Nds. Kultusministerium Niedersachen klar Logo

FAQ Corona - Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf

FAQ Corona 05


(aktualisiert am 24.11.2021)

Gelten für Förderschulen besondere Regelungen hinsichtlich des Schulbetriebs?

Nein. Auch für Förderschulen gilt, dass der Start nach den Sommerferien im eingeschränkten Regelbetrieb (Szenario A) nach dem sog. Kohortenprinzip beginnt. Ein automatischer Wechsel in den Wechselunterricht (Szenario B) ist nicht mehr vorgesehen, auch generelle Regelungen zur Untersagung des Schulbesuchs gibt es nicht mehr, es sind nur noch Einzelfallanordnungen möglich.


Gibt es eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung?

Ja, das Niedersächsische Kultusministerium hat im Leitfaden "Schule in Corona-Zeiten - UPDATE" vom 12.11.2020 (S. 18 f.) die Notbetreuung ausführlich geregelt.

Auch für Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung ist eine Notbetreuung einzurichten, wenn eine Einzelfallanordnung des örtlichen Gesundheitsamtes (teilweise oder vollständige Schließung) erfolgt. Es gilt weiterhin, dass diese Notbetreuung in der Regel für die Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 1-6 zu installieren ist. Zudem können Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung sowie in Härtefällen auch aus höheren Jahrgängen an der Notbetreuung teilnehmen.


Gilt der Leitfaden Schule in Corona-Zeiten 4.0 UPDATE auch für die Förderschulen?

Ja, der Leitfaden Schule in Corona-Zeiten UPDATE gilt für alle allgemein bildenden Schulen und damit auch für Förderschulen.


Können alle Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung am Präsenzunterricht teilnehmen?

Sofern an einer Schule Präsenzunterricht nach der Niedersächsischen Corona-Verordnung stattfindet, gilt grundsätzlich, dass aufgrund der Gleichberechtigung und der Teilhabegerechtigkeit alle Schülerinnen und Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen. Regelungen zur Nicht-Teilnahme am Präsenzunterricht gibt es hinsichtlich der Frage nach Vulnerabilität einer Schülerin oder eines Schülers bzw. deren oder dessen Angehörigen.


Können Schulbegleitungen Schülerinnen und Schüler in der Schule weiterhin unterstützen?

Ja, der Rechtsanspruch der Schülerinnen und Schüler auf eine Schulbegleitung besteht weiterhin, so dass diese durch ihre Schulbegleitung sowohl in der Schule als auch beim Distanzlernen unterstützt werden können.


Wann sind Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf von der Maskenpflicht befreit bzw. zu befreien?

Ab dem Schuljahr 2021/2022 gilt für die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge die Verpflichtung, eine Mund-Nase-Bedeckung bzw. ab 14 Jahre eine medizinische Maske zu tragen. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Schülerinnen und Schüler, für die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung, zum Beispiel einer schweren Herz- oder Lungenerkrankung, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung oder einer medizinischen Maske (ab 14 Jahre) nicht zumutbar ist.

Bei Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung ist jeweils individuell zu betrachten, ob das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung oder einer medizinischen Maske (ab 14 Jahre) im Unterricht zumutbar ist. Dies gilt auch für Bereiche, wie Flure, Treppenhäuser und ähnliches.

Insbesondere bei Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung ist eine Maskenpflicht in vielen Fällen nicht zumutbar. Auch in anderen Förderschwerpunkten kann es zu einer entsprechenden Bewertung kommen. Hier sollte eine individuelle Entscheidung mit den zuständigen Förderschullehrkräften getroffen werden, ggf. kann auch der Fachbereich IB der RLSB oder das zuständige RZI unterstützend hinzugezogen werden.



Welcher Nachweis ist bei Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung zu erbringen, damit diese von der Maskenpflicht befreit werden?

Zwar weist der Bescheid der Schulbehörde zur Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs nicht ausdrücklich darauf hin, dass es dieser Person nicht zuzumuten ist, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Er wird aber als vergleichbare amtliche Bescheinigung angesehen, insofern bedarf es keiner weiteren ärztlichen Bescheinigung.


Darf die Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht kurzzeitig abgenommen werden?

Die Mund-Nasen-Bedeckung kann im Unterricht kurzzeitig von einzelnen Personen abgenommen werden, wenn dies zwingend für die Unterrichtsziele erforderlich ist, z. B. im Sprachunterricht oder im Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung. Dies gilt für verschiedene Förderschwerpunkte und wird in der folgenden Frage beispielhaft für den Förderschwerpunkt Hören dargestellt.


Wie können schwerhörige oder gehörlose Schülerinnen und Schüler mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern kommunizieren, wenn im Unterricht die Maskenpflicht gilt?

Der Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung stellt in der jetzigen Situation alle Beteiligten – unabhängig von der besuchten Schulform – vor ganz besondere Herausforderungen. Gleichberechtigung, Teilhabegerechtigkeit und Inklusion sind Werte, denen wir (auch und gerade) während der Corona-Pandemie besondere Aufmerksamkeit widmen müssen.

Deshalb haben wir einen Ausnahmetatbestand geschaffen, der es erlaubt, die Mund-Nasen-Bedeckung/ die medizinische Maske (ab 14 Jahre) im Unterricht kurzzeitig abzunehmen, wenn dies zwingend für die Unterrichtsziele erforderlich ist.

Um mit anderen kommunizieren zu können, sind viele schwerhörige oder gehörlose Schülerinnen und Schüler darauf angewiesen, die Lippenbewegungen ihres Gegenübers sehen zu können. Insofern können – unabhängig von der Schulform – alle Schülerinnen und Schüler bei der Kommunikation mit schwerhörigen oder gehörlosen Schülerinnen oder Schülern die Mund-Nasen-Bedeckung kurzzeitig beim Sprechen abnehmen. Auf diese Weise wird das Ablesen von den Lippen ermöglicht. Dasselbe gilt auch für die Lehrkräfte.



Gibt es besondere Regelungen für Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Verpflichtung zur Durchführung von Corona-Selbsttests?

Siehe dazu FAQ zu „Testen und Impfen“



---------------------------------------

1. Wo finden sich weitere Regelungen?

-> in der jeweils geltenden Niedersächsische Corona-Verordnung

-> in entsprechenden Rundverfügungen der Schulbehörde an die Schulen

-> RHP Schule 7.0 - Rahmenhygieneplan - gültig ab 25.08.2021







Artikel-Informationen

erstellt am:
26.10.2020
zuletzt aktualisiert am:
25.11.2021

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln