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FAQ Corona - Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf

FAQ Corona 05


Welche Regelungen gelten für Förderschulen?

An Förderschulen im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung einschließlich der Tagesbildungsstätten werden die Schülerinnen und Schüler aller Schuljahrgänge im Szenario B im Wechselunterricht unterrichtet.
Ebenso werden die Schuljahrgänge des Primarbereichs sowie die Abschlussjahrgänge 9 und 10 an allen Förderschulen im Szenario B unterrichtet.

Die Schuljahrgänge 5 bis 8 befinden sich im Szenario C und werden im Distanzlernen unterrichtet.


Gibt es eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung?

Ja, das Niedersächsische Kultusministerium hat im Leitfaden "Schule in Corona-Zeiten - UPDATE" vom 12.11.2020 (S. 18 f.) die Notbetreuung ausführlich geregelt.

Auch für Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung ist sowohl im Szenario B als auch im Szenario C eine Notbetreuung einzurichten. Es gilt weiterhin, dass diese Notbetreuung in der Regel für die Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 1-6 zu installieren ist. Zudem können Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung sowie in Härtefällen auch aus höheren Jahrgängen an der Notbetreuung teilnehmen.


Gilt der Leitfaden Schule in Corona-Zeiten 4.0 UPDATE auch für die Förderschulen?

Ja, der Leitfaden Schule in Corona-Zeiten UPDATE gilt für alle allgemein bildenden Schulen und damit auch für Förderschulen.


Können alle Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung am Präsenzunterricht teilnehmen?

Grundsätzlich gilt, dass aufgrund der Gleichberechtigung und der Teilhabegerechtigkeit alle Schülerinnen und Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen. Regelungen zur Nicht-Teilnahme am Präsenzunterricht gibt es lediglich hinsichtlich der Frage nach Vulnerabilität einer Schülerin/eines Schülers bzw. deren oder dessen Angehörigen.


Können Schulbegleitungen Schülerinnen und Schüler in der Schule weiterhin unterstützen?

Ja, der Rechtsanspruch der Schülerinnen und Schüler auf eine Schulbegleitung besteht weiterhin, so dass diese durch ihre Schulbegleitung sowohl in der Schule als auch beim Distanzlernen unterstützt werden können. Die Schülerin bzw. der Schüler und die Schulbegleitung sind hierbei als eine Einheit aus zwei Personen (Tandem) anzusehen, die untereinander, soweit dies in dem Unterstützungsbedarf des Kindes begründet ist, von der Abstandspflicht befreit sind. Die Schulbegleitungen werden für die Anzahl der Personen in einem Raum mitgezählt.


Muss der Mindestabstand von 1,50 m im Umgang mit Schülerinnen und Schülern in allen Situationen eingehalten werden?

Bei der Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung ist eine Unterschreitung des Mindestabstandes in bestimmten Situationen zulässig. Dies wird in Kap. 16 des Rahmenhygieneplans Corona – Schule 4.2 sehr genau beschrieben.


Wann sind Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf von der Maskenpflicht befreit bzw. zu befreien?

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung, zum Beispiel einer schweren Herz-oder Lungenerkrankung, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist.

Bei Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung ist jeweils individuell zu betrachten, ob das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht zumutbar ist. Dies gilt auch für Bereiche, wie Flure, Treppenhäuser und ähnliches.

Insbesondere bei Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung ist eine Maskenpflicht in vielen Fällen nicht zumutbar. Auch in anderen Förderschwerpunkten kann es zu einer entsprechenden Bewertung kommen. Hier sollte eine individuelle Entscheidung mit den zuständigen Förderschullehrkräften getroffen werden, ggf. kann auch der Fachbereich IB der RLSB oder das zuständige RZI unterstützend hinzugezogen werden.


Welcher Nachweis ist bei Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung zu erbringen, damit diese von der Maskenpflicht befreit werden?

Zwar weist der Bescheid der Schulbehörde zur Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs nicht ausdrücklich darauf hin, dass es dieser Person nicht zuzumuten ist, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Er wird aber als vergleichbare amtliche Bescheinigung angesehen, insofern bedarf es keiner weiteren ärztlichen Bescheinigung.


Darf die Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht kurzzeitig abgenommen werden?

Die Mund-Nasen-Bedeckung kann im Unterricht kurzzeitig von einzelnen Personen abgenommen werden, wenn dies zwingend für die Unterrichtsziele erforderlich ist, z. B. im Sprachunterricht oder im Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung. Dies gilt für verschiedene Förderschwerpunkte und wird in der folgenden Frage beispielhaft für den Förderschwerpunkt Hören dargestellt.


Wie können schwerhörige oder gehörlose Schülerinnen und Schüler mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern kommunizieren, wenn im Unterricht die Maskenpflicht gilt?

Der Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung stellt in der jetzigen Situation alle Beteiligten – unabhängig von der Schulform und sowohl beim Unterricht in der Schule als auch beim Lernen zu Hause – vor ganz besondere Herausforderungen. Gleichberechtigung, Teilhabegerechtigkeit und Inklusion sind Werte, denen wir (auch und gerade) während der Corona-Pandemie besondere Aufmerksamkeit widmen müssen.

Deshalb haben wir einen Ausnahmetatbestand geschaffen, der es erlaubt, die Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht kurzzeitig abzunehmen, wenn dies zwingend für die Unterrichtsziele erforderlich ist.

Um mit anderen kommunizieren zu können, sind viele schwerhörige oder gehörlose Schülerinnen und Schüler darauf angewiesen, die Lippenbewegungen ihres Gegenübers sehen zu können. Insofern können – unabhängig von der Schulform – alle Schülerinnen und Schüler bei der Kommunikation mit schwerhörigen oder gehörlosen Schülerinnen oder Schülern die Mund-Nasen-Bedeckung kurzzeitig beim Sprechen abnehmen. Auf diese Weise wird das Ablesen von den Lippen ermöglicht. Dasselbe gilt auch für die Lehrkräfte.

Das Abstandsgebot sollte in diesen Situationen in besonderer Weise Berücksichtigung finden. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass im Hygieneplan Corona-Schule festgeschrieben ist, dass im Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung die Unterschreitung des Mindestabstands in bestimmten Situationen erforderlich und zulässig ist


Mit Erlass vom 22.12.2020 (Az.: 41-83212-12/20) wurden umfangreiche Regelungen zur Durchführung von Praktika in den einzelnen Bildungsgängen der berufsbildenden Schulen getroffen. Gelten diese auch für Schülerinnen und Schüler, die nach § 69 Abs. 4 NSchG aufgrund ihres besonderen Bedarfes an sozialpädagogischer Hilfe ihre Schulpflicht an einer Jugendwerkstatt oder einer anderen Einrichtung erfüllen, die mit Praxiszeiten verbunden sind?

Nein, denn die Regelungen des Erlasses gelten für Schüler*innen, die in einem Berufsausbildungsverhältnis stehen, das durch coronabedingte Einschränkungen nicht beeinträchtigt werden soll. Schüler*innen, die unter § 69 Abs. 4 NSchG fallen, gehören nicht dazu, da diese nicht in einem Berufsausbildungsverhältnis stehen und durch die Erfüllung ihrer Schulpflicht in einer anderen Einrichtung nicht mit Mitschüler*innen im Rahmen des Unterrichtes an BBS und Kontakt kommen.


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1. Wo finden sich weitere Regelungen?

- in der jeweils geltenden Niedersächsische Corona-Verordnung

- in entsprechenden Rundverfügungen der Schulbehörde an die Schulen

- Rahmen-Hygieneplan Schulen 4.1 vom 26.11.20 final






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