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FAQ Corona: Schriftliche Arbeiten (ABS) - Abitur und Abschlussarbeiten

FAQ Corona 11


(aktualisiert am 06.09.2021)

- vorbehaltlich der neuen Coronaverordnung des Landes -


Bereich Schriftliche Arbeiten (ABS)


Sind Veränderungen hinsichtlich der Anzahl der bewerteten schriftlichen Arbeiten im Schuljahr 2021/22 vorgesehen?

Ab dem 27.09.2021 dürfen für die Schuljahrgänge 3-10 die ersten schriftlichen Arbeiten geschrieben werden. Diagnoseverfahren zur Ermittlung der Lernausgangslage der Schülerinnen und Schüler, die nicht bewertet werden, können bereits vorher durchgeführt werden.

Darüber hinaus gilt für die Schuljahrgänge 3 bis 10, dass auf eine bewertete schriftliche Arbeit in der ersten (Doppel-) Stunde nach dem Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht nach einer Quarantänemaßnahme zu verzichten ist.

In den Schuljahrgängen 3 bis 10 ist im Schuljahr 2021/2022 die Anzahl der bewerteten schriftlichen Arbeiten pro Woche in Abweichung zum Bezugserlasses grundsätzlich auf zwei schriftliche Arbeiten pro Woche zu begrenzen. Abweichungen sind nur in besonders begründeten Einzelfällen (z. B. Erkrankung einer Lehrkraft) durch Entscheidung der Schulleiterin oder des Schulleiters möglich.

Im Primarbereich wird im Schuljahr 2021/2022 jeweils eine bewertete schriftliche Arbeit weniger geschrieben, als die in den jeweiligen Kerncurricula der Fächer ausgewiesene Mindestanzahl vorsieht. Dabei darf die Anzahl von einer bewerteten schriftlichen Arbeit pro Schuljahr nicht unterschritten werden. Die Fachkonferenzen prüfen eine Veränderung der Gewichtung der zu bewertenden schriftlichen Arbeiten und passen bei Reduzierung der Anzahl bewerteter schriftlicher Arbeiten die Gewichtung der schriftlichen Leistungen zur Ermittlung der Gesamtnote im Verhältnis an.

An Gymnasien, Integrierten Gesamtschulen sowie an den Gymnasialzweigen der Ko-operativen Gesamtschulen sowie im gymnasialen Angebot der Oberschulen wird für das Schuljahr 2021/2022 die im Bezugserlasse angegebene Mindestanzahl der bewerteten schriftlichen Arbeiten als verbindlich festgelegt.

An Hauptschulen, Realschulen, Oberschulen (nicht im gymnasialen Angebot) sowie den entsprechenden Schulzweigen der Kooperativen Gesamtschulen wird im Schuljahr 2021/2022 die gemäß der Bezugserlasse zu b bis d sowie g festgelegte Anzahl der bewerteten schriftlichen Arbeiten wie folgt reduziert:

  • a. In den Fächern Deutsch, 1. und 2. Fremdsprache sowie Mathematik wird jeweils eine bewertete schriftliche Arbeit weniger geschrieben, als die Mindestanzahl gemäß Bezugserlass vorsieht. Das gilt auch für alle anderen vierstündig zu unterrichtenden Fächer bzw. Profile an Realschulen und Oberschulen sowie dem entsprechenden Schulzweig der Kooperativen Gesamtschulen. Die Arbeiten der Abschlussprüfungen in Deutsch, Englisch und Mathematik werden nicht mitgerechnet.
  • b. In allen anderen Fächern wird die Anzahl der bewerteten schriftlichen Arbeiten auf höchstens zwei pro Schuljahr begrenzt.
  • Ausnahme: In den Fächern Sport, Textiles Gestalten und Gestaltendes Werken an Realschulen und Oberschulen sowie dem entsprechenden Schulzweig der Kooperativen Gesamtschulen, werden weiterhin keine bewerteten schriftlichen Arbeiten geschrieben.
  • c. In epochal oder projektorientiert erteilten Fächern ist jeweils eine bewertete schriftliche Arbeit im Schulhalbjahr verbindlich.
    Ausnahme: In den Fächern Sport, Textiles Gestalten und Gestaltendes Werken an Realschulen und Oberschulen sowie dem entsprechenden Schulzweig der Kooperativen Gesamtschulen, werden weiterhin keine bewerteten schriftlichen Arbeiten geschrieben.
  • d. Die Regelungen unter a. bis c. gelten auch für die Förderschulen (außer Förderschulen im Schwerpunkt geistige Entwicklung). Die Förderschulen im Förderschwerpunkt Lernen orientiert sich an den jeweiligen Regelungen für die Hauptschulen.(siehe dazu Erlass Regelungen zu schriftlichen Arbeiten in den Schuljahrgängen 3 bis 10 für alle öffentlichen allgemein bildenden Schulen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Schuljahr 2021/2022 vom 14.07.2021, Punkt 6)

Sind Veränderungen hinsichtlich der Gewichtung der schriftlichen und mündlichen Leistungen im Schuljahr 2021/22 vorgesehen?

Die Festsetzung der Anzahl der schriftlichen Lernkontrollen und ihre Gewichtung im Verhältnis zu mündlichen und anderen fachspezifischen Leistungen gehört zu den Aufgaben der jeweiligen Fachkonferenz (§ 35 Abs. 1 NSchG). Die Anzahl der bewerteten schriftlichen Arbeiten ist in den Grundsatzerlassen der jeweiligen Schulform bzw. in den Kerncurricula der Fächer für die Grundschule festgelegt.

Die Gewichtung der schriftlichen Arbeit bzw. der Ersatzleistung soll abweichend von den Regelungen in den jeweiligen curricularen Vorgaben für die einzelnen Fächer in den Schuljahrgängen 5 bis 10 einen Anteil von 30 Prozent der Gesamtnote nicht unterschreiten. Die Festlegung der Gewichtung ist Aufgabe der jeweiligen Fachkonferenz.

(siehe dazu Erlass Regelungen zu schriftlichen Arbeiten in den Schuljahrgängen 3 bis 10 für alle öffentlichen allgemein bildenden Schulen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Schuljahr 2021/2022 vom 14.07.2021, Punkt 7)

Wann dürfen im Schuljahr 2021/ 2022 die ersten schriftlichen Arbeiten geschrieben werden?

Seit dem 27.09.2021 dürfen für die Schuljahrgänge 3 - 10 die ersten schriftlichen Arbeiten geschrieben werden. Diagnoseverfahren zur Ermittlung der Lernausgangslage der Schülerinnen und Schüler, die nicht bewertet werden, können bereits vorher durchgeführt werden.

(siehe dazu Erlass Regelungen zu schriftlichen Arbeiten in den Schuljahrgängen 3 bis 10 für alle öffentlichen allgemein bildenden Schulen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Schuljahr 2021/2022 vom 14.07.2021, Punkt 1)

Können schriftliche Arbeiten durch andere Formen der Leistungsbewertung ersetzt werden?

Die jeweiligen Regelungen der Bezugserlasse zu b bis g im Sekundarbereich I zum Ersetzen einer schriftlichen Lernkontrolle im Fach Englisch durch die Kompetenz „Sprechen“ gelten weiterhin.

Die jeweiligen Regelungen der Bezugserlasse zu b bis g im Sekundarbereich I, die vorsehen, dass eine bewertete schriftliche Lernkontrolle auf Beschluss der Fachkonferenz durch eine andere Form der Lernkontrolle, die schriftlich oder fachpraktisch zu dokumentieren und mündlich zu präsentieren ist, ersetzt werden kann, gelten weiterhin. Auch wird darauf hingewiesen, dass nach dem Bezugserlass zu a Ersatzleistungen möglich sind, wenn eine Schülerin oder ein Schüler eine schriftliche Arbeit versäumt hat.

(siehe dazu Erlass Regelungen zu schriftlichen Arbeiten in den Schuljahrgängen 3 bis 10 für alle öffentlichen allgemein bildenden Schulen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Schuljahr 2021/2022 vom 14.07.2021, Punkt 8+9)

Müssen alle schriftlichen Arbeiten von den Schülerinnen und Schülern einer Lerngruppe gleichzeitig und zu gleichen Bedingungen geschrieben werden?

Im Schuljahr 2021/2022 erhalten alle Grundschulen, Förderschulen (ausgenommen Förderschulen im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung), Hauptschulen, Oberschulen (nicht im gymnasialen Angebot) sowie der entsprechende Schulzweig der Kooperativen Gesamtschulen die Möglichkeit, von der Regelung zu Nr. 3 des Bezugserlasses zu a abzuweichen, dass bewertete schriftliche Arbeiten gleichzeitig und unter gleichen Bedingungen anzufertigen sind. Die Fachlehrkräfte können in eigener pädagogischer Verantwortung entscheiden, dass die Schülerinnen und Schüler einer Klasse schriftliche Arbeiten zu unterschiedlichen Zeiten und mit unterschiedlichen Aufgaben auf vergleichbarem Anforderungsniveau schreiben. Dadurch kann die Schule insbesondere den Schülerinnen und Schülern gerecht werden, die durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders zu fördern sind. Die Lehrkraft sorgt in eigener pädagogischer Verantwortung dafür, dass den Schülerinnen und Schülern keine Vor- bzw. Nachteile entstehen.

(siehe dazu Erlass Regelungen zu schriftlichen Arbeiten in den Schuljahrgängen 3 bis 10 für alle öffentlichen allgemein bildenden Schulen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Schuljahr 2021/2022 vom 14.07.2021, Punkt 10)

Ist es zulässig, Klausuren in Echtzeit über Videokonferenzen schreiben zu lassen?

