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Unterrichtsversorgung an Grundschulen: Besserung zum neuen Schuljahr in Sicht

Das Niedersächsische Kultusministerium rechnet damit, dass sich die Unterrichtsversorgung an den Grundschulen zum neuen Schuljahr 2018/2019 deutlich verbessert. Zum einen werden voraussichtlich rund 1.000 neue Lehrkräfte mit einem Lehramt für Grund-, Haupt und Realschulen für eine Einstellung in den niedersächsischen Schuldienst zur Verfügung stehen. Die Talsohle bei den Universitätsabsolventen durch die Reform der Lehrämter an Grundschulen sowie an Haupt- und Realschulen („GHR 300“) sei damit durchschritten, wie ein Vertreter des Ministeriums im Kultusausschuss des Niedersächsischen Landtages am (heutigen) Freitag erklärte. Bereits zum jetzigen frühen Zeitpunkt des Einstellungsverfahrens lägen rund 420 Bewerbungen von reinen Grundschullehrkräften vor. Zum letzten Einstellungstermin im Februar 2018 sind es lediglich rund 60 gewesen. Zudem werde sich die geplante Übertragung der vorschulischen Sprachförderung im Umfang von 14.000 Stunden auf die Kindertagesstätten positiv auswirken und die Unterrichtsversorgung an den Grundschulen auf ein hohes Niveau von über 100 Prozent bringen.

„Die Richtung stimmt, aber wir müssen konsequent Kurs halten und weiterhin für den Lehrkräfteberuf werben“, kommentiert Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne die Entwicklung. Tonne: „Das Ziel ist und bleibt, im Landesschnitt bei allen Schulformen des allgemein bildenden Schulsystems die Unterrichtsversorgung spürbar zu verbessern. Wir wollen die 100 Prozent Unterrichtsversorgung schnellstmöglich wieder erreichen. So lassen sich auch die Abordnungszahlen zum Schuljahr 2018/2019 deutlich zurückfahren.“

Eine leicht positive Tendenz bei der Lehrkräfteversorgung zeigte sich bereits mit dem zufriedenstellenden Abschluss des Einstellungsverfahrens zum 2.Schulhalbjahr 2017/2018. Demnach hat sich der Prognosewert um 0,3 Prozentpunkte auf 99 Prozent gegenüber der Unterrichtsversorgung im ersten Schulhalbjahr verbessert (Unterrichtsversorgung am Stichtag 17.08.2017: 98,7 Prozent), wie heute im Ausschuss unterstrichen wurde.

Mit Blick auf die Attraktivität von Schulleitungsposten erklärt Niedersachsens Kultusminister: „Zum neuen Schuljahr werden Leiterinnen und Leiter kleiner Schulen in Niedersachsen mit A13 besoldet. Zudem entlasten wir diese Schulleitungen deutlich, indem wir Verwaltungsaufgaben von ihren Schultern nehmen. Mit diesen zwei Maßnahmen setzten wir ein Zeichen der Wertschätzung und des Respekts. Wir prüfen weitere Schritte, um diesen Weg fortzusetzen.“

Hintergrund:

Ende Februar waren in Niedersachsen über alle Schulformen hinweg (allgemein bildend und berufsbildend) 194 Schulleitungsstellen unbesetzt bzw. kommissarisch besetzt (von insgesamt rund 3.000 Schulen). 187 freie Schulleitungsstellen entfallen auf die allgemein bildenden Schulen (größtenteils Grundschulen), 7 auf die berufsbildenden Schulen. Darunter sind allerdings auch auslaufende Schulen, an denen die Stellen nicht mehr ausgeschrieben werden. Schulen, deren Leitungsstelle vakant ist, sind keinesfalls ohne Leitung. Sie werden bis zur Wiederbesetzung der Stelle des Schulleiters / der Schulleiterin kommissarisch geleitet.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne  
Artikel-Informationen

06.04.2018

Ansprechpartner/in:
Sebastian Schumacher

Nds. Kultusministerium
Pressesprecher
Schiffgraben 12
30159 Hannover
Tel: 05 11/1 20-71 48
Fax: 05 11/1 20-74 51

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