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Landesausschuss für Berufsbildung: Berufliche Bildung in Niedersachsen zeigt Haltung für Demokratie und Pluralismus


Die berufliche Bildung in Niedersachsen setzt ein deutliches Zeichen: Demokratie, Pluralismus und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind keine Zusatzaufgaben, sondern grundlegende Bestandteile der Ausbildung. Mit einem einstimmig verabschiedeten Positionspapier bekräftigt der Landesausschuss für Berufsbildung seine klare Haltung gegen demokratiefeindliche Tendenzen und für die aktive Stärkung demokratischer Kompetenzen bei jungen Menschen. Das Positionspapier, das der Landesausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hatte, wurde Kultusministerin Julia Willie Hamburg am heutigen Dienstag im Niedersächsischen Landtag überreicht.

„Die Partnerinnen und Partner in der beruflichen Bildung setzen mit ihrem Beschluss ein unmissverständliches Zeichen gegen Demokratiefeindlichkeit“, sagt Kultusministerin Julia Willie Hamburg. „Dieses klare Bekenntnis ist ein starkes und notwendiges Signal in unserer Zeit. Damit übernehmen die an der dualen Ausbildung Beteiligten Verantwortung, demokratische Räume für junge Menschen zu schaffen. Ich danke allen Beteiligten für die immer konstruktive Zusammenarbeit, ihre Haltung und ihr Engagement.“

Heiko Henke, alternierender Vorsitzender des 14. Landesausschusses für Berufsbildung und zugleich Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Oldenburg betont: „Als Arbeitgeber tragen wir Verantwortung über die fachliche Qualifizierung hinaus. Ausbildung ist für uns ein zentraler Ort, an dem demokratische Werte wie Respekt, Verantwortung und Mitbestimmung gelebt werden. Wir verstehen unsere Betriebe als Lern- und Erfahrungsräume, in denen junge Menschen Haltung entwickeln, Medienkompetenz stärken und befähigt werden, sich aktiv und verantwortungsvoll in Gesellschaft und Arbeitswelt einzubringen.“

Danny Schnur, ebenfalls alternierender Vorsitzender des Landesausschusses und beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Niedersachsen zuständig für Bildungs- und Handwerkspolitik, ergänzt: „Wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verstehen Ausbildung als gemeinsame Verantwortung und als kollektiven Raum des Lernens und Erlebens. Gemeinsam gestalten wir Betriebe und Berufsschulen als Orte, an denen Respekt, Solidarität, Mitbestimmung und demokratische Haltung täglich gelebt werden. Indem wir Haltung zeigen, Vielfalt schützen und Auszubildende im kritischen Denken stärken, tragen wir gemeinsam dazu bei, junge Menschen zu verantwortungsvollen Mitgliedern einer demokratischen Arbeits- und Gesellschaftswelt zu befähigen.“

Hintergrund:

Berufliche Orientierung und Berufliche Bildung an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie in Betrieben und anderen Bildungsreinrichtungen bereitet junge Menschen auf einen erfolgreichen Berufseinstieg vor. Damit berufliche und schulische Bildung in Niedersachsen gut aufeinander abgestimmt sind, berät der Landesausschuss für Berufsbildung die Landesregierung in Fragen der Weiterentwicklung des Schulwesens. Seine Geschäftsstelle ist im Kultusministerium angesiedelt und gesetzlich seit 1969 verankert. Er setzt sich zusammen aus einer gleichen Zahl von Beauftragten der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der obersten Landesbehörden. Die Tagesordnung und die Diskussionen des Ausschusses beschäftigen sich beispielsweise mit dem aktuellen Ausbildungsmarkt sowie aktuellen und grundsätzlichen Angelegenheiten der Beruflichen Bildung.


Personen aus dem Landesausschuss Berufsbildung übergeben Positionspapier an Kultusministerin Frau Hamburg   Bildrechte: MK
Übergabe Positionspapier durch Landesausschuss Berufsbildung an Frau Kultusministerin Julia Willie Hamburg

Artikel-Informationen

erstellt am:
28.04.2026

Ansprechpartner/in:
Bela Mittelstädt

Nds. Kultusministerium
Hans-Böckler-Allee 5
30173 Hannover
Tel: 0511/120-7198

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