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Gymnasien in Niedersachsen

Antwort auf die mündliche Anfrage: Gymnasien in Niedersachsen

Sitzung des Niedersächsischen Landtages am 19.03.2015 - TOP 24 - Nr. 5


Die Abgeordneten Almuth von Below-Neufeldt, Björn Försterling, Sylvia Bruns, Christian Dürr, Jan-Christoph Oetjen, Hillgriet Eilers, Jörg Bode, Gabriela König und Christian Grascha (FDP) hatten gefragt:


Am 3. März 2015 hielt Kultusministerin Frauke Heiligenstadt bei der Jahrestagung der Niedersächsischen Direktorenvereinigung in Goslar eine Rede. Hierbei ging sie u. a. auf die gute Unterrichtsversorgung der Gymnasien zum Schuljahr 2014/2015 von 102,9 % ein. Darüber hinaus führte sie aus, dass die Gymnasien durch den Ausbau des Ganztagsbetriebs im Vergleich der Schuljahre 2013/2014 und 2014/2015 mit 1 400 Lehrerstunden pro Woche profitiert hätten. Die Gesamtzuweisung von Lehrerstunden für den Ganztagsbetrieb der Gymnasien liege jetzt bei 6 700 Lehrerwochenstunden. Ferner führte die Kultusministerin aus, dass bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt in rund 40 Fällen Gesamtschulen ersetzenden Charakter hätten.

Wir fragen die Landesregierung:


  1. Wie hoch war die Unterrichtsversorgung an den Gymnasien zum 1. Februar 2015 und am 3. März 2015 unter Berücksichtigung der erfolgten Abordnungen an andere Schulen laut der Berechnung des Prognosemoduls des Kultusministeriums?

  2. Wie viele Lehrerwochenstunden wurden durch die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für die Lehrkräfte an den Gymnasien generiert?

  3. In wie vielen Landkreisen bzw. kreisfreien Städten in Niedersachsen gibt es derzeit kein Gymnasium?


Antwort der Niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt:


Ziel der Landesregierung ist es, die Versorgung mit Lehrkräften landesweit nachhaltig zu sichern und gleichzeitig die Bildungsqualität zu erhöhen. Eine gute Unterrichtsversorgung bedeutet, im öffentlichen allgemein bildenden Schulsystem einen Wert von rund 100 Prozent im Landesdurchschnitt zu erreichen. Um die Verlässlichkeit der Grundschulen gewährleisten zu können, sind diese dabei mit einer Versorgung von mindestens 100 Prozent zu berücksichtigen.

Die landesweit durchschnittliche Unterrichtsversorgung an den öffentlichen allgemein bildenden Schulen in Niedersachsen beträgt im laufenden Schuljahr 101 Prozent. Damit ist der Planungswert genau erzielt worden. Der Wert entspricht dem des Vorjahres und wurde im Rahmen der allgemeinen Statistikerhebung am 22. September 2014 ermittelt.

Bezogen auf die einzelnen Schulformen liegt die Unterrichtsversorgung der Grundschulen bei 102,6 Prozent, die Hauptschulen sind mit 98,7 Prozent versorgt, die Realschulen mit 100,1 Prozent, die Förderschulen mit 95,5 Prozent, bei den Oberschulen liegt der Versorgungsgrad bei 98,1 Prozent und bei den Gesamtschulen (KGS und IGS) bei 100,2 Prozent. Über die beste Unterrichtsversorgung aller Schulformen verfügen die Gymnasien, sie liegt bei 102,9 Prozent. Diese Auflistung verdeutlicht, dass die Gymnasien in Niedersachsen im Schuljahr 2014/2015 hervorragend versorgt sind und sogar eine bessere Versorgung als die Grundschulen aufweisen.

Dies vorausgeschickt, beantworte ich namens der Landesregierung die Fragen im Einzelnen wie folgt:

Zu 1:

Die Unterrichtsversorgung der öffentlichen allgemein bildenden Schulen wird alljährlich zu Beginn des Schuljahres im Rahmen der Erhebung zur Unterrichtsversorgung erhoben. Diese Daten werden in einem mehrwöchigen Prüfzeitraum intensiv durch die Niedersächsische Landesschulbehörde und das Niedersächsische Kultusministerium geprüft und sodann veröffentlicht. Seit dem Schuljahr 2013/2014 wird im Niedersächsischen Kultusministerium auf die Erhebung zur Unterrichtsversorgung im 2. Schulhalbjahr verzichtet.

Das izn-Stabil Prognosemodul dient u.a. zur behördeninternen Planung des jeweils anstehenden Einstellungsverfahrens in den Schuldienst. Diese Daten werden im Gegensatz zu den Werten der Erhebung zur Unterrichtsversorgung nicht einer vergleichbaren Überprüfung unterzogen und sind – genauso wenig wie die Prognosedaten zum 01.08. eines jeden Jahres – aus den vorgenannten Gründen nicht zur Veröffentlichung geeignet.

Zu 2:

Durch die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte an Gymnasien und den Gymnasialzweigen der Kooperativen Gesamtschule wurden Lehrerwochenstunden im Umfang von rund 740 Vollzeitlehrereinheiten zum 01.08.2014 generiert.

Zu 3:

In allen Landkreisen und kreisfreien Städten des Landes Niedersachsen gibt es mindestens ein öffentliches Gymnasium.

Artikel-Informationen

erstellt am:
20.03.2015

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