Internationale Vergleichsuntersuchung PISA
An deutschen Schulen muss sich viel ändern. Die Reformpläne in Niedersachsen werden dabei bestätigt.
PISA (Programme for International Student Assessment) ist eine internationale Schulleistungsstudie. In Deutschland verantwortet das Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) die Durchführung. Seit dem Jahr 2000 untersucht die Studie alle drei bzw. vier Jahre die Kompetenzen von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften und einer innovativen sowie ggfs. weiteren Domänen. Dabei liegt in jedem Durchgang der Schwerpunkt auf einem der drei Kompetenzbereiche. Deutlich wird, inwieweit Schülerinnen und Schüler gegen Ende ihrer Pflichtschulzeit die Kenntnisse und Fähigkeiten für eine volle Teilhabe an der Wissensgesellschaft erworben haben.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) koordiniert die Studie auf internationaler Ebene. Weltweit haben sich insgesamt mehr als 100 Staaten an PISA beteiligt. 2022 waren es 81 Staaten und Volkswirtschaften mit rund 690.000 Schülerinnen und Schülern. Sie haben repräsentativ für 29 Millionen Fünfzehnjährige in 81 Staaten und Volkswirtschaften teilgenommen. Deutschland nahm 2022 zum achten Mal teil. Die Ergebnisse der vergangenen PISA-Studie von 2025 werden im September 2026 veröffentlicht.
Die u. a. Abbildung zeigt die zeitliche Abfolge und die Schwerpunktsetzungen (Wiederholung der Schwerpunkte nach 9 Jahren) für PISA 2015 bis PISA 2025.
PISA-Schwerpunkte
| Erhebungsjahr | 2015 | 2018 | 2022 | 2025 | |
| Erhebungsbereich |
Lesekompetenz Mathematik Naturwissenschaften |
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Lesekompetenz Mathematik Naturwissenschaften |
Lesekompetenz Mathematik Naturwissenschaften |
PISA ist mehr als ein einfacher Schultest: Untersucht werden die Leistungen von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern sowie deren Lernmotivation, ihre Selbsteinschätzung und ihre Lernstrategien. Gegenstand der Tests ist dabei nicht das Beherrschen von Lehrplaninhalten. Vielmehr geht es um die Fähigkeit oder Kompetenz, erworbenes Wissen in Alltagssituationen anzuwenden.
Mit PISA werden umfangreiche Daten zum sozialen Hintergrund der Schülerinnen und Schüler sowie zu ihrem Lernverhalten und einigen Charakteristika ihrer Schulen erfasst. Auf dieser Basis sind Aussagen über soziale, wirtschaftliche und kulturelle Faktoren möglich, die den Lernerfolg von Schülerinnen und Schüler beeinflussen können. Auch das Geschlecht oder ein Migrationshintergrund können eine Rolle spielen. Dadurch bietet PISA der Bildungsadministration Orientierungspunkte, um Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu gewährleisten.
