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Niedersachsen will Kinderrechte noch stärker in Schulen verankern - Kultusminister Grant Hendrik Tonne und der Vorstandsvorsitzende von UNICEF Deutschland, Georg Graf Waldersee, unterzeichnen Kooperationsvertrag

Mit dem „Kinderrechteschulen Programm“ von UNICEF will das Land Niedersachsen verstärkt die UN-Kinderrechtskonvention in seinen Schulen verankern. Am (heutigen) Dienstag haben Kultusminister Grant Hendrik Tonne und Georg Graf Waldersee, Vorstandsvorsitzender von UNICEF Deutschland, während einer Auftaktveranstaltung des „Niedersächsischen Kinderrechte Schulnetzwerkes“ den Kooperationsvertrag unterzeichnet.

„Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit UNICEF Deutschland den Startschuss für das niedersächsische „Kinderrechte Schulnetzwerk“ und die Umsetzung des „Kinderrechteschulen Programms“ von UNICEF geben können,“ sagte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne bei der Online-Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen dem Niedersächsischen Kultusministerium und UNICEF Deutschland. „Die Stärkung der Demokratiebildung von Anfang an hat für uns höchste Priorität in der schulischen Bildung. Mit unserer Ende 2019 gestarteten Initiative „Demokratisch gestalten“ haben wir uns vorgenommen, Kinderrechte und Partizipation im Primarbereich zu stärken – als wichtiges Element eines gelebten und gestaltbaren demokratischen Erfahrungs- und Handlungsraums.“

Für UNICEF Deutschland unterzeichnete der Vorstandsvorsitzende Georg Graf Waldersee die Kooperationsvereinbarung: „Wir freuen uns sehr, dass Niedersachsen das „Kinderrechteschulen Programm“ unterstützt und damit den Kinderrechten einen besonderen Stellenwert in den Schulen des Landes gibt“, so Georg Graf Waldersee, Vorstandsvorsitzender von UNICEF Deutschland. „Mit dem Kinderrechteschulen Programm wird die UN-Kinderrechtskonvention ganz konkret im Unterricht und im Schulalltag verankert. Die verbrieften Rechte von Kindern werden so zum festen Bestandteil der Schulgemeinschaft. Kinder und Jugendliche leben ihre Rechte und fordern diese auch über die Schulgrenzen hinaus ein.“

Die Unterzeichnung fand im Rahmen der Auftakttagung des niedersächsischen Kinderrechte Schulnetzwerks statt. Ziel der Veranstaltung war es, das „Kinderrechteschulen Programm“ von UNICEF in den niedersächsischen Schulentwicklungsprozess einzubinden.

Gemäß Vertrag haben das Niedersächsische Kultusministerium und das Deutsche Komitee für UNICEF e.V. das gemeinsame Ziel, eine nachhaltige und hochqualitative Bildung für alle Kinder in Niedersachsen sicherzustellen, wie sie in den Artikeln 12, 28 und 29 der UN-Kinderrechtskonvention als Recht verankert und beschrieben ist. Während der Vertragslaufzeit vom 1. Mai 2021 bis 30. April 2024 ist die Teilnahme am „Kinderrechteschulen Programm“ für alle Schulen, die am „Kinderrechte Schulnetzwerk“ teilnehmen werden, obligatorisch.

Während des ersten Vertragsjahres stellt UNICEF Deutschland dem Kultusministerium die erforderlichen sachlichen Mittel sowie personellen Ressourcen (u. a. Einführungsvideo, Trainingsinhalte, Unterlagen/Materialien, zertifizierte Trainerinnen und Trainer, Online-/E-Learning-Module) für bis zu vierzig Schulen zur Verfügung. Nach dem ersten Vertragsjahr übernehmen und nutzen das Kultusministerium und seine nachgeordneten Behörden die aufgebauten und finanzierten Programm-Kapazitäten.

Das Kultusministerium strebt an, das Programm im Falle einer erfolgreichen Evaluation im „Kinderrechte Schulnetzwerk“ innerhalb des Vertragszeitraums fest zu verankern und anschließend weiterzuführen. Bereits ab Vertragsbeginn stellt das Kultusministerium eine für die landesseitigen inhaltlichen und organisatorischen Aufgaben hinreichende Anzahl an Mitarbeitenden aus dem eigenen Geschäftsbereich zur Verfügung.

