Die Herausforderung von frühkindlicher Bildung und Förderung benachteiligter Kinder annehmen
Busemann: „Wir sind erst am Anfang der Aufholjagd“
"Wichtig ist, dass nicht, wie schon so oft, die Studie von Ideologen missbraucht wird, um irgendwelche Systeme zu verkaufen. Entscheidend ist die Bereitschaft aller am Schulwesen Beteiligten zu noch mehr Anstrengung und ein Bekenntnis zu Leistung in der Schule", machte Busemann deutlich.
Vorbehaltlich der genauen Auswertung der für Anfang Dezember angekündigten Studie sei es für ihn klar, so Busemann, dass Deutschlands Bildungswesen enormen Handlungsbedarf im Bereich frühkindlicher Bildung, aber auch der Förderung von Kindern mit sozial schwachem oder Migrationshintergrund habe. Nach dem Regierungswechsel im Jahr 2003 habe Niedersachsen in diese Richtung ein Bündel von Einzelmaßnahmen auf den Weg gebracht, wie zum Beispiel die Sprachförderung in den Kindertagesstätten schon vor der Einschulung. "Erste Erfolge sind bereits sichtbar", betonte der Kultusminister. Schon in Kürze sei an den Schulen für jedes Kind von Klasse 1 bis Klasse 10 ein individueller Förderplan zu erstellen. "Diese und andere Maßnahmen sind in die jüngsten Pisa-Studien von 2000 und 2003 naturgemäß noch nicht eingeflossen", hob Busemann hervor.
Busemann abschließend: "Deutschland und auch Niedersachsen müssen sich auch in finanzschwachen Zeiten darüber im Klaren sein, dass eine nachhaltige frühkindliche Bildung und ausreichende Förderung benachteiligter Kinder nicht zum Nulltarif zu haben sind."
Artikel-Informationen
erstellt am:
01.03.2010
Ansprechpartner/in:
Stefan Muhle
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