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Ganztagsschule in Niedersachsen

Niedersachsen hat der Ganztagsschule einen rechtlichen Rahmen gegeben und damit die Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) für das Schulsystem des Landes weiter konkretisiert (§ 23 Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG) und dem Runderlass des Niedersächsischen Kultusministeriums vom 01.08.2014 „Die Arbeit in der Ganztagsschule“, geändert durch RdErl. vom 26.04.2017).

Ganztagsschule, was ist das?

Der Ausbau der Ganztagsschule (GTS) ist bundesweit eine der großen Reformen des deutschen Schulwesens. Mit ihm sind hohe Erwartungen verbunden. Demnach soll die Teilnahme an Ganztagsangeboten zur nachhaltigen Förderung von kognitiven und sozialen Kompetenzen und damit zum Bildungserfolg beitragen (bildungswirksame GTS).

Eine Ganztagsschule ermöglicht eine veränderte Zeitstruktur und einen Tagesablauf, bei dem sich Unterricht und außerunterrichtliche Angebote über den Tag verteilt ebenso abwechseln wie Phasen der Konzentration und der Entspannung. Nach Kultusministerkonferenz (KMK) sind Ganztagsschulen Schulen, §

  • die ihren Schülerinnen und Schülern an mindestens drei Tagen in der Woche, für täglich sieben Zeitstunden ein ganztägiges Angebot zur Verfügung stellen, §
  • die an allen Tagen des Ganztagsschulbetriebes ein Mittagessen bereithalten, §
  • deren Ganztagsangebote unter der Aufsicht und Verantwortung der Schulleitung organisiert werden und §
  • deren Ganztagsangebote in einem konzeptionellen Zusammenhang mit dem Unterricht stehen.

Ganztagsschule in Niedersachsen

Der Ganztagsschulausbau in Niedersachsen ist weit vorangeschritten: Die Ganztagsschule findet sich in allen Regionen und in allen Schulformen wieder. Die Schulen wählen zwischen offener, teilgebundener und voll gebundener Organisation des Ganztags.

In Niedersachsen entscheidet sich rund Dreiviertel der Ganztagsschulen gegenwärtig für ein offenes Angebot. Für die pädagogische Arbeit in den Schulen ist die additive, auf freiwilliger Teilnahme basierende Form der offenen Ganztagsschule jedoch diejenige, die am schwierigsten auszugestalten ist.

Die gebundenen Formen bieten die Chance, das pädagogische Konzept auf die Bedürfnisse aller Kinder und Jugendlichen abzustimmen, da alle Schülerinnen und Schüler an Tagen mit verpflichtendem Angebot vor Ort sind. Dem oftmals starren traditionellen Schulrhythmus kann damit ein beweglicher Tages- und Wochenrhythmus entgegengesetzt werden, der Rücksicht nimmt auf Bewegungsdrang und Konzentrationsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern sowie deren Lernwünschen und Erholungsbedürfnissen Rechnung trägt. Der Wechsel von Lern- und Freizeitaktivitäten, von Ruhe und Bewegung, von Anspannung und Entspannung orientiert sich an dem, was Schülerinnen und Schüler für nachhaltiges Lernen brauchen.

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