Nds. Kultusministerium klar

Finanzielle und personelle Ressourcen für die inklusive Schule

Die Niedersächsische Landesregierung begleitet den Prozess der Einführung der inklusiven Schule mit umfangreichen Ressourcen und einer deutlich gestiegenen Personalausstattung.

  • Im laufenden Haushaltsjahr 2017 stellt das Land für die Umsetzung der inklusiven Schule und Maßnahmen der sonderpädagogischen Förderung rund 330 Millionen Euro zur Verfügung. Im Zeitraum der mittelfristigen Finanzplanung von 2017-2021 stehen für die Umsetzung der Inklusion insgesamt rund 1,585 Milliarden Euro bereit.

  • Für 650 zusätzliche Lehrerstellen und Stellen für Pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Mittelfristigen Finanzplanung bis 2021 rund 231 Millionen Euro eingestellt.

  • Niedersachsen setzt bei der Umsetzung der inklusiven Schule auf multiprofessionelle Teams. Diese Teams bestehen perspektivisch aus Lehrkräften, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sowie pädagogischen Fachkräften des Ganztags, aber auch z. B. aus Erzieherinnen und Erziehern, Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, Logopädinnen und Logopäden, Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten. Zur Erweiterung der Teams werden für das kommende Schuljahr 2017/18 650 zusätzliche Stellen für pädagogische Fachkräfte zur Unterstützung der Inklusion zur Verfügung gestellt.

  • Die Mittel für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte im Bereich der Inklusion wurden seit 2014 deutlich erhöht. Für den Zeitraum der Mittelfristigen Finanzplanung von 2017-2021 stehen hierfür insgesamt rund 6,7 Millionen Euro bereit.

  • Insgesamt investiert das Land Niedersachsen von 2017 bis 2021 rund 1,823 Milliarden Euro in die inklusive Schule.

  • Das Land unterstützt mit dem Gesetz über finanzielle Leistungen des Landes wegen der Einführung der inklusiven Schule zudem die Kommunen in ihren Aufgaben als Schulträger. Ab dem Haushaltsjahr 2016 erhalten sie für investive Maßnahmen (z. B. bauliche Maßnahmen an Schulgebäuden) einen Kostenausgleich in Höhe von rund 20 Millionen Euro jährlich sowie eine Inklusionspauschale für die örtlichen Träger der Sozial- und Jugendhilfe in Höhe von rund 10 Millionen Euro jährlich.

An den allgemein bildenden Schulen mit Ausnahme der Förderschulen werden Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in den Schuljahrgängen, in denen die Inklusion aufsteigend eingeführt ist (ab dem Schuljahr 2017/18 die Schuljahrgänge 1 bis 9), bei der Ermittlung der zuzuweisenden Lehrerstunden und der Bedarfe für den Ganztag doppelt gezählt. Grundschulen mit einem hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung" sowie Schulen mit einem hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund oder Schulen in besonderen sozialökonomischen Brennpunkten können darüber hinaus zusätzliche Lehrerstunden beantragen.

Die Grundschulen und die Primarbereiche der Integrierten Gesamtschulen erhalten als sonderpädagogische Grundversorgung zusätzlich zwei Stunden je Klasse. Diese Regelung wurde aufsteigend, beginnend mit dem Schuljahr 2013/14, eingeführt und umfasst nunmehr alle vier Schuljahrgänge des Primarbereichs. Mit der sonderpädagogischen Grundversorgung werden die Unterstützungsbedarfe der Schwerpunkte Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung abgedeckt. Außerdem dient sie der Prävention der Entstehung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs. Für die Förderschwerpunkte Sehen, Hören, körperliche und motorische Entwicklung bzw. geistige Entwicklung werden die Ressourcen schülerbezogen und zusätzlich zur sonderpädagogischen Grundversorgung zugewiesen.

In den weiterführenden Schulen erfolgt die Zuweisung grundsätzlich schülerbezogen. Dabei ist die Anzahl der zugewiesenen Stunden jeweils abhängig von der Art des Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung.

Schülerin und Lehrer  
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