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FAQ Corona - Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen

FAQ Corona 03


Aktualisiert am 16.07.2021

Welcher Rahmen-Hygieneplan ist aktuell?
Aktuell gilt der Rahmen-Hygieneplan Corona Schule, Version 6.1 vom 16.07.2021

Materialien zum Rahmen-Hygieneplan finden Sie unter www.aug-nds.de/?id=2357.

Vorgaben zum Wechsel der Szenarien und zur Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sind der Niedersächsischen Corona-Verordnung in der jeweils gültigen Fassung zu entnehmen.


Darf ich mit Erkältungssymptomen in die Schule?
In der Coronavirus-Pandemie ist es ganz besonders wichtig, die allgemein gültige Regel zu beachten: Personen, die Fieber haben oder eindeutig krank sind, dürfen unabhängig von der Ursache die Schule nicht besuchen oder dort tätig sein.


Wann müssen in der Schule Masken getragen werden (MNS/Mund-Nasen-Schutz)?

Im Unterricht besteht für alle Schuljahrgänge, die in einem Landkreis mit einer Inzidenz unter 35 sind, keine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Außerhalb von Unterrichts- und Arbeitsräumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung in von der Schule besonders gekennzeichneten Bereichen zu tragen, in denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten die Einhaltung des Abstandsgebots nicht gewährleistet werden kann. Das sind in der Regel Flure, Treppenhäuser, Toilettenanlagen und ggf. auch Pausenhöfe.


Personen, denen aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung zum Beispiel einer schweren Herz- oder Lungenerkrankung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist und dies durch ein ärztliches Attest oder eine vergleichbare amtliche Bescheinigung glaubhaft machen können, sind von der Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen.

Weitere Regelungen (u.a. bei höheren Inzidenzwerten) können Sie der aktuellen Corona-Verordnung des Landes entnehmen.


Ist das Tragen von medizinischen Masken in der Schule erforderlich?

Nein!


Müssen Jugendliche ab dem 15 Lebensjahr in der Schule medizinische Masken tragen?

Nein. Die Verordnung weist aus, dass Schülerinnen und Schüler können in niedersächsischen Schulen auch weiterhin eine Alltagsmaske/Mund Nasen Bedeckung tragen können. Eine Alltagsmaske ist jede geeignete textile oder textilähnliche Barriere, die aufgrund ihrer Beschaffenheit eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch Husten, Niesen und Aussprache verringert, unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie.

Darf statt einer Maske auch ein Visier auch getragen werden?

Die Verwendung von Visieren stellt keine gleichwertige Alternative zu MNS dar, da Visiere nicht die Geschwindigkeit des Atemstroms oder des Speichel-/Schleim-Tröpfchenauswurfs reduzieren, sondern maximal die direkt auf die Scheibe auftretenden Tröpfchen auffangen. Das tatsächliche Rückhaltevermögen für Aerosole ist aufgrund der Umströmung des Visiers sehr begrenzt. Ähnliches gilt für Plexiglastrennwände (Spuckschutz).

Siehe auch FAQ des RKI: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html

Wer kann in Schulen eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung anordnen?

Soweit keine Verpflichtung aufgrund der Corona-Verordnung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Schule besteht, kann diese auch nicht durch die Schulleitung oder einzelne Lehrkräfte ausgesprochen oder angeordnet werden.

Das örtliche Gesundheitsamt kann aber das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf Grundlage des Infektionsschutzgesetrzes anordnen. Hierzu wird die Schulleitung entsprechend informieren.


Wer trägt die Kosten für die Mund-Nasen-Bedeckung?

Soweit aufgrund einer Corona-Verordnung eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Schule besteht, ist diese selbst zu beschaffen und mitzubringen. Es werden keine Mund Nasen Bedeckungen von den Schulen gestellt.


Muss auf den Schulhöfen der Grundschule immer ein „MNS – Schutz“ getragen werden?

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist in Niedersachsen im ÖPNV und beim Einkaufen nach der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus verpflichtend – auch für Kinder ab sechs Jahren.

Mund-Nasen-Bedeckungen sollen dazu beitragen, die Verbreitung von SARS-CoV-2 zu verlangsamen. Auch wenn die Datenlage noch spärlich ist, kann derzeit davon ausgegangen werden, dass Kinder ebenso wie Erwachsene das Virus SARS-CoV-2 verbreiten und auch an COVID-19 erkranken können. Bekannt ist, dass die Erkrankung bei Kindern in aller Regel ohne schwerwiegende Krankheitszeichen verläuft.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizine.V. (DGKJ) hat als wissenschaftliche Fachgesellschaft hierzu Stellung genommen. Sie hält die Pflicht zum zeitlich begrenzten Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für Kinder erst ab dem Schulalter, also von sechs Jahren an, in einem zeitlich begrenzten Umfang für vertretbar, gibt aber zu bedenken, dass in den unteren Klassen der Grundschule eine Umsetzung schwierig sein kann.

