Nds. Kultusministerium klar

Finanzielle und personelle Ressourcen für die inklusive Schule

Die Niedersächsische Landesregierung begleitet den Prozess der Einführung der inklusiven Schule mit umfangreichen Ressourcen und einer deutlich gestiegenen Personalausstattung.

Die inklusive Schule wird in Niedersachsen seit dem Schuljahr 2013/2014 aufsteigend eingeführt. Seitdem begleitet die Landesregierung den Einführungsprozess mit umfangreichen Ressourcen und einer deutlich gestiegenen Personalausstattung:

2013: 178 Mio. Euro; 2014: 237 Mio. Euro; 2015: 273 Mio. Euro; 2016: 298 Mio. Euro; 2017: 331 Mio. Euro und 2018: 367 Mio. Euro.

Im Zeitraum der Mittelfristigen Finanzplanung 2018 – 2022 investiert die Niedersächsische Landesregierung insgesamt rund 1,9 Milliarden Euro für die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Unterstützungsbedarf und die Umsetzung der schulischen Inklusion. Darüber hinaus stehen für diesen Bereich Mittel zur Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften zur Verfügung.

Niedersachsen setzt bei der Umsetzung der inklusiven Schule auf multiprofessionelle Teams. Diese Teams bestehen aus Lehrkräften, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sowie pädagogischen Fachkräften, wie z. B. Erzieherinnen und Erziehern, Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, Logopädinnen und Logopäden, Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten. Zur Erweiterung der Teams sind im Schuljahr 2017/2018 zusätzliche pädagogische Fachkräfte im Umfang von 115 Stellen zur Unterstützung der Inklusion eingestellt worden.

Das Land unterstützt mit dem Gesetz über finanzielle Leistungen des Landes wegen der Einführung der inklusiven Schule zudem die Kommunen in ihren Aufgaben als Schulträger. Seit dem Haushaltsjahr 2016 erhalten sie für investive Maßnahmen (z. B. bauliche Maßnahmen an Schulgebäuden) einen Kostenausgleich in Höhe von rund 20 Millionen Euro jährlich sowie eine Inklusionspauschale für die örtlichen Träger der Sozial- und Jugendhilfe in Höhe von rund 10 Millionen Euro jährlich.

An den allgemein bildenden Schulen, mit Ausnahme der Förderschulen, werden Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in den Schuljahrgängen, in denen die Inklusion aufsteigend eingeführt ist (ab dem Schuljahr 2018/2019 die Schuljahrgänge 1 bis 10), bei der Ermittlung der zuzuweisenden Lehrerstunden und der Bedarfe für den Ganztag doppelt gezählt. Grundschulen mit einem hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung sowie Schulen mit einem hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund oder Schulen in besonderen sozialökonomischen Brennpunkten können darüber hinaus zusätzliche Lehrerstunden beantragen.

Die Grundschulen und die Primarbereiche der Integrierten Gesamtschulen erhalten als sonderpädagogische Grundversorgung zusätzlich zwei Stunden je Klasse. Diese Regelung wurde aufsteigend, beginnend mit dem Schuljahr 2013/2014, eingeführt und umfasst nunmehr alle vier Schuljahrgänge des Primarbereichs. Mit der sonderpädagogischen Grundversorgung werden die Unterstützungsbedarfe der Schwerpunkte Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung abgedeckt. Außerdem dient sie der Prävention der Entstehung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs. Für die Förderschwerpunkte Sehen, Hören, körperliche und motorische Entwicklung bzw. geistige Entwicklung werden die Ressourcen schülerbezogen und zusätzlich zur sonderpädagogischen Grundversorgung zugewiesen.

In den weiterführenden Schulen erfolgt die Zuweisung grundsätzlich schülerbezogen. Dabei ist die Anzahl der zugewiesenen Stunden jeweils abhängig von der Art des Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung.

Schülerin und Lehrer  
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