38 Schulen haben sich bereits verbindlich für das Programm angemeldet. UNICEF begleitet die Schulen auf ihrem Weg zur Kinderrechteschule und verleiht, gemeinsam mit dem Kultusministerium, nach erfolgreicher Teilnahme an einem mehrstufigen Training das „Kinderrechteschulen Siegel“.

Während der Tagung stellte UNICEF Deutschland die Grundlagen des Kinderrechteschulen Programms vor und beantwortete den Vertreterinnen und Vertretern der Teilnehmerschulen Fragen.

Die neue Website www.kinderrechte-netzwerk.de für das Kinderrechte Schulnetzwerk enthält Materialien, Hinweise zu geplanten Veranstaltungen, eine detaillierte Darstellung des Kinderrechteschulen Programms von UNICEF sowie ein Forum für den interaktiven Austausch. Mehr zum Kinderrechteschulen Programm von UNICEF Deutschland gibt es zudem unter www.unicef.de/kinderrechteschulen.


Kontakt:

Niedersächsisches Kultusministerium, Pressestelle, Ulrich Schubert, Tel. 0511 120 7168, ulrich.schubert@mk.niedersachsen.de

UNICEF Deutschland, Simone Morawitz, Tel. 0221 - 93650-655, simone.morawitz@unicef.de



Kinderrechte-Netzwerk: angemeldete/interessierte Schulen

  1. Grundschule Holzhausen, Bad Pyrmont
  2. Grundschule Baarsen, Bad Pyrmont
  3. Regenbogenschule Seelze
  4. Grundschule Auf der Höhe, Hildesheim
  5. GS Damme
  6. GS Hallermund, Eldagsen
  7. GS Heiligengeisttor, Oldenburg
  8. GS Wennigsen
  9. GS Hinrich-Wolff, Bergen
  10. GS St.-Elisabeth, Duderstadt
  11. GS Wietze
  12. Heinrich-Bokemeyer Grundschule, Lehrte
  13. GS Lauenförde
  14. Grundschule an der Wipperau,
  15. Erich-Kästner-Schule, Wallenhorst/Hollage
  16. GS Nordholz, Wurster Nordseeküste
  17. GS Comenius-Schule, Berne
  18. Hans-Böckler-Grundschule, Neustadt am Rübenberge
  19. Grundschule am See, Salzgitter
  20. Hölty-Schule, Göttingen
  21. Grundschule Wilhelm Busch, Hannover
  22. GS Alt Wolfsburg
  23. GS Röwekamp, Oldenburg
  24. GS- und Förderschule Oker, Goslar
  25. Waldschule Papenburg
  26. Margret und Rolf Rettich-Schule, Vordorf
  27. Grundschule Am Stöckener Bach, Hannover
  28. Heiligenwegschule, Osnabrück
  29. GS An der Feldbuschwende, Hannover
  30. Grundschule Flegessen, Bad Münder
  31. GS Igelschule, Lüneburg
  32. Christian-Flenens-Grundschule, Völksen
  33. Grundschule Mariensee, Neustadt/Rübenberge

Nachrückerschulen – ab Herbst 2021:

  1. Grundschule Herrenhausen, Hannover
  2. Overbergschule, Vechta
  3. Hauptschule Damme
  4. GS Lamme, Braunschweig
  5. Heinrich-Wilhelm-Olbers Grundschule, Hannover

    Heinrich-Wilhelm-Olbers Grundschule, Hannover

Kultusminister Tonne sitzt an seinem Schreibtisch, vor ihm der unterschriebene Kooperationsvertrag zu den Kinderrchten, auf dem Monitor vor ihm in der oberen Hälfte der andere Unterzeichner, Graf Waldersee, in der unteren Hälfte der Minister   Bildrechte: MK

Vertragsunterzeichnung per Video-Konferenz: Kultusminister Grant Hendrik Tonne (r.) und Georg Graf Waldersee, Vorstandsvorsitzender UNICEF Deutschland (auf dem Monitor).

Graf Waldersee sitzt an einem runden Tisch mit aufgeklapptem Laptop und unterzeichnet den davor liegenden Vertrag   Bildrechte: UNICEF

Georg Graf Waldersee, Vorstandsvorsitzender von UNICEF Deutschland, bei der Vertragsunterzeichnung

Artikel-Informationen

erstellt am:
09.02.2021

Ansprechpartner/in:
Ulrich Schubert

Nds. Kultusministerium
Pressesprecher
Hans-Böckler-Allee 5
30159 Hannover
Tel: 0511 120 7168

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