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FAQ Corona - Unterrichtsplanung und Personaleinsatz

FAQ Corona 04


(aktualisiert am 06.09.2021)

Was soll bei der Einteilung von Lerngruppen zur Kontaktminimierung beachtet werden?

Grundsätzlich gilt eine so geringe Durchmischung der Lerngruppen wie möglich zu erreichen.

Um einen weitgehend normalen Unterrichtsbetrieb zu gewährleisten, wird das Abstandsgebot unter den Schülerinnen und Schülern zugunsten eines Kohorten-Prinzips aufgehoben. Kohorten sollen möglichst klein gehalten werden, damit im Falle des Auftretens von Infektionen möglichst wenig Personen von Quarantänemaßnahmen betroffen sind. Im Idealfall bildet eine Klasse/Lerngruppe eine Kohorte. Grundsätzlich umfasst aber eine Kohorte maximal einen Schuljahrgang. Davon abgewichen werden kann nur bei jahrgangsübergreifendem Lernen (z. B. Eingangsstufen).

Von der jahrgangsbezogenen Kohortenbildung kann im Einzelfall abgewichen werden, wenn dies aus pädagogischen oder organisatorischen Gründen erforderlich erscheint, z. B. bei Außenstellen oder getrennten Gebäudeteilen.

Kohorten dürfen maximal 120 Schülerinnen und Schüler umfassen. Darüber hinaus können kohortenübergreifende Lerngruppen angeboten werden, wenn das Abstandsgebot von 1,5 Metern sowohl beim Betreten und Verlassen des Unterrichtraums, als auch während des Unterrichts, zwischen den Schülerinnen und Schülern der Kohorten eingehalten wird. So können z. B. jahrgangsübergreifende oder sogar schulübergreifende Lerngruppen angeboten werden. Generell gilt es, Lerngruppen so konstant wie möglich zu halten und die Zusammensetzung zu dokumentieren.

Grundsätzlich gilt für alle: Wo Abstand gehalten werden kann, ist dieser auch weiterhin einzuhalten. Bezüglich der Kohorten ist generell Folgendes zu beachten:

· Die Kohorten sollen so klein wie möglich gehalten werden.

· Kohorten sind fest zu definieren.

· Die Zahl der Lehrkräfte/PM pro Kohorte soll soweit wie möglich beschränkt werden.

· Die Personen einer Kohorte sollen von Personen anderen Kohorten getrennt werden.

· Der Unterrichtsbeginn und die Pausenregelung sind nach Möglichkeit räumlich oder zeitlich zu entzerren.

· Nach sorgfältiger Abwägung kann in Einzelfällen das Kohorten-Prinzip durchbrochen werden. Die Kontakte außerhalb des Kohorten-Prinzips sind zu dokumentieren.

(siehe dazu RHP 7.0 Punkt 9 und Rundverfügung Nr. 22/ 2021 Punkt 1)

https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/schule_neues_schuljahr/faq_schule_in_corona_zeiten/corona-erlasse-schule-mk-194408.html

Müssen die Kohorten getrennt voneinander Pause machen?

Der Unterrichtsbeginn und die Pausenregelung sind nach Möglichkeit jeweils räumlich oder zeitlich zu entzerren. Bei versetzten Pausenzeiten oder kohortenspezifischen Pausen kann außerhalb geschlossener Räume das Tragen der MNS entfallen. Ansonsten gilt:

Außerhalb von Unterrichts- und Arbeitsräumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung in von der Schule besonders gekennzeichneten Bereichen zu tragen, in denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ein Abstand von mindestens 1,5 m zu Personen anderer Kohorten nicht gewährleistet werden kann. Das betrifft in der Regel Gänge, Flure, Versammlungsräume usw., ggf. auch das Außengelände. (siehe dazu RHP 7.0 Punkt 11 und Rundverfügung Nr. 22/ 2021 Punkt 2)

Sollten, sofern möglich, die jahrgangsbezogenen Kohorten auch die Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiterinnen einschließen?

Lehrkräfte sowie pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (PM) agieren grundsätzlich kohortenübergreifend, da sie zwangsläufig in mehreren Kohorten eingesetzt werden müssen.

Daher sind Lehrkräfte angehalten, das Abstandsgebot untereinander und zu ihren Schülerinnen und Schülern einzuhalten, wo immer dies möglich ist.

(siehe dazu RHP 7.0 Punkt 9 und Rundverfügung Nr. 22/ 2021 Punkt 2)

Was ist bei der Kohortenbildung im Ganztag bei einer Schule mit zwei Standorten zu beachten?

Eine Kohortenbildung je Standort ist denkbar und ggf. günstiger.

Eine Mischung im Ganztag wäre grundsätzlich zulässig, die bisherige Lösung (Trennung) wäre aber zu bevorzugen.

