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Sie haben noch mehr als drei Fragezeichen dazu? Dann gibt es hier Antworten für die allgemein bildenden Schulen

Wenn die Infektionslage durch Corona es zulässt, soll der Unterricht an den Schulen in Niedersachsen im neuen Schuljahr 20/21 mit Einschränkungen wieder im Regelbetrieb laufen. Das Kultusministerium hat dazu Regeln - aber auch Alternativszenarien - formiliert. Antworten auf die wichtigsten Fragen (FAQ) zu den

allgemein bildenden Schulen

gibt es hier:


Wenn jetzt ein Verdachtsfall in der Schule auftritt


Unsere Tochter (15 Jahre) wurde von der Schule nach Hause geschickt, weil es einen bestätigten Corona-Fall in ihrer Klasse gab – müssen wir als Eltern jetzt auch in Quarantäne?

Nein, die Quarantänepflicht gilt zunächst nur für Ihre Tochter, weil auch nur diese als Kontaktperson 1. Grades im direkten Kontakt mit einer positiv getesteten Person stand.

Kann eine Schule die Kinder überhaupt in Quarantäne schicken?

Das Vorgehen der Schule ist in diesen Situationen mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt abgestimmt. Die konkrete Anordnung der Quarantäne für Ihr Kind erfolgt gleichwohl ausschließlich durch das Gesundheitsamt. Von dort erhalten Sie in diesen Fall auch konkrete Hinweise, welche weiteren Schritte und Maßnahmen zu veranlassen sind.

Auf was müssen wir dann in dieser Situation jetzt zu Hause achten?

Die Situation ist für alle im Haushalt etwas schwieriger, denn die Grundregeln wie Abstand und Hygiene sind nunmehr auch im häuslichen Rahmen von besonderer Bedeutung. Mit der angeordneten Quarantäne erhalten Sie seitens des Gesundheitsamtes aber auch weitere hilfreiche Tipps und Hilfestellungen für den Alltag in solchen Situationen.

Wie lange dauert die Quarantänezeit in solchen Fällen?

Eine angeordnete Quarantäne beträgt aktuell 14 Tage. Die Dauer kann auch frühzeitig aufgehoben werden, wenn sich im Rahmen der Kontaktermittlungen herausstellt, dass der Kontakt doch nicht so eng war und folglich kein Ansteckungsrisiko bestand. Die Verkürzung oder Aufhebung der Quarantäne erfolgt dabei aber ausschließlich durch das Gesundheitsamt.

Und was ist jetzt mit unserer Tochter – wer kümmert sich um die Testung und wo können wir dies machen lassen?

Sofern es hier nicht ohnehin schon weiterführende Hinweise durch das Gesundheitsamt gegeben hat, wenden Sie sich dazu bitte an Ihren behandelnden Kinder- und Jugendarzt.

Die Schulklasse von unserem Sohn (8 Jahre) ist wegen eines Corona-Falls in Quarantäne gesetzt worden – müssen wir als Eltern jetzt für 14 Tage Urlaub nehmen bzw. wie ist das mit dem Verdienstausfall?

Wenn Sie aufgrund einer behördlich angeordneten Quarantänemaßnahme Ihren Sohn zuhause betreuen müssen, dann besteht ein Anspruch auf Entschädigung von Verdienstausfall. Diese Verfahren gilt analog zu den behördlich angeordneten Kita- oder Schulschließungen.


Hier geht es zu weiterführenden Informationen dazu.


Allgemeines

Umgang mit vulnerablen Personen in der Schule

Welche Beschäftigten gehören zum Beginn des Schuljahres 2020/2021 zu den Personen, die nach Szenario A des Leitfadens weiterhin im Home-Office arbeiten dürfen?

Die Personen, die durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen können, dass sie an einer oder mehreren der folgenden chronischen Erkrankungen leiden:

  • des Herz-Kreislauf-Systems,
  • der Lunge (z. B. chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD),
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen,
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
  • Patienten mit einer vorliegenden Einschränkung des Immunsystems aufgrund einer Krebserkrankung,
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Schwerbehinderten, die aufgrund ihrer Behinderung die erforderlichen Schutzmaßnahmen auch im Szenario A nicht einhalten können, ist ebenfalls auf eigenen Wunsch die Beschäftigung im Home-Office zu ermöglichen.

Beschäftigte mit einem Lebensalter von über 60 Jahre und Beschäftigte, die mit zur oben beschriebenen Risikogruppe gehörenden Personen in einem gemeinsamen Haushalt leben und schwerbehinderte Beschäftigte, die nicht einer der oben genannten Risikogruppe angehören, werden ab Beginn des Schuljahres 2020/2021 wieder regelmäßig mit einer Präsenztätigkeit in der Schule eingesetzt.

Schwangere können grundsätzlich im Präsensunterricht eingesetzt werden, wenn keine erhöhte Infektionsgefährdung vorliegt. Die Entscheidung trifft die Schulleitung auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung nach dem Mutterschutzgesetz. Die Einschätzung der Gefährdung durch SARS-CoV-2 ist Bestandteil dieser Gefährdungsbeurteilung.


