Nds. Kultusministerium klar

Wissenschaftliche Begleitung

Die Einführung der Inklusiven Schule in Niedersachsen wird im Zeitraum 2015-2017 durch das Forschungsprojekt „Inklusive schulische Bildung in Niedersachsen", das im Auftrag des Kultusministeriums durch das Institut für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover durchgeführt wird, wissenschaftlich begleitet. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden Ergebnisse zum Stand der inklusiven schulischen Bildung in Niedersachsen erhoben sowie die Wirksamkeit der sonderpädagogischen Grundversorgung in Grundschulen untersucht. Aus den Ergebnissen sollen Erkenntnisse für die weitere Optimierung der inklusiven Schule abgeleitet werden.

Im Jahr 2016 wurde ein Zwischenbericht zur wissenschaftlichen Begleitung vorgelegt (weitere Informationen hier). Demnach trifft die Einführung der inklusiven Schule bei Schulleitungen, Regel- und Förderschulkräften an niedersächsischen Grundschulen auf eine große Akzeptanz. Besonders groß ist die Zustimmung bei den Schulleiterinnen und Schulleitern. Damit Inklusion gelingen kann, so ein weiteres Ergebnis der Untersuchungen, ist es wichtig, kooperative Strukturen aufzubauen. In Schulen, in denen sich die Lehrkräfte in derartige Strukturen eingebunden fühlen, gelingt die Umsetzung der Inklusion besser. Ein gutes Zusammenwirken und ein regelmäßiger Austausch von Klassenlehrkräften und sonderpädagogischen Fachkräften ist eine wichtige Gelingensbedingung für die Inklusion. Von Bedeutung ist auch das Engagement der Schulleitung: Unterstützt die Schulleitung den Ausbau kooperativer Strukturen und vertritt sie ein klares Konzept von Inklusion, gibt sie eine wichtige Orientierung für die erfolgreiche Umsetzung an der jeweiligen Schule. Der Zwischenbericht stellt des Weiteren fest: Schulen, die unter schwierigeren Rahmenbedingungen arbeiten, weil sie beispielsweise besonders viele Schülerinnen und Schüler mit einem Migrationshintergrund oder besonders viele Schülerinnen und Schüler mit erhöhtem Unterstützungsbedarf haben, begrüßen die Inklusion zwar ebenfalls, empfinden die konkrete Umsetzung im Schulalltag jedoch häufiger als belastend.

Im derzeit laufenden, zweiten Erhebungszeitraum werden die relevanten Gelingensbedingungen für die schulische Inklusion, die im ersten Erhebungszeitraum herausgearbeitet wurden, im Rahmen von quantitativen und qualitativen Erhebungen und Analysen weiter vertiefend untersucht. Der abschließende Bericht der wissenschaftlichen Begleitung wird Ende 2017 / Anfang 2018 erwartet.

Schülerin und Schüler klatschend  
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