Kohorten sollten möglichst klein gehalten werden. Im Idealfall bildet eine Klasse/Lerngruppe eine Kohorte. Grundsätzlich umfasst aber eine Kohorte maximal einen Schuljahrgang. Davon abgewichen werden kann bei

  • jahrgangsübergreifenden Eingangsstufen,
  • an Förderschulen bestehende feste jahrgangsübergreifende Lerngruppen und
  • der Umsetzung von Ganztags- und Betreuungsangeboten.

Durch die Definition von Gruppen in fester Zusammensetzung (Kohorten) lassen sich im Infektionsfall die Kontakte und Infektionswege wirksam nachverfolgen. Damit wird angestrebt, dass sich Quarantänebestimmungen im Infektionsfall nicht auf die gesamte Schule auswirken, sondern nur auf die Kohorten, innerhalb derer ein Infektionsrisiko zu vermuten ist.

(siehe dazu RHP 7.0 Punkt 9 und Rundverfügung Nr. 22/ 2021 Punkt 2)

Was ist mit Sport? Was gilt in den verschiedenen Warnstufen?

Unterhalb Warnstufe 1 gilt die allgemeine Abstandsregel (Kohorten-Prinzip). Sportunterricht findet im Klassen- oder Kursverband und außerunterrichtlicher Schulsport innerhalb der festgelegten Kohorten statt.

Bei Warnstufe 1 gilt die allgemeine Abstandsregel (Kohorten-Prinzip). Sportunterricht findet im Klassen- oder Kursverband und außerunterrichtlicher Schulsport innerhalb der festgelegten Kohorten statt. Der Schulsport erfolgt kontaktlos. Ein Sport gilt dann als kontaktlos, wenn zu keinem Zeitpunkt der sportlichen Betätigung ein körperlicher Kontakt zu anderen Sporttreibenden erfolgt. Übungen zu zweit dürfen nur ohne gegenseitige Berührungen erfolgen. Direkte körperliche Hilfestellungen dürfen nur mit Mund-Nasen-Bedeckung gegeben werden.

(siehe dazu RHP 7.0 Punkt 17 und Rundverfügung Nr. 22/ 2021 Punkt 2e)

Im Rahmen der verlässlichen Grundschule bieten Sie ein Betreuungsangebot für die ersten und zweiten Klassen an. Können Sie die Gruppen wie im Ganztag gemeinsam als zwei Kohorten (also eine Kohorte aus zwei Schuljahrgängen) betreuen?

Ja. Kohorten sollen möglichst klein gehalten werden, damit im Falle des Auftretens von Infektionen möglichst wenig Personen von Quarantänemaßnahmen betroffen sind. Im Idealfall bildet eine Klasse/Lerngruppe eine Kohorte. Grundsätzlich umfasst eine Kohorte maximal einen Schuljahrgang. Davon kann bei Ganztags- und Betreuungsangeboten abgewichen werden. Auch hier muss die Kohorte so klein wie möglich gehalten werden und darf die Anzahl von max. 120 Schülerinnen und Schülern nicht überschreiten. (siehe dazu Rd-Verf. 22-2021, S. 2 und RHP 7.0 Punkt 9)

Darf im Vormittag das Kohortenprinzip für Förderkurse, AGs auch auf zwei Schuljahrgänge ausgeweitet werden?

Grundsätzlich nein. Ausnahme bildet hier das jahrgangsübergreifende Lernen (z.B. jahrgangsübergreifende Eingangsstufe). Kohorten sollten möglichst klein gehalten werden, damit im Falle des Auftretens von Infektionen möglichst wenig Personen von Quarantänemaßnahmen betroffen sind. Im Idealfall bildet eine Klasse/Lerngruppe eine Kohorte. Grundsätzlich umfasst aber eine Kohorte maximal einen Schuljahrgang. (siehe dazu Rd.-Verf. 22-2021, S. 2 und RHP 7.0 Punkt 9)

Für die Förderschulen siehe FAQ Förderschule.

Wenn davon abgewichen werden soll, ist das Abstandsgebot von 1,5 Metern einzuhalten. Auch im Ganztagsbetrieb ist die Zusammensetzung der Gruppen zu dokumentieren.

Es dürfen zwei Kohorten zusammen in der Mensa essen. Muss ein Abstand von 1,5 m der Schülerinnen und Schüler gewahrt werden oder ist die Abstandregelung hier aufgehoben?

Auch beim gemeinsamen Mittagessen im Rahmen des Ganztagsbetriebs bzw. des ganztägigen Unterrichts gilt das Kohortenprinzip für max. zwei Schuljahrgänge. Verschiedene Kohorten sind räumlich und/oder zeitlich voneinander zu trennen. Große Räume (z. B. Mensen) können in verschiedene Bereiche geteilt werden. Die Schule stellt dazu einen Plan auf, der auch Grundlage der Dokumentation zur Kontaktnachverfolgung sein kann. (siehe dazu Rd.-Verf. 22-2021, S. 2 und RHP 7.0 Punkt 13.3)


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