Nds. Kultusministerium Niedersachen klar Logo

FAQ - Impfen und Testen

In Niedersachsen gibt es seit 12. April für alle Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und sonstige Beschäftige eine Testpflicht mit Blick auf Covid-19.
Außerdem können die Lehrkräfte und das weitere Personal in Schulen geimpft werden. Hier gibt es weitere infos zu den Verfahren.
Die Presseinformation "Impfangebote für Beschäftigte aller Schulformen ab Mai" finden Sie hier

Die FAQs und den Film zur Anwendung der Selbsttests finden Sie weiter unten auf der Seite.


Allgemeine Informationen:

Neben der Anwendung der AHA+L-Regeln, der Bereitstellung von FFP2- und OP-Masken für Lehrkräfte sowie dem Investitionsprogramm zur sächlichen Ausstattung als bisherige Maßnahmen des Infektionsschutzes wird nun ein weiterer Baustein in der Prävention einer Corona-Infektion durch die verpflichtende Anwendung von Corona-Laientests zu Hause realisiert.

Dazu wurden die niedersächsischen Schulen mit Corona-Laientests, die durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen und auf der Website www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests gelistet sind zentral ausgestattet. Vor dem Hintergrund der zentralen Beschaffung sowie der unterschiedlichen Verfügbarkeit haben Schulen z. T. unterschiedliche Produkte erhalten.

Corona-Laientests können von der Testperson selbstständig und ohne medizinische Fachkenntnisse, jedoch streng nach der Anleitung des Herstellers durchgeführt werden. So können im Idealfall Personen, die sich bereits mit dem Corona-Virus infiziert haben und noch keine typischen Symptome zeigen, durch einen positiven Laientest frühzeitig erkannt werden.

Die verpflichtende Selbsttestung zu Hause, also vor Antritt des Schulweges, stellt sicher, dass auf dem Schulweg und in der Schule das Risiko einer Ansteckung mit Sars-COV-2 weiter reduziert wird.

Die im rechten grauen Kasten verfügbaren Briefe von Kultusminister Tonne wie auch die Dateien Testpflicht Elterninfo und Testpflicht Elterninfo einfach (download) enthalten alle Informationen, die Sie als Erziehungsberechtigte zum Thema „verpflichtendes Testen zu Hause“ benötigen.

FAQs zu den Testungen


Testung Lehrkräfte

Müssen die Lehrkräfte zu jedem Testtag den Nachweis eines negativen Testergebnisses erbringen?

Nein, das ist nicht erforderlich. Die Rundverfügung 15/2021 vom 09.04.2021 der RLSB sieht vor, dass Lehrkräfte den Nachweis gegenüber der Schulleitung oder einer von ihr benannten Person zu erbringen haben. Dieser Nachweis muss nicht tagtäglich erbracht werden, sondern kann auch im Sinne einer pragmatischen Lösung „gesammelt“ – z.B. im 14-Tage-Rhythmus - erfolgen. Der Nachweis kann auch so geführt werden, dass die Lehrkräfte zu Beginn der Testungen durch Unterschriftsleistung erklären, dass sie sich an den Testtagen testen und die Schule nur bei negativem Testergebnis betreten, andernfalls die Schulleitung unmittelbar über das positive Testergebnis informieren und einen PCR-Test zur Bestätigung durchführen.


Testung Schülerinnen und Schüler

Antigentests spiegeln nur eine Momentaufnahme wieder, die nach allgemeinen medizinischen Standards nur eine mehrstündige Gültigkeit (i. d. R. 6 Stunden) aufweisen. Warum werden diese für Schülerinnen und Schüler zugelassen?

Ein Corona-Test ist immer nur eine Momentaufnahme und die zweimalige Testung pro Woche bietet keinen absoluten Schutz vor einer Weiterverbreitung des Virus. Neben den Regelungen wie Präsenzunterricht im Wechselmodell in reduzierter Klassenstärke, Lüften nach dem Lüftungskonzept 20-5-20, Mund-Nasen-Schutz, allgemeine Hygiene- und Abstandsregeln wird durch die Verpflichtung von zwei Selbsttests pro Woche das Schutzniveau an den Schulen aber noch einmal signifikant erhöht. Die anderen Schutzmaßnahmen dürfen auch bei regelmäßigen Testungen nicht wegfallen.

Berufstätigen Eltern, die im Schichtdienst arbeiten, ist es nur eingeschränkt möglich, morgens vor Schulbeginn eine Bestätigung zu unterzeichnen. Sie möchten daher die Tests bereits am Vortag durchführen. Ist das möglich?

Wenn im Ausnahmefall (!) der Selbsttest nicht morgens vor Unterrichtsbeginn durchgeführt werden kann, kann auch am Vorabend der Test durchgeführt werden.