Mein Kind lebt mit einer/einem Angehörigen einer Risikogruppe zusammen. Kann ich es vom Präsenzunterricht befreien lassen?

Grundsätzlich gilt auch für Schülerinnen und Schüler mit vulnerablen Angehörigen die Schulbesuchspflicht. In allen Schulen werden umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus getroffen, so dass hier kein besonders erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

Eine Befreiung vom Präsenzunterricht ist deshalb nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. Sie liegen vor, wenn

  1. glaubhaft gemacht worden ist (z.B. durch Vorlage eines Attestes), dass die Angehörige oder der Angehöriger zu einer Risikogruppe gehört, und
  2. die Schülerin oder der Schüler mit der oder dem Angehörigen in einem räumlich nicht trennbaren Lebensbereich dauerhaft wohnt und sich enge Kontakte zwischen der Schülerin oder dem Schüler einerseits und der oder dem Angehörigen andererseits trotz Einhaltung aller Hygieneregeln nicht vermeiden lassen, und
  3. vom Gesundheitsamt für einen bestimmten Zeitraum eine Infektionsschutz-maßnahme an der Schule verhängt wurde (z.B. Quarantäne für einzelne Klassen oder Jahrgänge), so dass nicht mehr nur von einer allgemeinen Gefährdungslage, sondern einer konkreten Infektionsgefahr auszugehen ist.

Erziehungsberechtigte können bei der Schulleitung einen Antrag auf Befreiung vom Präsenzunterricht für ihr Kind stellen. Wenn alle drei Voraussetzungen erfüllt sind, wird dem Antrag für den Zeitraum der Infektionsschutzmaßnahme entsprochen. Den entsprechenden Antrag auf Befreiung vom Präsenzunterricht, wenn Angehörigen in häuslicher Gemeinschaft zum gefährdeten Kreis gehören finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Befreiung vom Präsenzunterricht gibt es hier.


Sie sind als Risikogruppe eingestuft worden und haben bereits ein Attest aus dem Schuljahr 2019/2020. Was ändert sich für Sie im Schuljahr 2020/2021?

Das Attest behält seine Gültigkeit, wenn es nachweist, dass die Person an einer oder mehrerer der folgenden chronischen Erkrankungen leidet:

  • des Herz-Kreislauf-Systems,
  • der Lunge (z. B. chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD),
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen,
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
  • Patienten mit einer vorliegenden Einschränkung des Immunsystems aufgrund einer Krebserkrankung,
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Wie gestaltet sich der Umgang mit Schülerinnen und Schülern, deren Eltern im direkten Kontakt mit Covid-19-Erkrankten stehen?

Für Angehörige von Schülerinnen und Schülern, die als Beschäftigte z. B. in Krankenhäusern im direkten Kontakt mit Covid-19-Erkrankten stehen, gelten besondere Schutz- und Hygienevorschriften, um das Risiko für einen Eintrag des Virus‘ so gering wie möglich zu halten. Die Schutzkonzepte sollen dafür Sorge tragen, dass das Personal in den Einrichtungen ein noch niedrigeres Risiko für eine Ansteckung hat. Ergänzt werden diese durch die Hygienevorschriften in den Schulen.

Vor diesem Hintergrund sind laut Aussage des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung zusätzliche Maßnahmen in der Schule für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern im direkten Kontakt mit Covid-19-Erkrankten stehen, nicht erforderlich.


Dürfen Schülerinnen und Schüler mit Schnupfen- und ähnlichen Krankheitssymptomen in die Schule gehen?

Bei einem banalen Infekt ohne deutliche Beeinträchtigung des Wohlbefindens (z. B. nur Schnupfen, leichter Husten) kann die Schule besucht werden. Dies gilt auch bei Vorerkrankungen (z. B. Heuschnupfen, Pollenallergie).

Bei Infekten mit einem ausgeprägtem Krankheitswert (z. B. Husten, Halsschmerzen, erhöhte Temperatur) muss die Genesung abgewartet werden. Nach 48 Stunden Symptomfreiheit kann die Schule ohne weitere Auflagen (d. h. ohne ärztliches Attest, ohne Testung) wieder besucht werden, wenn kein wissentlicher Kontakt zu einer bestätigten Covid-19 Erkrankung bekannt ist.

Bei schwererer Symptomatik, zum Beispiel mit

  • Fieber ab 38,5°C oder
  • akutem, unerwartet aufgetretenem Infekt (insb. der Atemwege) mit deutlicher Beeinträchtigung des Wohlbefindens oder
  • anhaltendem starken Husten, der nicht durch Vorerkrankung erklärbar ist,

sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Die Ärztin oder der Arzt wird dann entscheiden, ob ggf. auch eine Testung auf SARSCoV-2 durchgeführt werden soll und welche Aspekte für die Wiederzulassung zum Schulbesuch zu beachten sind.


Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen


Was sind Kohorten und was ist grundsätzlich zu beachten?

Unter Kohorten werden festgelegte Gruppen verstanden, die aus mehreren Lerngruppen bestehen können und in ihrer Personenzusammensetzung möglichst unverändert bleiben. Dadurch lassen sich im Infektionsfall die Kontakte und Infektionswege wirksam nachverfolgen.

Um einen weitgehend normalen Unterrichtsbetrieb zu gewährleisten, wird das Abstandsgebot unter den Schülerinnen und Schülern zugunsten eines Kohorten-Prinzips aufgehoben

Kohorten sollen möglichst klein gehalten werden, damit im Falle des Auftretens von Infektionen möglichst wenig Personen von Quarantänemaßnahmen betroffen sind. Im Idealfall bildet eine Klasse/Lerngruppe eine Kohorte. Grundsätzlich umfasst aber eine Kohorte maximal einen Schuljahrgang. Davon abgewichen werden kann nur bei

  • jahrgangsübergreifendem Lernen (z. B. Eingangsstufen),
  • an Förderschulen bestehenden festen jahrgangsübergreifenden Lerngruppen,
  • der Umsetzung von Ganztags- und Betreuungsangeboten,
  • der Bildung von jahrgangsübergreifenden Kohorten bis max. 120 Schülerinnen und Schüler und
  • berufsbildenden Schulen durch Anwendung der o. g. Vorgaben auf die Bildungs-gänge in den verschiedenen Schulformen

Einzelheiten zur Bildung von Kohorten werden in Kapitel 9 des Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplans Corona Schule beschrieben.


Muss in der Schule Maske getragen werden (MNS / Mund-Nasen-Schutz)?

Grundsätzlich gilt: Im Unterricht müssen Schülerinnen und Schüler keine Masken tragen - außerhalb des Klassenraumes muss ein MNS getragen werden. Die Maskenpflicht gilt insbesondere, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen nicht eingehalten werden kann - zum Beispiel in Gänge, Fluren, und Treppenhäusern.

Aber es gibt eine Ausnahme: Bleiben die Schülerinnen und Schüler einer sogenannten Kohorte unter sich und treffen nicht auf Mitglieder einer anderen Kohorte, kann auch außerhalb der Unterrichtsräume auf die Maske verzichtet werden. Das ist zum Beispiel möglich, wenn eine Kohorte einen eigenen Schultrakt oder zu einer bestimmten Zeit den Pausenhof alleine nutzt.


Muss beim Spielen (Gesellschaftsspiele, Puppenecke, Legoecke) in der Grundschule das Abstandsgebot eingehalten werden bzw. müssen die Kinder dabei einen MNS tragen?

Um einen weitgehend normalen Unterrichtsbetrieb zu gewährleisten, wird das Abstandsgebot unter den Schülerinnen und Schülern zugunsten eines Kohortenprinzips aufgehoben. Lehrkräfte sind angehalten, das Abstandsgebot untereinander und zu ihren Schülerinnen und Schülern einzuhalten, wo immer dies möglich ist.

Dort, wo Abstand zu Personen gehalten werden kann, ist dieser auch weiterhin einzuhalten.

Außerhalb von Unterrichts- und Arbeitsräumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung in von der Schule besonders gekennzeichneten Bereichen zu tragen, in denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ein Abstand von mindestens 1,5 m zu Personen anderer Kohorten nicht gewährleistet werden kann. Das betrifft in der Regel Gänge, Flure, Versammlungsräume usw., ggf. auch das Außengelände.

Wenn der Abstand zu anderen Kohorten nicht eingehalten werden kann, ist ein MNS zu tragen ist. Darf ein Visier auch getragen werden?

Die Verwendung von Visieren stellt keine gleichwertige Alternative zu MNS dar, da Visiere nicht die Geschwindigkeit des Atemstroms oder des Speichel-/Schleim-Tröpfchenauswurfs reduzieren, sondern maximal die direkt auf die Scheibe auftretenden Tröpfchen auffangen. Das tatsächliche Rückhaltevermögen für Aerosole ist aufgrund der Umströmung des Visiers sehr begrenzt. Ähnliches gilt für Plexiglastrennwände (Spuckschutz).

Siehe auch FAQ des RKI: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html

Müssen die Kohorten getrennt voneinander Pause machen?

Der Unterrichtsbeginn und die Pausenregelung sind nach Möglichkeit räumlich oder zeitlich zu entzerren. Bei versetzten Pausenzeiten oder kohortenspezifischen Pausen kann das Tragen der MNS entfallen. Ansonsten gilt:

Außerhalb von Unterrichts- und Arbeitsräumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung in von der Schule besonders gekennzeichneten Bereichen zu tragen, in denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ein Abstand von mindestens 1,5 m zu Personen anderer Kohorten nicht gewährleistet werden kann. Das betrifft in der Regel Gänge, Flure, Versammlungsräume usw., ggf. auch das Außengelände.

Muss auf den Schulhöfen der Grundschule ein „MNS – Schutz“ getragen werden?

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist in Niedersachsen im ÖPNV und beim Einkaufen nach der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus verpflichtend – auch für Kinder ab sechs Jahren.

Mund-Nasen-Bedeckungen sollen dazu beitragen, die Verbreitung von SARS-CoV-2 zu verlangsamen. Auch wenn die Datenlage noch spärlich ist, kann derzeit davon ausgegangen werden, dass Kinder ebenso wie Erwachsene das Virus SARS-CoV-2 verbreiten und auch an COVID-19 erkranken können. Bekannt ist, dass die Erkrankung bei Kindern in aller Regel ohne schwerwiegende Krankheitszeichen verläuft.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) hat als wissenschaftliche Fachgesellschaft hierzu Stellung genommen. Sie hält die Pflicht zum zeitlich begrenzten Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für Kinder erst ab dem Schulalter, also von sechs Jahren an, in einem zeitlich begrenzten Umfang für vertretbar, gibt aber zu bedenken, dass in den unteren Klassen der Grundschule eine Umsetzung schwierig sein kann.

Das Zusammentreffen von Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Kohorten soll, soweit wie möglich, vermieden werden. Falls dieses nicht gewährleistet werden kann, ist MNS in den Pausen zu tragen. Bei versetzten Pausenzeiten oder kohortenspezifischen Pausen kann das Tragen der MNS entfallen.

Muss der durch den Schulträger geführte Hort, der sich mit mehreren Gruppen im Schulgebäude befindet, die gleichen Prinzipien anwenden oder unterliegen sie anderen Vorgaben?

Für die Erstellung der Hygienepläne gem. § 36 IfSG sind jeweils die Leitungen der Gemeinschaftseinrichtungen zuständig.

Da in der Schule ein anderer Rahmen-Hygieneplan gilt als in Kindertageseinrichtungen, sollte hinsichtlich der Umsetzung eine Abstimmung zwischen dem Träger der Kindertageseinrichtung bzw. der Hortleitung und der Schulleitung erfolgen.

Sind Chorsingen oder dialogische Sprechübungen zulässig?

Chorsingen oder dialogische Sprechübungen dürfen aufgrund des erhöhten Übertragungsrisikos durch vermehrte Tröpfchenfreisetzung und Aerosolbildung in Räumlichkeiten nicht stattfinden.

Chorsingen unter freiem Himmel ist unter Einhaltung eines Mindestabstands von 2 Metern zulässig.


Kann eine Kohorte die Eingangsstufe 1/2 oder die Pädagogische Einheit 3/4 umfassen?

Ja. Hat eine Schule eine Eingangsstufe oder/und Pädagogische Einheit eingerichtet, kann diese jeweils als Kohorte betrachtet werden.

Können die Kinder aus dem Schulkindergarten den Kohorten der ersten Klassen zugeordnet werden?

Ja.


Wie ist das Kohortenprinzip an der Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung umzusetzen?

Kohorten sollten möglichst klein gehalten werden. Im Idealfall bildet eine Klasse/Lerngruppe eine Kohorte. Grundsätzlich umfasst aber eine Kohorte maximal einen Schuljahrgang. Davon abgewichen werden kann bei

  • jahrgangsübergreifenden Eingangsstufen,
  • an Förderschulen bestehende feste jahrgangsübergreifende Lerngruppen und
  • der Umsetzung von Ganztags- und Betreuungsangeboten.

Durch die Definition von Gruppen in fester Zusammensetzung (Kohorten) lassen sich im Infektionsfall die Kontakte und Infektionswege wirksam nachverfolgen. Damit wird angestrebt, dass sich Quarantänebestimmungen im Infektionsfall nicht auf die gesamte Schule auswirken, sondern nur auf die Kohorten, innerhalb derer ein Infektionsrisiko zu vermuten ist.


Werden die Schulen, insbesondere auch die Förderschulen, mit ausreichend Schutzmaterial für die Lehrkräfte ausgestattet?

Bei der Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung kann für das beschäftigte Personal das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung insbesondere aus Gründen des Arbeitsschutzes bei bestimmten Tätigkeiten angezeigt sein. Die Erforderlichkeit ist im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung gem. § 5 Arbeitsschutzgesetz durch die Schule zu klären, welche auch die Beschaffung veranlassen muss.


Was ist bei Evakuierungsübung in Schulen während der COVID-19-Virus-Pandemie zu beachten?

An Schulen ist mindestens einmal pro Schuljahr eine Evakuierungsübung des Gebäudes durchzuführen (siehe Nr. 3.2.1.1 des RdErl. „Erste Hilfe, Brandschutz und Evakuierung in Schulen“d. MK v. 27. 6. 2016 – AuG-40 183/2).

Um Infektionsgefährdungen zu vermeiden wird empfohlen solange die Gefährdung durch die Pandemielage besteht keine gemeinsame Evakuierungsübung mit Räumung des Gebäudes durchzuführen. Vielmehr soll die Evakuierung im Rahmen der Unterweisung nach Nr. 3.1.4.3 des o. g. RdErl. mit jeder Lerngruppen individuell geübt werden:

„3.1.4.3 Zum Kennenlernen des Fluchtweges gehen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit der Aufsicht führenden Lehrkraft zügig, aber ohne Hast, zu dem vorgesehenen Sammelplatz. Dabei soll auch die sichere Evakuierung von behinderten Menschen geübt werden. Aufzüge dürfen nicht benutzt werden. Am Sammelplatz prüft die Lehrkraft die Vollständigkeit der Gruppe. Die Schülerinnen und Schüler sind darauf hinzuweisen, dass im Alarmfall das Gebäude erst wieder betreten werden darf, wenn dies von einer dazu autorisierten Person (z. B. Schulleiterin oder Schulleiter oder Vertreterin oder Vertreter, Einsatzleiterin oder Einsatzleiter der Feuerwehr) bekannt gegeben wird.“

Soweit auf den Fluren und in Treppenhäusern Einbahnregelungen vorgesehen sind, muss klargestellt werden, dass diese Regelungen im Evakuierungsfall aufgehoben sind.

An Stelle der Evakuierungsübung nach Nr. 3.2.1.1 des RdErl. wird empfohlen eine Probealarmierung durchzuführen, ohne dass dabei die Evakuierung/Räumung des Gebäudes erfolgt. Die Probealarmierung dient dazu, dass die Schülerinnen und Schüler sowie die Beschäftigten das Alarmsignal kennen lernen. Außerdem soll überprüft werden, ob das Alarmsignal von allen Lerngruppen gut wahrgenommen werden kann. Die Probealarmierung soll dazu angekündigt und, soweit möglich, durch eine Lautsprecherdurchsage angekündigt werden.

Unterrichtsplanung und Personaleinsatz

Müssen die Kohorten getrennt voneinander Pause machen?

Der Unterrichtsbeginn und die Pausenregelung sind nach Möglichkeit räumlich oder zeitlich zu entzerren. Bei versetzten Pausenzeiten oder kohortenspezifischen Pausen kann das Tragen der MNS entfallen. Ansonsten gilt:

Außerhalb von Unterrichts- und Arbeitsräumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung in von der Schule besonders gekennzeichneten Bereichen zu tragen, in denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ein Abstand von mindestens 1,5 m zu Personen anderer Kohorten nicht gewährleistet werden kann. Das betrifft in der Regel Gänge, Flure, Versammlungsräume usw., ggf. auch das Außengelände.

Sollten, sofern möglich, die jahrgangsbezogenen Kohorten (Szenario A) auch die Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiterinnen einschließen?

Das wäre ideal. Lehrkräfte können auch kohortenübergreifend agieren, da sie in mehreren Kohorten eingesetzt werden können. Daher sind Lehrkräfte angehalten, das Abstandsgebot untereinander und zu ihren Schülerinnen und Schülern einzuhalten, wo immer dies möglich ist.

Was ist bei der Kohortenbildung im Ganztag bei einer Schule mit zwei Standorten zu beachten?

Eine Kohortenbildung je Standort (Jg. 1-4) ist denkbar und ggf. günstiger.

Eine Mischung im Ganztag wäre grundsätzlich zulässig, die bisherige Lösung (Trennung) wäre aber zu bevorzugen.

Kohorten sollten möglichst klein gehalten werden. Im Idealfall bildet eine Klasse/Lerngruppe eine Kohorte. Grundsätzlich umfasst aber eine Kohorte maximal einen Schuljahrgang. Davon abgewichen werden kann bei

  • jahrgangsübergreifenden Eingangsstufen,
  • an Förderschulen bestehende feste jahrgangsübergreifende Lerngruppen und
  • der Umsetzung von Ganztags- und Betreuungsangeboten.

Durch die Definition von Gruppen in fester Zusammensetzung (Kohorten) lassen sich im Infektionsfall die Kontakte und Infektionswege wirksam nachverfolgen. Damit wird angestrebt, dass sich Quarantänebestimmungen im Infektionsfall nicht auf die gesamte Schule auswirken, sondern nur auf die Kohorten, innerhalb derer ein Infektionsrisiko zu vermuten ist.

Was ist mit Sport? Wenn in Szenario A das Abstandgebot aufgehoben wird, kann dann der Sportunterricht im Klassenverband wie gewohnt stattfinden?

Ja. Da das Abstandsgebot unter den Schülerinnen und Schülern im Präsenzunterricht zugunsten möglichst fester Lerngruppen aufgehoben werden soll, beabsichtigt das Niedersächsische Kultusministerium im „Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplans Corona Schule“ festzulegen, dass nach den Sommerferien der Sportunterricht im Klassen- oder Kursverband ohne generelles Abstandsgebot durchgeführt werden kann.

