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FAQ Corona - Maßnahmen der Beruflichen Orientierung (Schülerbetriebspraktika etc.)

FAQ Corona 08


Können Schülerbetriebspraktika im Schuljahr 2020/21 durchgeführt werden?

Die Durchführung von Schülerbetriebspraktika für Schülerinnen und Schüler an allgemein bildenden Schulen ist aufgrund der COVID-19-Pandemie bis zu den Osterferien 2021 untersagt. Eine Verlegung der Schülerbetriebspraktika auf einen Zeitpunkt nach den Osterferien 2021 wird durch die BO-Beraterinnen und Berater der RLSB koordiniert. Abweichend davon werden die Schülerbetriebspraktika im Jg. 11 der allgemein bildenden Gymnasien und Gesamtschulen bis zu den Sommerferien 2021 untersagt. Sollte eine Verbesserung der Infektionslage eintreten, wird über eine etwaige vorzeitige Durchführung neu entschieden.


Können die KoBo-Module oder andere BO-Maßnahmen mit außerschulischen Partnern im Schuljahr 2020/2021 durchgeführt werden?

Die Durchführung der KoBo-Module oder andere BO-Maßnahmen mit außerschulischen Partnern sind aufgrund der COVID-19-Pandemie bis zu den Osterferien 2021 untersagt. Abweichend hiervon ausgenommen sind die Tätigkeiten der Berufs- und Rehabilitations-Beraterinnen und -Berater der Agentur für Arbeit. Die Zusammenarbeit mit den Berufs- und Rehabilitations-Beraterinnen und –Beratern der Agentur für Arbeit ist den Gegebenheiten vor Ort anzupassen. Ggf. sind die digitalen Angebote der Agentur für Arbeit zu nutzen.

Kann die Zusammenarbeit zwischen den allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen im Rahmen der Beruflichen Orientierung fortgesetzt werden?

Die Maßnahmen der Beruflichen Orientierung zwischen den allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen, die außerhalb des Regel- bzw. Pflichtunterrichts stattfinden, sind bis zu den Osterferien 2021 untersagt. Die Zusammenarbeit im Rahmen des Regel- bzw. Pflichtunterrichts ist den Gegebenheiten vor Ort anzupassen und ggf. auf eine Kooperation zwischen den Lehrkräften im Unterricht zu beschränken. Der Pflichtunterricht im Profil bzw. Fach Technik, Wirtschaft und Gesundheit/Soziales ist in geeigneter Weise durchzuführen.

Werden die ausgefallenen Maßnahmen der Beruflichen Orientierung ersatzlos gestrichen?

Die Schulen haben für die ausgefallenen Veranstaltungen und Praxistage in angemessenem Umfang Ersatzmaßnahmen, z. B. virtuelle Formate oder die Kompetenzfeststellungsverfahren PROFIL AC oder 2P, der Beruflichen Orientierung durchzuführen. Hierzu können vorzugsweise Projekttage angesetzt werden. Die Beraterinnen und Berater der Beruflichen Orientierung der RLSB stehen hierzu als Ansprechpartnerinnen und -partner zur Verfügung.


Muss ein Praktikum in sozialpagogischen Ausbildungen durchgeführt werden?

Die praktische Ausbildung ist in den Ausbildungen der Berufsfachschule Sozialpädagogik, der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistentin/Sozialpädagogischer Assistent und der Fachschule Sozialpädagogik für den Erwerb beruflicher Handlungskompetenz wesentlicher Bestandteil der Ausbildung und wird in allen Szenarien grundsätzlich durchgeführt.

Die nach BbS-VO / EB-BbS Nr. 2.11, 2.12, 2.13, 2.14 vorgesehenen Praktika können in definierten Einrichtungen durchgeführt werden.

Für die Bedingungen der Durchführung der Praktika haben die Schulen umfangreiche Hinweise erhalten. Es soll so viel Kontaktvermeidung wie möglich erfolgen und danach sollen die Schulen ihre Vorgaben für die einzelnen Schulformen ausrichten. Gleichzeitig unterliegt die Arbeitswelt dem Lockdown bisher nicht.

Die Schulen werden dahingehend beraten, die Praxis in einem Blockmodell ins zweite Halbjahr zu verschieben. Für Klassen, die sich im ersten Ausbildungsjahr befinden, besteht weiterhin die Möglichkeit, Praxisstunden in das zweite Ausbildungsjahr zu verlagern und Unterrichtsinhalte vorzuziehen.

Weiterhin wird den Schulen die Entscheidungsfreiheit gegeben zu beurteilen, ob die notwendigen Kompetenzen in der praktischen Ausbildung erreicht wurden und als abgeleistet gelten können.

Entsprechend der aktuellen Änderung der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (CoronaImpfV) wurde der Personenkreis, der mit hoher Priorität Anspruch auf Schutzimpfung hat (Priorität 2), erweitert und um das in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege sowie in Grund- und Förderschulen tätige Personal ergänzt. Im Einzelnen handelt es sich dabei um Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und als Lehrkräfte und Beschäftigte in Grundschulen und Förderschulen tätig sind. Die Regelung umfasst dabei alle Personen auch Studierende, Praktikanten, Schulbegleitungen, Integration- oder Teilhabeassistenz und sonstige ehrenamtliche oder hauptamtliche Kräfte auch von anderen Einstellungsträgern sofern sie im Kinderbetreuungs- oder schulischen Betrieb eingesetzt werden und Kontakt zu Kindern haben könnten. Die Impfzentren kontaktieren die Einrichtungen, die Impfung erfolgt über mobile Impfteams. Die Einrichtungen, in denen die Schülerinnen und Schüler tätig sind, sollten daher die Auszubildenden in die Liste für die Impfzentren aufnehmen.


Muss ein Praktikum in Pflegeeinrichtungen / Krankenhäusern / Praxen durchgeführt werden?

Praktika sind in den Ausbildungen der Gesundheitsfachberufe, der Heilerziehungspflege und der BFS Pflegeassistenz für den Erwerb beruflicher Handlungskompetenz wesentlicher Bestandteil der Ausbildung und werden in allen Szenarien grundsätzlich durchgeführt.

Gesetzlich vorgegebene Wechsel von Einrichtungen / Betrieben sind durchzuführen, soweit keine Anordnung des zuständigen Gesundheitamtes auf Grundlage der Niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in der jeweils gültigen Fassung dagegen spricht (unabhängig der für die Beschulung geltenden Szenarien A – C). Kann ein Wechsel des Betriebs bzw. der Einrichtung nicht durchgeführt werden, weil Schülerinnen und Schüler dies aufgrund Covid 19-spezifischer Risiken ablehnen oder nicht ausreichend Praktikumsstellen in Betrieben / Einrichtungen zur Verfügung stehen, müssen diese nachgeholt werden.

Soweit die BbS-VO / EB-BbS Praktika (nach Nr. 2.11, 2.12, 2.13 EB-BbS) vorsehen, können diese in einer definierten Einrichtung / einem definierten Betrieb durchgeführt werden. Bei minderjährigen Schülerinnen und Schülern muss die Einwilligung der Sorgeberechtigten vorliegen. Soweit es den Schülerinnen und Schülern aufgrund einer Anordnung des zuständigen Gesundheitsamtes, welche auf Grundlage der Niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in der jeweils gültigen Fassung erfolgt ist, nicht möglich ist ihr Praktikum aufgrund der Schließung eines Betriebs / einer Einrichtung durchzuführen und auch kein Praktikum in einem anderen Betrieb / einer anderen Einrichtung möglich ist, gelten die Praktikumszeiten als erfüllt und müssen nicht nachgeholt werden.

Müssen Auszubildende mit einem Ausbildungsvertrag in einem Gesundheitsfachberuf die praktische Ausbildung in ihrem Ausbildungsbetrieb durchführen?

Sofern für die Ausbildung ein vergüteter Ausbildungsvertrag mit einem Träger einer Einrichtung geschlossen wurde (in der Regel Ausbildungen nach dem Altenpflege- / Krankenpflegegesetz, Pflegeberufegesetz, in Einzelfällen der Heilerziehungspflege), werden Auszubildende in allen Szenarien in der jeweiligen Einrichtung ausgebildet, sofern kein schulischer Unterricht in Präsenz / Distanz oder im Wechselunterricht vorgesehen ist. Können gesetzlich vorgesehene Wechsel der Einrichtungen in der praktischen Ausbildung nicht durchgeführt werden, verbleiben die Auszubildenden in der Einrichtung, mit deren Träger der Ausbildungsvertrag geschlossen wurde.

Wie kann die Ableistung des Praktikums in Klasse 11 der FOS erfolgen?

Sollten aufgrund des Lockdowns seit November weniger Praxiszeiten erworben werden oder das Praktikum gänzlich unmöglich sein, sind Schülerinnen und Schüler gehalten einen Alternativplatz für die Übergangszeit zu finden. Sollte kein anderer Praktikumsbetrieb in der Fachrichtung gefunden werden, sollen mit dem Praktikumsbetrieb Möglichkeiten ausgelotet werden, vielleicht Aufgaben von Zuhause aus zu bewerkstelligen. Praktikumsausfälle, die von Schülerinnen und Schüler nicht selbst verschuldet sind, müssen auch nicht von ihnen verantwortet werden.

Weiterhin wird den Schulen die Entscheidungsfreiheit gegeben zu beurteilen, ob die notwendigen Kompetenzen im Praktikum erreicht wurden und als abgeleistet gelten können.


Mit Erlass vom 22.12.2020 (Az.: 41-83212-12/20) wurden umfangreiche Regelungen zur Durchführung von Praktika in den einzelnen Bildungsgängen der berufsbildenden Schulen getroffen. Gelten diese auch für Schülerinnen und Schüler, die nach § 69 Abs. 4 NSchG aufgrund ihres besonderen Bedarfes an sozialpädagogischer Hilfe ihre Schulpflicht an einer Jugendwerkstatt oder einer anderen Einrichtung erfüllen, die mit Praxiszeiten verbunden sind?

Nein, denn die Regelungen des Erlasses gelten für Schüler*innen, die in einem Berufsausbildungsverhältnis stehen, das durch coronabedingte Einschränkungen nicht beeinträchtigt werden soll. Schülerinnen und Schüler, die unter § 69 Abs. 4 NSchG fallen, gehören nicht dazu, da diese nicht in einem Berufsausbildungsverhältnis stehen und durch die Erfüllung ihrer Schulpflicht in einer anderen Einrichtung nicht mit Mitschülerinnen und Mitschülern im Rahmen des Unterrichtes an BBS und Kontakt kommen.



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