Das Zusammentreffen von Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Kohorten soll, soweit wie möglich, vermieden werden. Falls dieses nicht gewährleistet werden kann, ist MNS in den Pausen zu tragen. Bei versetzten Pausenzeiten oder kohortenspezifischen Pausen kann das Tragen der MNS entfallen.


Wo finde ich weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Mund-Nasen-Bedeckungen?

Weitere Antworten dazu finden Sie im Internetportal des Landes unter dem Titel

Mund-Nasen-Bedeckung – Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wie soll gelüftet werden?

Vorgaben zur Lüftung finden Sie im Rahmen-Hygieneplan Corona Schule.

Wenn es beim Lüften im Raum sehr kalt wird - was ist zu tun?

Bitte prüfen Sie das Lüftungsverhalten.

In Räumen mit Fensterlüftung ist das „20 – 5 – 20 Prinzip“ (20 Minuten Unterricht, 5 Minuten lüften, 20 Minuten Unterricht) zu befolgen. Die Lüftung hat als eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch möglichst vollständig geöffnete Fenster zu erfolgen.

Je größer die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen ist, desto effektiver ist das Lüften. Daher ist bei kalten Außentemperaturen im Winter ein Lüften von ca. 3 - 5 Minuten sehr wirksam. An warmen Tagen muss länger gelüftet werden.

Vor Beginn des Unterrichtes und in den Pausen soll unter Beachtung der Außentemperaturen gegebenfalls auch länger gelüftet werden. Bei winterlichen Außentemperaturen reichen auch in den Pausen ca. 5 Minuten Lüftung aus, damit die Räume nicht zu stark auskühlen.

Bei einer richtig durchgeführten Stoßlüftung sinkt die Temperatur im Raum nur kurzfristig um 2 - 3 Grad Celsius ab, was für die Schülerinnen und Schüler gesundheitlich unbedenklich ist. Der Wärmeverlust wird durch die in Wänden, Decken und Böden gespeicherte Wärme schnell wieder ausgeglichen.

Eine Dauerlüftung soll nicht erfolgen.

Bei Regen, Schnee und Sturm kann ebenfalls gelüftet werden. Der Luftwechsel erfolgt dann intensiver, wodurch sich die notwendige Lüftungsdauer reduziert. Eine alleinige Kipplüftung kann hier ausreichend sein. Bei sehr starkem Regen oder Sturm kann die Lüftung auch etwas aufgeschoben werden.

Während der Lüftungspausen wird bei Bedarf wärmende Kleidung empfohlen.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob ein ausreichender Luftwechsel erfolgt kann mit Hilfe einer CO2-Ampel (Luftgüteampel) eine Abschätzung erfolgen. Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit der Regionale Landesämter für Schule und Bildung (RLSB) beraten und können ggf. auch entsprechende Messungen vornehmen.“

Was ist zu beachten, wenn der Einsatz von Luftreinigern erwogen wird?

Die unkritische Übernahme passend erscheinender aber möglicherweise unvollständiger oder falscher Einschätzungen von Herstellern oder einzelnen Wissenschaftlern ist zu vermeiden. Dies gilt auch für Selbstbau-Lösungen.

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt hat auf der Basis des aktuellen Wissensstandes folgende Merkblätter veröffentlicht:

Bedeutung mobiler Luftreinigungs-Geräten für Infektionsrisiken durch SARS-CoV-2 Prüfsteine und Handlungsempfehlungen

Mobile Luftfilteranlagen in Klassenräumen – eine sinnvolle Ergänzung zur Lüftung?

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite „Coronavirus und Schulen“ des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts

Beim Umweltbundesamt finden Sie die Stellungnahme "Lüftung, Lüftungsanlagen und mobile Luftreiniger an Schulen" vom 09.07.2021.

Muss der durch den Schulträger geführte Hort, der sich mit mehreren Gruppen im Schulgebäude befindet, die gleichen Prinzipien anwenden oder unterliegen sie anderen Vorgaben?

Für die Erstellung der Hygienepläne gem. § 36 IfSG sind jeweils die Leitungen der Gemeinschaftseinrichtungen zuständig.

Da in der Schule ein anderer Rahmen-Hygieneplan gilt als in Kindertageseinrichtungen, sollte hinsichtlich der Umsetzung eine Abstimmung zwischen dem Träger der Kindertageseinrichtung bzw. der Hortleitung und der Schulleitung erfolgen.


Sind Chorsingen oder dialogische Sprechübungen zulässig?

Chorsingen oder dialogische Sprechübungen dürfen aufgrund des erhöhten Übertragungsrisikos durch vermehrte Tröpfchenfreisetzung und Aerosolbildung in Räumlichkeiten nicht stattfinden.

