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FAQ Corona - Unterrichtsplanung und Personaleinsatz

FAQ Corona 04


Was gilt in Förderschulen?

In Niedersachsen können Förderschulen in den Förderschwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung, geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Sehen und Hören geführt werden.

In den Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung wird nicht zwischen Primar- und Sekundarbereich unterschieden. Diese (und nur diese) Förderschulen wechseln unabhängig von den konkreten Schuljahrgängen für eine Woche in Scenario C, also ins Homeschooling und dann ab ganz in Scenario B, also in den Wechselunterricht.

Alle anderen Förderschulen, also diejenigen für die Förderschwerpunkte emotionale und soziale Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Sehen und Hören, die die Schuljahrgänge 1-4 des Primarbereiches abdecken, wechseln für eine Woche in das Szenario C und dann in B.

Soweit diese Förderschulen die Schuljahrgänge 5-10 des Sekundarbereiches abdecken, wechseln sie für die nächsten drei Wochen ganz in das Szenario C.



Müssen die Kohorten getrennt voneinander Pause machen?

Der Unterrichtsbeginn und die Pausenregelung sind nach Möglichkeit jeweils räumlich oder zeitlich zu entzerren. Bei versetzten Pausenzeiten oder kohortenspezifischen Pausen kann außerhalb geschlossener Räume das Tragen der MNS entfallen. Ansonsten gilt:

Außerhalb von Unterrichts- und Arbeitsräumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung in von der Schule besonders gekennzeichneten Bereichen zu tragen, in denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ein Abstand von mindestens 1,5 m zu Personen anderer Kohorten nicht gewährleistet werden kann. Das betrifft in der Regel Gänge, Flure, Versammlungsräume usw., ggf. auch das Außengelände.

Sollten, sofern möglich, die jahrgangsbezogenen Kohorten (Szenario A) auch die Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiterinnen einschließen?

Das wäre ideal. Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter können auch kohortenübergreifend agieren, da sie in mehreren Kohorten eingesetzt werden können. Daher sind Lehrkräfte angehalten, das Abstandsgebot untereinander und zu ihren Schülerinnen und Schülern einzuhalten, wo immer dies möglich ist.


Was ist bei der Kohortenbildung im Ganztag bei einer Schule mit zwei Standorten zu beachten?

Eine Kohortenbildung je Standort (Jg. 1-4) ist denkbar und ggf. günstiger.

Eine Mischung im Ganztag wäre grundsätzlich zulässig, die bisherige Lösung (Trennung) wäre aber zu bevorzugen.

Kohorten sollten möglichst klein gehalten werden. Im Idealfall bildet eine Klasse/Lerngruppe eine Kohorte. Grundsätzlich umfasst aber eine Kohorte maximal einen Schuljahrgang. Davon abgewichen werden kann bei

  • jahrgangsübergreifenden Eingangsstufen,
  • an Förderschulen bestehende feste jahrgangsübergreifende Lerngruppen und
  • der Umsetzung von Ganztags- und Betreuungsangeboten.

Durch die Definition von Gruppen in fester Zusammensetzung (Kohorten) lassen sich im Infektionsfall die Kontakte und Infektionswege wirksam nachverfolgen. Damit wird angestrebt, dass sich Quarantänebestimmungen im Infektionsfall nicht auf die gesamte Schule auswirken, sondern nur auf die Kohorten, innerhalb derer ein Infektionsrisiko zu vermuten ist.


Was ist mit Sport? Wenn in Szenario A das Abstandgebot aufgehoben wird, kann dann der Sportunterricht im Klassenverband wie gewohnt stattfinden?

In Szenario A gilt die allgemeine Abstandsregel. Sportunterricht findet im Klassen- oder Kursverband innerhalb der festgelegten Kohorten statt.
Ab einem Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erfolgt der Sportunterricht kontaktlos. Übungen zu zweit dürfen nur ohne sich gegenseitig zu berühren erfolgen. Direkte körperliche Hilfestellungen dürfen nur mit MNB gegeben werden.
Ab einem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner achten die Lehrkräfte auf einen Mindestabstand von zwei Metern während der gesamten Sportausübung.

Weitere Einzelheiten ergeben sich aus dem aktuellen „Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplan Corona Schule“, der mit dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt und den für Schulen zuständigen Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung in Niedersachsen sowie den kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens abgestimmt ist.



Im Rahmen der verlässlichen Grundschule bieten Sie ein Betreuungsangebot für die ersten und zweiten Klassen an. Können Sie die Gruppen wie im Ganztag gemeinsam als zwei Kohorten (also eine Kohorte aus zwei Schuljahrgängen) betreuen?

Kohorten sollen möglichst klein gehalten werden, damit im Falle des Auftretens von Infektionen möglichst wenig Personen von Quarantänemaßnahmen betroffen sind. Im Idealfall bildet eine Klasse/Lerngruppe eine Kohorte. Grundsätzlich umfasst aber eine Kohorte maximal einen Schuljahrgang. Bis zu einem Inzidenzwert von 50 kann bei der Umsetzung von Ganztags- und Betreuungsangeboten von dieser Regelung abgewichen werden.


Darf an Verlässlichen Grundschulen ohne Ganztagsbetrieb und im Vormittag an Ganztagsschulen das Kohortenprinzip für Förderkurse, AGs und einen päd. Mittagstisch auch auf zwei Schuljahrgänge ausgeweitet werden?

Kohorten sollten möglichst klein gehalten werden, damit im Falle des Auftretens von Infektionen möglichst wenig Personen von Quarantänemaßnahmen betroffen sind. Im Idealfall bildet eine Klasse/Lerngruppe eine Kohorte. Grundsätzlich umfasst aber eine Kohorte maximal einen Schuljahrgang. Davon abgewichen werden kann bei

  • jahrgangsübergreifenden Eingangsstufen,
  • an Förderschulen bestehende feste jahrgangsübergreifende Lerngruppen und
  • der Umsetzung von Ganztags- und Betreuungsangeboten (bis zu einem Inzidenzwert von 50).

Es dürfen zwei Kohorten zusammen in der Mensa essen. Muss ein Abstand von 1,5 m der Schülerinnen und Schüler gewahrt werden oder ist die Abstandregelung hier aufgehoben?

Auch beim gemeinsamen Mittagessen im Rahmen des Ganztagsbetriebs bzw. des ganztägigen Unterrichts gilt das Kohortenprinzip für max. zwei Schuljahrgänge. Verschiedene Kohorten sind räumlich und/oder zeitlich voneinander zu trennen. Große Räume (z. B. Mensen) können in verschiedene Bereiche geteilt werden.


Kann die Kontingentstundentafel abweichend von den Vorgaben des Erlasses „Die Arbeit in der Grundschule“ umgesetzt werden?

Eine vom Erlass „Die Arbeit in der Grundschule“ abweichende Nutzung der Kontingentstundentafel ist nicht vorgesehen. Die angegebene Anzahl der Stunden bezieht sich auf die Schuljahrgänge 1-4. Dabei muss sichergestellt werden, dass jeweils bis zum Ende des 2. und 4. Schuljahrgangs die in den Kerncurricula vorgegebenen Kompetenzen erworben werden können. Im kommenden Schuljahr ist es coronabedingt möglich, dass auch im 2. und 4. Schuljahr, basierend auf den bereits erteilten Stunden des 1. und 3. Schuljahrganges im Schuljahr 2019/2020, damit gearbeitet werden kann, um den vorgegebenen Kompetenzerwerb sicherzustellen.

Acht Konzeptstunden stehen bei Nutzung der Kontingentstundentafel zur Schwerpunktsetzung der Schule zur Verfügung. Beispielsweise könnten diese zum Ausgleich von während der Coronakrise entstandenen Lerndefiziten zur Leseförderung (Stärkung der Basiskompetenzen) aller Schülerinnen und Schüler dienen.

Bedingung für die Nutzung der Kontingentstundentafel ist ab 01.08.2020 der Beschluss des Schulvorstands und Erörterung im Schulelternrat.


Darf im Szenario B klassenübergreifender Unterricht durchgeführt werden - z. B. in den zweiten oder dritten Fremdsprachen?

Im Leitfaden „Schule in Corona-Zeiten - UPDATE“ vom 12. November 2020 wird das Szenario B folgendermaßen spezifiziert:

Eine Mischung der Lerngruppen ist grundsätzlich zu vermeiden, um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten. Klassenübergreifende Projekte und Arbeitsgemeinschaften (auch Chor, Orchester u. ä.) finden deshalb nicht statt. Auch die Corona-Verordnung vom 08.01.2021, gültig ab 10.01.2021, hält daran fest, dass die Lerngruppen in ihrer Personenzusammensetzung möglichst unverändert bleiben sollen.

Von dieser Regelung ausgenommen ist der in Kursen organisierte und bewertete Unterricht

  • der gymnasialen Oberstufe,
  • in der zweiten (und dritten) Fremdsprache,
  • in Religion und Werte und Normen,
  • in Gruppen mit unterschiedlichen Anforderungsniveaus in der äußeren Fachleistungsdifferenzierung,
  • in Wahlpflichtkursen sowie im Profilunterricht.

Hier gilt: So wenig Durchmischung der Lerngruppen wie möglich! Es ist in diesen Fällen außerdem in besonderem Maße auf das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln zu achten. Die Reduzierung der Kursgröße sowie das umschichtige Unterrichten dieser geteilten Gruppen gelten auch hier.



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