Die erforderliche Abstimmung der Änderungen des „Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplans Corona Schule“ mit dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt, der für Schulen zuständigen Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in Niedersachsen sowie der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens soll zeitnah erfolgen.

Darf an Verlässlichen Grundschulen ohne Ganztagsbetrieb und im Vormittag an Ganztagsschulen das Kohortenprinzip für Förderkurse, AGs und einen päd. Mittagstisch auch auf zwei Schuljahrgänge ausgeweitet werden?

Kohorten sollten möglichst klein gehalten werden. Im Idealfall bildet eine Klasse/Lerngruppe eine Kohorte. Grundsätzlich umfasst aber eine Kohorte maximal einen Schuljahrgang. Davon abgewichen werden kann bei

  • jahrgangsübergreifenden Eingangsstufen,
  • an Förderschulen bestehende feste jahrgangsübergreifende Lerngruppen und
  • der Umsetzung von Ganztags- und Betreuungsangeboten.

Es dürfen zwei Kohorten zusammen in der Mensa essen. Muss ein Abstand von 1,5 m der Schülerinnen und Schüler gewahrt werden oder ist die Abstandregelung hier aufgehoben?

Auch beim gemeinsamen Mittagessen im Rahmen des Ganztagsbetriebs bzw. des ganztägigen Unterrichts gilt das Kohortenprinzip für max. zwei Schuljahrgänge. Verschiedene Kohorten sind räumlich und/oder zeitlich voneinander zu trennen. Große Räume (z. B. Mensen) können in verschiedene Bereiche geteilt werden.


Kann die Kontingentstundentafel abweichend von den Vorgaben des Erlasses „Die Arbeit in der Grundschule“ umgesetzt werden?

Eine vom Erlass „Die Arbeit in der Grundschule“ abweichende Nutzung der Kontingentstundentafel ist nicht vorgesehen. Die angegebene Anzahl der Stunden bezieht sich auf die Schuljahrgänge 1-4. Dabei muss sichergestellt werden, dass jeweils bis zum Ende des 2. und 4. Schuljahrgangs die in den Kerncurricula vorgegebenen Kompetenzen erworben werden können. Im kommenden Schuljahr ist es coronabedingt möglich, dass auch im 2. und 4. Schuljahr, basierend auf den bereits erteilten Stunden des 1. und 3. Schuljahrganges im Schuljahr 2019/2020, damit gearbeitet werden kann, um den vorgegebenen Kompetenzerwerb sicherzustellen.

Acht Konzeptstunden stehen bei Nutzung der Kontingentstundentafel zur Schwerpunktsetzung der Schule zur Verfügung. Beispielsweise könnten diese zum Ausgleich von während der Coronakrise entstandenen Lerndefiziten zur Leseförderung (Stärkung der Basiskompetenzen) aller Schülerinnen und Schüler dienen.

Bedingung für die Nutzung der Kontingentstundentafel ist ab 01.08.2020 der Beschluss des Schulvorstands und Erörterung im Schulelternrat.



Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf

Gilt der Leitfaden Schule in Corona-Zeiten 2.0 auch für die Förderschulen?

Ja, der Leitfaden Schule in Corona-Zeiten 2.0 gilt für alle allgemein bildenden Schulen und damit auch für Förderschulen.


Können alle Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung nach den Sommerferien am Unterricht teilnehmen?

Ja, seit Juli 2020 können alle Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf am Präsenzunterricht teilnehmen, unabhängig davon, ob sie eine Förder- oder eine inklusive Schule besuchen.

Es war dem Niedersächsischen Kultusministerium ein besonderes Anliegen, Veränderungen zu den Abstandregeln im Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, die die Abstandsregeln nicht einhalten können, im Rahmen-Hygieneplan Corona festzuschreiben. In diesem wird ausdrücklich auf die Unterschreitung des Mindestabstandes hingewiesen und es werden entsprechende Situationen exemplarisch benannt.

Können Schulbegleitungen Schülerinnen und Schüler in der Schule weiterhin unterstützen?

Ja, der Rechtsanspruch der Schülerinnen und Schüler auf eine Schulbegleitung besteht weiterhin, so dass diese durch ihre Schulbegleitung sowohl in der Schule als auch beim Lernen zu Hause unterstützt werden können. Die Schülerin bzw. der Schüler und die Schulbegleitung sind hierbei als eine Einheit aus zwei Personen (Tandem) anzusehen, die untereinander, soweit dies in dem Unterstützungsbedarf des Kindes begründet ist, von der Abstandspflicht befreit sind.

Müssen Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, dort wo der Mindestabstand von 1,50 m in der Schule nicht eingehalten werden kann, eine Maske tragen?

Nein. Personen, für die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung, zum Beispiel einer schweren Herz- oder Lungenerkrankung, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist und die dies glaubhaft machen können, sind von der Verpflichtung ausgenommen.



Umgang mit Lerndefiziten

Welchen Vorteil bietet die Nutzung der Kontingentstundentafel?

