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Start ins Schuljahr 2021/2022


Für rund 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler an den rund 3.000 allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen in Niedersachsen beginnt nach den Sommerferien am (morgigen) Donnerstag wieder der Unterricht. 840.000 Schülerinnen und Schüler besuchen allgemein bildende Schulen, zirka 250.000 Schülerinnen und Schüler bzw. Auszubildende werden im berufsbildenden System beschult.

Viele Schulanfängerinnen und Schulanfänger starten an den mehr als 1.700 Schulen des Primarbereichs in ihre schulische Laufbahn: Im 1. Schuljahrgang an Grundschulen und Förderschulen werden rund 76.700 Schülerinnen und Schüler eingeschult. Im Vorjahr gab es in Niedersachsen insgesamt 74.777 Kinder Schulanfängerinnen und Schulanfänger.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne: „Allen Schülerinnen und Schülern sowie den rund 100.000 Lehrkräften, pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen an Schule Beschäftigten wünsche ich morgen einen guten Start! Insbesondere die 76.700 Schulanfängerinnen und Schulanfänger, die ihrer Einschulung am kommenden Samstag entgegenfiebern, begrüße ich ganz herzlich in unseren niedersächsischen Schulen – Ihr trefft auf tolle Lehrkräfte und engagierte Kollegien, auf neue Mitschülerinnen und Mitschüler, lernt viel Neues, werdet eine schöne Einschulungsfeier mit Euren Familien und Bekannten sowie einen erfolgreichen Schulstart haben.“

Regelbetrieb wird mit Sicherheitsnetz abgesichert

An allen Schulen wird Regelbetrieb („Szenario A“) stattfinden, flankiert von umfassenden Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus. Das schulische Sicherheitsnetz sieht eine tägliche Testpflicht an den ersten sieben Schultagen – vom Donnerstag 2. September bis Freitag 10. September – vor, ab dem 13. September sind drei Tests pro Woche vorgesehen.

Zudem ist an allen Schulen in den Schulgebäuden und im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Regelmäßige „Maskenpausen“ insbesondere im Primarbereich müssen in den schulischen Tagesablauf integriert werden.

Es gelten zudem der Rahmenhygieneplan und die Lüftungsregeln. Mit der Richtlinie Lüften stellen wir den Schulträgern zudem 20 Millionen Euro zur Verfügung und unterstützen damit die Initiativen vor Ort, Raumlufttechnik anzuschaffen, wenn entsprechender Bedarf gesehen wird. Zudem hat der Bund weiteres Geld für Lüftungstechnik zur Verfügung gestellt. Auf Niedersachsen entfallen aus dem Programm weitere rund 19 Millionen für Kitas und Schulen. Die entsprechende Vereinbarung habe ich kürzlich unterzeichnet, die Details für die weitere Umsetzung in Niedersachsen sind in Vorbereitung und Abstimmung.

Lüften oder Maske werden dadurch allerdings nicht obsolet!

Eine grundsätzliche Befreiung von der Präsenzpflicht ist nicht vorgesehen, allerdings können sich vulnerable Schülerinnen und Schüler, die ein entsprechendes Attest vorlegen, unter bestimmten Bedingungen von der Präsenzpflicht befreien lassen. Weitere Informationen über die geltenden Corona-Regelungen an den Schulen gibt es hier.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne unterstreicht: „Nur die Kombination und das Zusammenspiel unterschiedlicher Maßnahmen ermöglichen und sichern den Präsenzunterricht. Alles zusammengenommen haben wir ein enges Sicherheitsnetz an den Schulen mit den Testungen im engen Takt, der Mund-Nasen-Bedeckung, den Lüftungskonzepten und Hygieneplänen. Es ist richtig und wichtig, mit Blick auf das Thema Reiserückkehrende, Erfahrungen aus anderen Ländern und steigende Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen, einen Kurs der Sicherheit zu verfolgen. Es hilft niemandem, wenn Schülerinnen und Schüler in großem Ausmaß in Quarantäne geschickt werden. Daher setzen wir auf maximale Präsenz und maximale Sicherheit.“

Personalmaßnahmen im Umfang von 2.000 Stellen

Zum Start des 1. Schulhalbjahres 2021/2022 werden an den öffentlichen allgemein bildenden Schulen knapp 1.600 (1.576; Stand 31.08.2021) neue Lehrkräfte ihren Dienst aufnehmen.