Nein, das ist nicht zulässig. Beim Klausurenschreiben über Videokonferenzen kann dem prüfungsrechtlichen Grundsatz der Chancengleichheit nicht Rechnung getragen werden. Es kann bei Videokonferenzen nicht hinreichend ausgeschlossen werden, dass Täuschungsversuche begangen werden.


Bereich Abitur und Abschlussarbeiten


Können im Distanzunterricht schriftliche Arbeiten in der Schule geschrieben werden?

Schriftliche Arbeiten können im Distanzunterricht in allen Schuljahrgängen in der Schule geschrieben werden, es sei denn, das zuständige Gesundheitsamt ordnet die Schließung der Schule oder von Teilen der Schule unter den Voraussetzungen von § 28 Absatz 1 Satz 2, § 28 a Abs. 1 Nr. 16 IfSG an.

Es sind zudem entsprechende Regelungen in der jeweils gültigen Niedersächsischen Corona-Verordnung sowie Rundverfügung der RLSB zu berücksichtigen.

Ist es zulässig, Klausuren in Echtzeit über Videokonferenzen schreiben zu lassen?

Nein, das ist nicht zulässig, weil bei dem Schreiben von Klausuren mittels Videokonferenzen dem prüfungsrechtlichen Grundsatz der Chancengleichheit nicht Rechnung getragen werden kann. Es kann bei Videokonferenzen nicht hinreichend ausgeschlossen werden, dass Täuschungsversuche begangen werden.

Müssen alle Schülerinnen und Schüler auch bei schriftlichen Arbeiten eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn diese für den Unterricht angeordnet ist?

  • a: Bei schriftlichen Arbeiten in den Sekundarbereichen I und II der allgemein bildenden Schulen gilt nach Rundverfügung 22/2021 vom 26.08.2021:
    Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht nicht während Abschlussprüfungen, Klausuren und Klassenarbeiten, solange die Personen einen Sitzplatz eingenommen haben und das Abstandsgebot von 1,5 m eingehalten wird.
    Vor den Abschluss- und Abiturprüfungen 2022 erscheinen ggf. angepasste Hygienehinweise.
  • b: Wie verhält es sich an Förderschulen?
    Siehe FAQ Förderschulen
  • c: Was gilt bei den sportpraktischen Abiturprüfungen?

    Die Durchführung der sportpraktischen Abiturprüfungen ist im Erlass des MK Zentralabitur 2022; Regelungen für die sportpraktischen Abiturprüfungen im Schuljahr 2021/2022 vom 16.07.2021, geregelt. Es sind zudem entsprechende Regelungen in der jeweils gültigen Niedersächsischen Corona-Verordnung sowie Rundverfügung der RLSB zu berücksichtigen.



Ist zum Schutz der Prüflinge an eine Verschiebung der Abschlussarbeiten im Jahr 2022 gedacht?

Aufgrund des weiterhin zu erwartenden veränderten Schulbetriebes im Schuljahr 2021/2022 werden die zentralen schriftlichen Abschlussarbeiten in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik durch dezentrale schriftliche Abschlussarbeiten ersetzt.

Die mündliche Prüfung als verpflichtender Teil der Abschlussprüfungen findet 2022 wieder statt.

Siehe auch Erlass des MK „Regelungen zu den Abschlussprüfungen 2022 im Sekundarbereich I im Zusammenhang mit den Folgen der Corona-Pandemie“ vom 14.07.2021

Werden durch die Änderungen der thematischen Hinweise zum Abitur die niedersächsischen Kerncurricula geändert?

Die besonderen Umstände in den Schuljahren 2019/20 und 2020/21 erfordern eine langfristige Strategie zur Sicherstellung zentraler Grundvorstellungen und Basiskompetenzen. Um die damit verbundene Fokussierung auf besonders relevante Kompetenzen und Inhalte zu ermöglichen, wurden Hinweise zum langfristigen Umgang mit pandemiebedingten Lernrückständen erarbeitet, die ab dem Schuljahr 2021/22 gelten.

Siehe auch Erlass des MK „Regelungen zur Umsetzung der Kerncurricula in den Schuljahren 2021/22 bis 2024/25 für die Schuljahrgänge 1 bis 10 der allgemein bildenden Schulen im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie“ vom 14.07.2021.

Bringen die Änderungen der thematischen Hinweise eine Vereinfachung der Abschlussarbeiten und Abiturprüfungen mit sich?

Nein, denn die Konkretisierungen und quantitativen Reduzierungen von Inhalten kompensieren die pandemiebedingten Einschränkungen, was jedoch nicht einer inhaltlichen Vereinfachung der Abschlussarbeiten und Abiturprüfungen gleichkommt. Es werden Kompetenzen geprüft, die über einen längeren Zeitraum vermittelt wurden. Die Anforderungen ergeben sich auch aus der Art der Aufgabenstellungen sowie der Komplexität des Materials.

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