister beteiligte, werden von einer Archäologin geleitet.

Presseinformationen Bildrechte: Land Niedersachsen

Artikel-Informationen

erstellt am:
01.03.2010

Ansprechpartner/in:
Stefan Muhle

Nds. Kultusministerium
Pressesprecher
Schiffgraben 12
30159 Hannover
Tel: 0511 / 120 7145
Fax: 0511 / 120 7451

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