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Kultusministerium und NLM warnen vor den Gefährdungspotentialen des Internets

Neues Fortbildungsangebot für niedersächsische Schulen und Elterninitiativen


"Medienkompetenz bedeutet auch die Gefahrenpotenziale eines Mediums zu kennen und die Mittel, um ihnen entgegen zu wirken". Darauf hat der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute in Hannover hingewiesen. In Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Kultusministerium bietet die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) jetzt für Schulen und Elterninitiativen in Niedersachsen eine neue Fortbildung zum Thema Gefährdungspotentiale des Internets für Kinder und Jugendliche an.

"Die Auseinandersetzung mit dem Thema Internet ist mittlerweile für alle Erziehenden, insbesondere für Lehrerinnen und Lehrer sowie für Eltern, unumgänglich", so der Direktor der Niedersächsischen Lan-desmedienanstalt Reinhold Albert. Bereits 42 % der Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren nutzten das Internet, 25 % in dieser Altersgruppe seien regelmäßig mindestens einmal in der Woche online. Von den älteren Jugendlichen nutzten bereits 88 % das Internet, 63 % der 14- bis 19-Jährigen seien täglich oder mehrmals in der Woche im Netz. "Aufgrund der komplexen Struktur des Internets ist es im Rahmen der staatlichen Medienaufsicht nur eingeschränkt möglich, Kinder und Jugendliche vor diesen Inhalten zu schützen. Aus diesem Grund muss gewährleistet werden, dass Eltern und Schule mit dem Medium Internet selbstverantwortlich umgehen können", erläutert Albert.

"Viele Eltern wissen gar nicht, welche Inhalte ihre Kinder im Internet nutzen, welche Seiten und Angebote sie dort aufrufen, ob und welche Gewaltspiele sie vielleicht spielen und welche Chat-Räume sie aufsuchen. Auch Lehrerinnen und Lehrer stehen nicht selten ratlos vor der Vielfalt jugendgefährdender Internet-Angebote", ergänzt der Kultusminister. Kaum jemand mache sich Gedanken über das damit verbundene Gefährdungspotenzial, von der zunehmenden Präsenz rechtsradikaler Gruppen im Internet bis hin zu Pornographie und sexuellem Missbrauch.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Niedersächsische Landesmedienanstalt und das Niedersächsische Kultusministerium auf die Problemlage reagiert und das von der NLM herausgegebene Handbuch "Funktionsweise des Internets und sein Gefährdungspotenzial für Kinder und Jugendliche" gemeinsam Kultusministerium an alle Schulen in Niedersachsen verteilt.

Die Fortbildungseinheit Gefährdungspotentiale des Internets für Kinder und Jugendliche baut auf das Handbuch auf und knüpft an dessen Systematik an. Handbuch und Fortbildungseinheit wurden von Prof. Helmut Volpers und seinem Team (Institut für Medienforschung Göttingen) entwickelt, die auch die Referentinnen und Referenten im Auftrag der Niedersächsischen Landesmedienanstalt fortbilden.

"Die Fortbildungseinheit Gefährdungspotentiale des Internets für Kinder und Jugendliche ergänzt die medienpädagogischen Angebote in Niedersachsen für die Zielgruppe Schule und Eltern um einen weiteren wichtigen Baustein. Die Schulen und Eltern in Niedersachsen sind aufgerufen, dieses interessante Angebot zu nutzen", so Busemann.

Nähere Informationen sind zu erhalten: im Internet unter http://www.nlm.de/deutsch/medien/j_schutz.htm oder in den Regionen bei den Multimediamobilen der Niedersächsischen Landesmedienanstalt.

Presseinformationen Bildrechte: Land Niedersachsen

Artikel-Informationen

erstellt am:
01.03.2010

Ansprechpartner/in:
Stefan Muhle

Nds. Kultusministerium
Pressesprecher
Schiffgraben 12
30159 Hannover
Tel: 0511 / 120 7145
Fax: 0511 / 120 7451

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