An den berufsbildenden Schulen – an denen auch unterjährig Lehrkräfte eingestellt werden und nicht ausschließlich zu den Schulhalbjahren – sind 2021 bereits über 300 neue Lehrkräfte eingestellt worden.

Unter den rund 1.600 neuen Lehrkräften an allgemein bildenden Schulen befinden sich auch 83 Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, was einem Anteil von rund fünf Prozent der vorgenommenen Einstellungen entspricht.

491 neue Lehrkräfte wurden an Grundschulen, 122 an Haupt- und Realschulen, 252 an Oberschulen eingestellt, 312 an den Gymnasien, 305 an Gesamtschulen und 94 an Förderschulen.

Vier weitere Personalverstärkungsmaßnahmen sind ergänzend umgesetzt worden:

1. Zusätzlich zu den knapp 1.600 neuen Lehrerinnen und Lehrern sind im Umfang von rund 100 Vollzeitlehrereinheiten (VZLE) Studierende und Pensionäre bzw. Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger befristet bis zum Ende des Halbjahres eingestellt worden.

2. Im Rahmen der Maßnahmen des Aktionsprogramms „Startklar in die Zukunft“ – zu dem ich gleich noch kommen werde – stehen zweitens für weitere befristete Personalmaßnahmen für das gesamte Schuljahr 2021/2022 zusätzliche rund 160 Vollzeiteinheiten zur Verfügung, die bereits in einem sehr hohen Umfang von rund 120 umgesetzt sind.

3. Es wurden Lehrkräfte-Ist-Stunden im Umfang von rund 90 Vollzeiteinheiten gewonnen, da ermöglicht wurde, dass Lehrerinnen und Lehrer in diesem Umfang mehr unterrichten können.

4. Aus anderen Bundesländern wurden 186 Lehrerinnen und Lehrer in den niedersächsischen Schuldienst übernommen.

Über Einstellungen und die genannten weiteren Stundengewinnungsmaßnahmen, sind damit Personalmaßnahmen im Umfang von 2.000 Stellen umgesetzt worden.

Als Fazit für das gesamte Kalenderjahr 2021 ergibt sich bisher, dass rund 2.290 Lehrkräfte aus dem Dienst ausgeschieden sind, so dass Niedersachsen mit den bisher im Jahr 2021 neu eingestellten 2.630 erneut einen positiven Saldo von rund 340 Personen erzielen wird (ohne Zusatzmaßnahmen).

Das Einstellungsverfahren zum Einstellungstermin 31.08.2021 wird auch weiterhin offengehalten für zusätzliche Stellenbesetzungen bis zum Ende des Kalenderjahres.

Nach derzeitigen Prognosen wird die landesweit durchschnittliche Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2021/2022 einen Wert vergleichbar zum Vorjahr erreichen.

Abordnungen weiter zurückgefahren

Die Abordnungsstunden zwischen den Schulformen können im Vergleich zu den zurückliegenden Schulhalbjahren weiter reduziert werden.

Nach Stand vom 31.08.2021 werden schulformübergreifende Abordnungen im Umfang von rund 10.730 Stunden vorgenommen (1.012 „Köpfe“).

Das sind rund 800 Stunden weniger zum 2. Schulhalbjahr 2020/2021 (190 „Köpfe“ weniger).

Im Vergleich zum Planungsstand am Start des letzten Schuljahres 2020/2021 sind das rund 245 Stunden weniger (105 „Köpfe“ weniger– Stand: 21.08.2020).

Kultusminister Tonne: „Über diese fortlaufende Verbesserung bei den Abordnungen freue ich mich sehr. Damit können wir einen Belastungsfaktor deutlich reduzieren. Ursächlich für die gute Entwicklung ist der positive Verlauf bei der Einstellung von Lehrkräften an Grundschulen. Hier konnten wir fast alle Stellen besetzen. Dadurch können laufende Abordnungen zurückgenommen und neue vermieden werden. Bei der Vermeidung von Abordnungen sind wir also erneut einen Schritt weitergekommen. Aber selbstredend kann es in einzelnen Landesteilen und an bestimmten Schulen zu Herausforderungen kommen, sodass Abordnungen notwendig werden können, um Unterrichtsausfall zu verhindern.“


Kultusminister Grant Hendrik Tonne   Bildrechte: MK

Kultusminister Grant Hendrik Tonne

Artikel-Informationen

erstellt am:
01.09.2021

Ansprechpartner/in:
Sebastian Schumacher

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