Die Kontingentstundentafel befindet sich in der Anlage 2 des Erlasses „Die Arbeit in der Grundschule“. Eine Gesamtzahl der Stunden pro Fach verteilt über die Schuljahrgänge 1-4 wird dort festgelegt. Über die Verteilung der Stunden entscheidet die Schule nach Erörterung mit dem Schulelternrat und in Verbindung mit einem Beschluss des Schulvorstands (ggf. muss der Beschluss rückwirkend eingeholt werden). Die entstehenden sogenannten „Konzeptstunden“ können in der Folge genutzt werden, um die Basiskompetenzen in den Fächern Mathematik und Deutsch zu stärken oder fächerübergreifend bzw. projektorientiert zu arbeiten und somit Lerndefiziten entgegenzuwirken.

Ist zum Schutz der Prüflinge schon jetzt an eine Verschiebung der Abschlussarbeiten und des Abiturs im Jahr 2021 gedacht?

Die Terminierung der Abschlussarbeiten sowie der Abiturprüfungen ist von vielen Faktoren abhängig. Zuvorderst ist auf der Ebene der KMK eine länderübergreifende Abstimmung für die Abiturtermine der Prüfungsfächer mit bundeseinheitlichen Aufgabenstellungen für das Prüfungsjahr 2021 bereits erfolgt. Das Prüfungsfach Englisch wird länderübergreifend am 23.04.2021 geschrieben, Französisch am 28.04., Deutsch am 30.04. und Mathematik am 04.05. Eine Verschiebung dieser Termine würde den Ausstieg aus dem länderübergreifenden Abitur und aus den Vereinbarungen der KMK bedeuten.

Ein strafferer Terminplan wie in anderen Bundesländern ist aufgrund des breiten Anwahlspektrums von Fächern und der damit verbundenen Anzahl von Prüfungsterminen in Niedersachsen nicht möglich. Eine Verschiebung würde darüber hinaus einerseits eine kürzere Bewerbungsfrist für die Prüflinge bedeuten, andererseits eine verkürzte Korrekturzeit für Lehrkräfte und damit weder Prüflinge noch Lehrkräfte entlasten.

Werden durch die Änderungen der thematischen Hinweise zum Abitur die niedersächsischen Kerncurricula geändert?

Konkrete Anpassungen von Kerncurricula aller Fächer, Doppeljahrgänge und Schulformen wären eine zu weitreichende Änderung. Die KC sollen grundsätzlich nicht in Frage gestellt werden, um einzelne Kompetenzen nicht zu bewerten. Vielmehr sollen durch Unterrichtsausfälle verursachte Defizite bezüglich grundlegender Kompetenzen in den Kernfächern Mathematik, Fremdsprachen sowie Deutsch über den Zeitraum des Schuljahrs 2020/2021 ggf. nachgearbeitet und gesichert werden. Bei der Sicherung dieser Grundlagen gilt es, eine besondere Sorgfalt walten zu lassen. Grundlegende Kompetenzen, die in höheren Jahrgängen wieder aufgegriffen werden, sind besonders zu berücksichtigen.

Bringen die Änderungen der thematischen Hinweise eine Vereinfachung der Abschlussarbeiten und Abiturprüfungen mit sich?

Nein, denn eine Konkretisierung von Inhalten ist nicht gleichbedeutend mit einer Vereinfachung der Abschlussarbeiten und Abiturprüfungen. Es werden Kompetenzen abgeprüft, die über einen längeren Zeitraum vermittelt wurden. Die Anforderungen ergeben sich auch aus der Art der Aufgabenstellungen sowie der Komplexität des Materials.

Schulveranstaltungen und Schulfahrten

Dürfen Elternabende und ähnliche Veranstaltungen im Szenario A durchgeführt werden?

Besprechungen und Konferenzen der schulischen Gremien sind zulässig, sollen jedoch auf das notwendige Maß begrenzt werden. Dabei ist auf die Einhaltung des Mindestabstandes zu achten.

Gibt es spezielle Corona-Regelungen für die Einschulungsfeiern zu Beginn des kommenden Schuljahrs?

Grundlage für die Durchführung von Schulveranstaltungen und Schulfahrten ist der jeweils aktuelle Stand der „Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus“ sowie der gültige Rahmen-Hygieneplan. Die hier beschriebenen Regelungen und Vorgaben sind unbedingt zu beachten und einzuhalten.


Praktika

Können Schülerbetriebspraktika und die bei der Koordinierungsstelle Berufsorientierung gebuchten Module im Schuljahr 2020/21 durchgeführt werden?

Die Schulen entscheiden in ihrer Eigenverantwortlichkeit und vor dem Hintergrund der jeweils aktuellen Infektionszahlen einer Region sowohl über die Durchführung des Betriebspraktikums als auch über die Nutzung der bei der Koordinierungsstelle Berufsorientierung gebuchten Module für die berufliche Orientierung (BO). Dabei können sie die Beratung und Unterstützung der NLSchB in Anspruch nehmen.