Was passiert, wenn das Testergebnis am Morgen vor Unterrichtsbeginn ein negatives Ergebnis aufweist, nachträglich aber bei Abgabe des Testkits in der Schule ein positives Ergebnis angezeigt wird (laut Herstellerangaben nicht ausgeschlossen)?

Wenn sich das Testergebnis nachträglich geändert hat, kann in der Schule nachgetestet werden. Das Einsammeln der Testkits in der Schule dient jedoch nicht der Kontrolle des Testergebnisses, sondern kann als Nachweis dafür genutzt werden, dass überhaupt eine Testung durchgeführt wurde.

Dürfen Eltern für ihre Kinder auch einen selbst beschafften Lolly- oder Spucktest verwenden?

Ja, der Test muss allerdings auf der durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen und auf der Website https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html gelistet sein.

Hat ein Positiv-Ergebnis bei einem Laienselbsttest Einfluss auf den Inzidenzwert der Kommune?

Nein. Für die Inzidenzwerte zählen nur bestätigte PCR-Tests.

Wie ist mit Testungen vor Klausuren und Klassenarbeiten umzugehen?

Die Ablegung von schriftlichen Arbeiten, Abschluss- und Abiturarbeiten ist von der Nachweispflicht eines negativen Testes ausgenommen. Schülerinnen und Schüler, die der Nachweispflicht nicht nachkommen, haben nach Beendigung der schriftlichen Arbeit das Schulgelände wieder zu verlassen.

Wie ist die „Clusterstrategie“ bei einem Positiv-Ergebnis einer Schülerin oder eines Schülers?

Wenn ein Positiv-Ergebnis einer Schülerin oder eines Schülers bekannt wird, müssen die Mitschülerinnen und Mitschüler vor Unterrichtsbeginn einen tagesaktuellen Selbsttest vorweisen, der ggfs. auch in der Schule erfolgen kann. Wenn das Positiv-Ergebnis erst an dem Morgen des Unterrichtstages bekannt wird, reicht der vorgenommene Selbsttest zu Hause.


Grundschule und Hort

Grundschule und Hort nutzen ein Gebäude. Was gilt in diesem Fall?

Wenn der Hort für die Schule außerunterrichtliche Angebote (z.B. Betreuungsangebote) durchführt, reicht ein Laienselbsttest der Beschäftigten des Hortes zweimal pro Woche aus.

Wenn dagegen Hort und Schule zwar in einem Gebäude untergebracht, aber voneinander getrennt agieren, dann fällt der Bereich des Hortes nicht in die Verantwortung der Schule. Dann gilt für den Hort der Rahmenhygieneplan Corona-Kinderbetreuung (auch Laienselbsttest zweimal pro Woche) und es ist durch die Schule nur darauf zu achten, dass sich die Gruppen und Personal nicht vermischen.

Darf der benachbarte Hort/die benachbarte Kita den Schulhof nutzen, wenn keine Schulpause ist?

Ja, in diesem Fall ist sicherzustellen, dass eine Durchmischung der Kita/Hort-Gruppen mit den Schülerinnen und Schülern unterbleibt. Dies wäre der Fall, wenn durch präzise Abstimmung zwischen Hort/Kita und Schule eine ausschließlich abwechselnde Nutzung des Außenbereichs gewährleistet ist.



Hier finden Sie weitere FAQs zu

Testung sonstige Personen (Handwerker, Reinigungsdienst, Eltern, Fahrpersonal)

und zu

Testung „schulisches Personal“



Soweit in den verfügbaren FAQ`s keine Antwort auf offene Fragen von Ihnen gefunden wurden, können Sie sich gern auch telefonisch an die Servicestelle des für Sie zuständigen Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung (RLSB) wenden.

RLSB Braunschweig
Telefon: 0531 - 484-3333
E-Mail: service@rlsb-bs.niedersachsen.de

RLSB Hannover
Telefon: 0511-106-6000
E-Mail: service@rlsb-h.niedersachsen.de

RLSB Lüneburg
Telefon: 04131-15-2222
E-Mail: service@rlsb-lg.niedersachsen.de

RLSB Osnabrück
Telefon: 0541 77046-444
E-Mail: service@rlsb-os.niedersachsen.de

Erreichbarkeit der Servicestellen: montags bis donnerstags 7:30 - 16:00 Uhr freitags 7:30 - 13:00 Uhr



In diesem Film sehen Sie, wie die Corona-Selbsttests anzuwenden sind.

Weiterführende Informationen zu Testungen

Artikel-Informationen

erstellt am:
17.03.2021
zuletzt aktualisiert am:
16.04.2021

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln