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Schule in Corona-Zeiten: Das gilt aktuell

Sicherer Präsenzunterricht bei bestmöglichen Schutzmaßnahmen


Hier informiert das Kultusministerium über die aktuellen Vorgaben für den Schulbetrieb.


(Aktualisiert am 30.11.2021)


Neue (verschärfte) Regelungen ab 24.11.2021

In Niedersachsen gelten ab Mittwoch, 24.11.2021, weitere Maßnahmen zum Schutz des Schulbetriebes vor dem Coronavirus. Das Land reagiert damit auf die allgemein steigenden Infektionszahlen. Ziel ist es, den Präsenzunterricht in den Schulen weiter zu ermöglichen und zugleich die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler sowie Beschäftigten dort zu schützen.

Die wesentlichen Änderungen bzw. aktuellen Regeln:


Unterricht
Es gilt Präsenzunterricht an allen Schulen, solange die örtlichen Gesundheitsbehörden keine andere Weisung geben. An allen Schulen finden der Unterricht, außerunterrichtliche Angebote der Ganztagsschule sowie sonstige schulische Veranstaltungen in festgelegten Gruppen statt, die aus mehreren Lerngruppen bestehen können und in ihrer Personenzusammensetzung möglichst unverändert sind (Kohorte).


Masken
Im Schulgebäude hat jede Person eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dies gilt auch (wieder) für Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 1 und 2. Während der Pausen im Freien auf den Außengeländen, in den Mensen beim Essen und Trinken sowie beim Sportunterricht kann die Mund-Nasen-Bedeckung abgelegt werden. Zusätzlich sind „Maskenpausen“ in den Schulalltag zu integrieren, insbesondere in den 20-5-20-Lüftungspausen, womit das Maskentragen zirka alle 20 Minuten unterbrochen wird.

Nach § 8 Abs. 6 Nds. Corona-VO gilt ab Warnstufe 2 bei Veranstaltungen in Innenräumen die FFP 2-Pflicht (oder gleichwertig). Da Schule nicht unter den Begriff „Veranstaltungen“ fällt, ist der Schulbereich nicht betroffen. Daher bleibt es bei einer medizinischen Maske, für Schülerinnen und Schüler unter 14 Jahre reicht eine textile Barriere.

Nach 28 b Abs. 5 Nr. 2 IfSG ist im ÖPNV eine FFP2 Maske (oder vergleichbar) oder eine medizinische Maske erforderlich.


2G+ und FFP2-Pflicht in Schulen

Wann gilt im Schulbereich die 2G+-Regel und eine verbindliche Pflicht FFP2-MNB zu tragen?

Nach § 16 der Nds. Corona-Verordnung ist der Schulbereich von den Regelungen infolge der Feststellung von Warnstufen weitgehend ausgenommen. Es gilt für Schülerinnen und Schüler sowie schulisches Personal die 3G-Regel. Die Feststellung von Warnstufen wirkt sich insoweit nicht auf den Schulbetrieb aus (Ausnahme Warnstufe 3). Auch Schulleitungen dürfen nicht aus anerkennenswerten Erwägungen der Vorsicht 2G+ oder das Tragen von MNB ausschließlich als FFP2-Standard ausgestattet verfügen, weil sie nicht hierfür zuständig sind und es an einer Rechtsgrundlage fehlt. Zuständig sind allein die örtlich zuständigen Gesundheitsämter, welche nach § 21 Nds. Corona-Verordnung weitergehende Anordnungen treffen können.



Testen
Schülerinnen und Schüler und an der Schule tätige Personen müssen sich regelmäßig testen, es sei denn, sie sind durchgeimpft oder genesen. Getestet wird in der Regel dreimal je Woche. Die Schule darf nur bei einem Negativ-Ergebnis oder Nachweis der Impfung bzw. des Genesenen-Status betreten werden. Wie gewohnt werden die Selbsttests von der Schule ausgegeben, die zu Hause dann vor dem Unterricht durchgeführt werden.

Neu hinzu kommt ein "anlassbezogenes Intensivtesten" (ABIT):

Bei einem Infektionsverdacht testen sich alle in der Lerngruppe – auch vollständig Geimpfte und Genesene – an fünf Schultage hintereinander. Diese Folge kann abgebrochen werden, wenn sich der Verdachtsfall durch einen negativen PCR-Test nicht bestätigt. So müssen schulische Kontaktpersonen der Infizierten nicht mehr ermittelt und in Quarantäne geschickt werden. Ein abweichendes Vorgehen durch Anordnung der Gesundheitsämter ist nach wie vor im Einzelfall möglich.


3G am Arbeitsplatz
Für alle Beschäftigten gilt am Arbeitsplatz 3G: Das gesamte Schulpersonal muss nachweislich geimpft oder genesen oder getestet sein. Nicht geimpftes oder genesenes Personal muss sich täglich testen. Zwei Tests stellt der Arbeitgeber für Testungen in der Schule unter Aufsicht. Drei Tests pro Woche müssen vom Personal eigenverantwortlich beigebracht werden, beispielsweise über Nachweise aus einem Testzentrum oder einer Apotheke.


Klassenfahrten und Ausflüge:
Mehrtägige Schulfahrten ins In- und Ausland werden bis einschließlich 31. Januar 2022 untersagt. Bei eintägigen Fahrten und Veranstaltung sollen die Schulen mit Blick auf das jeweils aktuelle Infektionsgeschehen prüfen, ob das pädagogische Interesse an der Veranstaltung das infektiologische Risiko überwiegt.


Schulveranstaltungen:
Veranstaltungen wie Adventsfeiern oder Weihnachtskonzerte sind in der Klassen- und Schulgemeinschaft möglich. Auf externe Besucherinnen und Besucher muss allerdings verzichtet werden. Das gilt auch für die Teilnahme Erziehungsberechtigter.

Elternabende und Elternsprechtage sollten vorrangig digital abgehalten werden. Sollten sie als Präsenzveranstaltungen ausgerichtet werden, gilt die 2G-Plus-Regel bei zusätzlicher durchgehender Maskenpflicht sowie Einhaltung der Abstandsregeln.


Mehr Informationen und Regelungen:

-> in der Pressemitteilung des Ministeriums vom 23.11.21

-> im Rahmen-Hygieneplan Corona 9.0 für Schulen vom 10.11.2021

-> sowie in der Corona-Verordnung des Landes vom 24.11.2021

aufgeführt.


Weiterhin bestehende Regeln

Befreiung von Präsenzpflicht: In bestimmten Ausnahmefällen können sich vulnerable Schülerinnen und Schüler, die ein entsprechendes Attest vorlegen, von der Präsenzpflicht befreien lassen. Weitere Infos dazu in den unten angefügten FAQs unter "Umgang mit vulnerablen Personen".

Sachgerechtes Lüften bleibt ein wichtiger Baustein beim Gesundheits- und Infektionsschutz. Eine regelmäßige und hohe Frischluftzufuhr bewirkt, dass potentiell virushaltige Luftpartikel konsequent abtransportiert werden. Dabei gilt die Faustregel 20-5-20 - also so oft wie möglich (mindestens zur Hälfte einer Unterrichtsstunde) für zirka fünf Minuten Stoß- oder Querlüftung. Zudem muss vor Unterrichtsbeginn und in den Pausen gelüftet werden.


Weitere Infos in den FAQ unten oder direkt hier klicken.
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Startklar in die Zukunft

In diesem Aktionsprogramm werden Bundes- und Landesmittel zusammengefasst, insgesamt stehen 222 Millionen Euro in diesem und im kommenden Jahr bereit. Davon werden die Schulen mit rund 190 Millionen Euro unterstützt. Die weiteren Gelder sind für außerschulische Angebote und Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Familien im Zuständigkeitsbereich des Sozial- und Gesundheitsministeriums vorgesehen. Über das Aktionsprogramm sollen das soziale Lernen gestärkt, die Folgen der Corona-Zeit aufgearbeitet und Lernrückstände behoben werden.


Kinder stehen mit Ranzen auf dem Schulhof   Bildrechte: pa/dpa Arne Detert

(c) pa/dpa - Arne Dedert

Krankheitssymptome bei Schülerinnen und Schülern - Plakat zum Ausdrucken

 Krankheitssymptome: Darf ich in die Schule? - Zum Ausdrucken (Stand: 18.10.2021)
(PDF, 0,21 MB)

Informationen zum Impfen (Nds. Sozialministerium)

Artikel-Informationen

erstellt am:
07.07.2020
zuletzt aktualisiert am:
02.12.2021

Ansprechpartner/in:
Ulrich Schubert

Nds. Kultusministerium
Pressesprecher
Hans-Böckler-Allee 5
30159 Hannover
Tel: 0511 120 7168

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