Chorsingen unter freiem Himmel ist unter Einhaltung eines Mindestabstands von 2 Metern zulässig.

Ausnahmen regelt der Rahmen-Hygieneplan Corona Schule.

Was sind Kohorten und was ist grundsätzlich zu beachten?

Unter Kohorten werden festgelegte Gruppen im Szenario B verstanden, die aus mehreren Lerngruppen bestehen können und in ihrer Personenzusammensetzung möglichst unverändert bleiben. Dadurch lassen sich im Infektionsfall die Kontakte und Infektionswege wirksam nachverfolgen.

Um einen weitgehend normalen Unterrichtsbetrieb zu gewährleisten, wird das Abstandsgebot unter den Schülerinnen und Schülern zugunsten eines Kohorten-Prinzips aufgehoben

Kohorten sollen möglichst klein gehalten werden, damit im Falle des Auftretens von Infektionen möglichst wenig Personen von Quarantänemaßnahmen betroffen sind. Im Idealfall bildet eine Klasse/Lerngruppe eine Kohorte. Grundsätzlich umfasst aber eine Kohorte maximal einen Schuljahrgang. Davon abgewichen werden kann nur bei

  • jahrgangsübergreifendem Lernen (z. B. Eingangsstufen),
  • an Förderschulen bestehenden festen jahrgangsübergreifenden Lerngruppen,
  • der Umsetzung von Ganztags- und Betreuungsangeboten,
  • der Bildung von jahrgangsübergreifenden Kohorten bis max. 120 Schülerinnen und Schüler und
  • berufsbildenden Schulen durch Anwendung der o. g. Vorgaben auf die Bildungs-gänge in den verschiedenen Schulformen

Einzelheiten zur Bildung von Kohorten werden in Kapitel 9 des Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplans Corona Schule beschrieben.


Kann eine Kohorte die Eingangsstufe 1/2 oder die Pädagogische Einheit 3/4 umfassen?

Ja. Hat eine Schule eine Eingangsstufe oder/und Pädagogische Einheit eingerichtet, kann diese jeweils als Kohorte betrachtet werden.


Können die Kinder aus dem Schulkindergarten den Kohorten der ersten Klassen zugeordnet werden?

Ja.


Wie ist das Kohortenprinzip an der Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung umzusetzen?

Kohorten sollten möglichst klein gehalten werden. Im Idealfall bildet eine Klasse/Lerngruppe eine Kohorte. Grundsätzlich umfasst aber eine Kohorte maximal einen Schuljahrgang. Davon abgewichen werden kann bei

  • jahrgangsübergreifenden Eingangsstufen,
  • an Förderschulen bestehende feste jahrgangsübergreifende Lerngruppen und
  • der Umsetzung von Ganztags- und Betreuungsangeboten.

Durch die Definition von Gruppen in fester Zusammensetzung (Kohorten) lassen sich im Infektionsfall die Kontakte und Infektionswege wirksam nachverfolgen. Damit wird angestrebt, dass sich Quarantänebestimmungen im Infektionsfall nicht auf die gesamte Schule auswirken, sondern nur auf die Kohorten, innerhalb derer ein Infektionsrisiko zu vermuten ist.


Werden die Schulen, insbesondere auch die Förderschulen, mit ausreichend Schutzmaterial für die Lehrkräfte ausgestattet?

Für alle niedersächsischen Schulen wurden von der Landesregierung Mittel in Höhe von 20 Mio. Euro für zusätzliche Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt. Seit November 2020 können die Schulträger FFP2- und Alltagsmasken, Schutzkleidung, Acrylglas-Wände und CO2-Ampeln aus dem 20 Millionen Euro-Paket für schulische Corona-Schutzausstattung anschaffen. Weiterhin stehen die Mittel auch für Ersatz-Masken für Schülerinnen und Schüler, die ihre Mund-Nasen-Bedeckungen vergessen haben, oder FFP2-Masken für Lehrkräfte und weitere Schulbeschäftigte sowie auch für Visiere als Spuckschutz, Einmalhandschuhe, Einmal-Schutzkleidung, Schutzbrillen, Desinfektionsspender und vieles mehr zur Verfügung.

Weiterführende Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung.

Darüber hinaus hat das Land Niedersachsen den Schulen Masken für die Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung gestellt. Diese wurden durch die zentrale Landeseinheit Logistik des niedersächsischen Katastrophenschutzes über die Kreise und Städte ausgeliefert.

Bei der Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung kann für das beschäftigte Personal das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung insbesondere aus Gründen des Arbeitsschutzes bei bestimmten Tätigkeiten angezeigt sein. Die Erforderlichkeit ist im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung gem. § 5 Arbeitsschutzgesetz durch die Schule zu klären, welche auch die Beschaffung veranlassen muss.


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