Die durchführenden Bildungsträger werden durch die Schulleitungen auf die Einhaltung der jeweils geltenden Hygiene-Bestimmungen bei der Durchführung von KoBo-Modulen hingewiesen.

Ganztagsbetrieb

Findet die Ganztagsbetreuung nach den Sommerferien in den Grundschulen statt?

Das ist abhängig von der Entscheidung, welches Szenario zu Schuljahresbeginn zum Tragen kommt (vgl. Leitfaden „Schule in Corona-Zeiten 2.0). Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Schulen weitgehend normal in das neue Schuljahr starten können.

Im Rahmen der verlässlichen Grundschule bieten wir ein Betreuungsangebot für die ersten und zweiten Klassen an. Können wir sie so wie im Ganztag gemeinsam als zwei Kohorten (also eine Kohorte aus zwei Schuljahrgängen) betreuen?

Ja, das Kohortenprinzip im Ganztag umfasst maximal zwei Schuljahrgänge (vgl. Leitfaden, Pkt. 7 Ganztagsbetrieb). Die Zusammensetzung der Gruppen ist zu dokumentieren.

Wenn im Ganztagsbetrieb auf zwei Jahrgänge erweitert wird, sollte es sich dabei immer um die gleichen Jahrgänge handeln (1./2. und 3./4.) oder dürfen für bestimmte Phasen auch zwei andere Jahrgänge gemischt werden?

Nein, der Mindestabstand wird zugunsten von festen Gruppen aufgegeben. Zum Schutz von Schülerinnen und Schülern ist das Kohortenprinzip der Doppeljahrgänge im Ganztag durchgängig beizubehalten. Die Zusammensetzung der Gruppen ist zu dokumentieren (vgl. Leitfaden, Pkt. 7 Ganztagsbetrieb).

Verpflegung

Können die Schul-Kioske wieder geöffnet werden, sofern Szenario A eintritt?

Im Rahmen des Szenario A können Schulkioske unter Einhaltung der Abstandregelungen und der jeweils aktuell geltenden Hygienevorschriften den Verkauf durchführen. Hierbei gelten üblicherweise die Regelungen analog zum Außerhausverkauf.


Lernen zu Hause


Werden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler im häuslichen Lernen bewertet?

Die Leistungen des häuslichen Lernens werden bewertet. Das im häuslichen Lernen erworbene Wissen kann im Präsenzunterricht grundsätzlich durch Klassenarbeiten, Tests, Lernzielkontrollen oder mündliche Abfragen überprüft werden. Auf eine Leistungsüberprüfung direkt nach dem Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht ist jedoch zu verzichten.

Sind Veränderungen hinsichtlich der Gewichtung der schriftlichen und mündlichen Leistungen im Falle eines höheren Anteils von häuslichem Lernen vorgesehen?

Die Festsetzung der Anzahl der schriftlichen Lernkontrollen und ihre Gewichtung im Verhältnis zu mündlichen und anderen fachspezifischen Leistungen gehört zu den Aufgaben der jeweiligen Fachkonferenz (§ 35 Abs. 1 NSchG). Die Anzahl der bewerteten schriftlichen Arbeiten ist in den Grundsatzerlassen der jeweiligen Schulform bzw. in den Kerncurricula der Fächer für die Grundschule festgelegt. Die Gewichtung der mündlichen und fachspezifischen Leistung im Verhältnis zu den schriftlichen Lernkontrollen ist in den Kerncurricula der Fächer festgelegt.

Bei einer Reduzierung des Präsenzunterrichts kann sowohl die Anzahl der schriftlichen Lernkontrollen als auch die oben angegebene Gewichtung von der Fachkonferenz angepasst werden. Die Anzahl von einer schriftlichen Lernkontrolle pro Schulhalbjahr und Fach darf nicht unterschritten werden; die Gewichtung der schriftlichen Leistungen soll den Anteil von 30 Prozent der Gesamtnote nicht unterschreiten.

Welche Maßnahmen werden getroffen, um Lehrkräfte für das Unterrichten im häuslichen Arbeiten zu professionalisieren?

Derzeit werden zusätzlich zu den bereits vorhandenen Angeboten im NLQ Fortbildungsangebote zum digitalen und häuslichen Lernen entwickelt. Bei dieser Entwicklung werden die verschiedenen denkbaren Szenarien berücksichtigt. Auch in den Sommerferien sollen entsprechende Veranstaltungen angeboten werden. Die Niedersächsische Bildungscloud bietet dafür eine geeignete Unterstützung.







Schule Corona 2.0: Leitfäden als pdf-Download

Zum Schulstart 2020/21 hat das Kultusministerium konkrete Leitfäden herausgegeben. Sie können hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.

 Anlage Distanzunterricht an BBS - Tabelle_Lernsituationen
(PDF)

 HandlungsempfehlungenDistanzunterrichtanBBS
(PDF)

 Leitfaden berufsbild. Schulen Start 20/21
(PDF)

 Leitfaden allg.bild. Schulen - Start 20/21
(PDF)

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Ulrich Schubert

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