Nds. Kultusministerium

Vorbilder mit Strahlkraft: Schulen entwickeln im Freiräume-Prozess gemeinsame Perspektiven für die Schulentwicklung weiter


Die Herausforderungen, vor denen Schulen heute stehen, haben sich enorm verändert. So vielfältig die Aufgaben sind, denen sich Lehrkräfte, Schulleitungen und Mitarbeitende täglich stellen, so unterschiedlich sind auch die Lösungsansätze. Wie innovative Schulentwicklung in der Praxis gelingt, zeigte sich am heutigen Montag bei einer Veranstaltung in der Leonore-Goldschmidt-Schule in Hannover. Die Veranstaltung zum Netzwerk der Hospitationsschulen in Niedersachsen und zum Freiräume-Prozess bildete zugleich den Abschluss des 2021 gestarteten Modellprojekts Zukunftsschulen. Mehr als 60 Schulen haben sich darin zusammengeschlossen, um neue Lernformate zu erproben und bestehende Gestaltungsspielräume zu nutzen. Der Abschluss des Modellprojekts markiert den Auftakt zur Weiterentwicklung und Stärkung des Netzwerks der Hospitationsschulen.

„Niedersachsen kann Aufbruch – das zeigen unsere Schulen jeden Tag aufs Neue“, freut sich Kultusministerin Julia Willie Hamburg. „In unseren Schulgemeinschaften steckt enorme Innovationskraft: Lehrkräfte, Schulleitungen und Mitarbeitende entwickeln mit großem Engagement neue pädagogische Konzepte, erproben moderne Lernformate und richten Schule konsequent an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler aus. Die Zukunftsschulen haben dabei wichtige Impulse gesetzt und echte Aufbruchstimmung geschaffen. Mit dem Netzwerk der Hospitationsschulen und dem Freiräume-Prozess führen wir diesen Weg konsequent fort. Diese Schulen wirken weit über ihren eigenen Standort hinaus und machen anderen Mut, neue Wege zu gehen. Sie sind Vorbilder mit Strahlkraft, die andere motivieren, neue Wege zu gehen.“


Zum Hintergrund:

Zum Abschluss des Modellprojekts Zukunftsschulen und zur Weiterentwicklung des Netzwerks der Hospitationsschulen sind heute Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, Regionalen Landesämtern und dem Kultusministerium zusammengekommen, um Erfahrungen auszutauschen, Ergebnisse zu reflektieren und gemeinsame Perspektiven für die nächsten Schritte zu entwickeln. Seit 2021 gestalten über 60 engagierte Schulen im Modellprojekt Zukunftsschulen neue Wege des Lernens. Das Modellprojekt geht nach 5 Jahren in den Freiräume-Prozess und das Netzwerk der Hospitationsschulen auf. Das wachsende Netzwerk an Hospitationsschulen ermöglicht es interessierten Lehrkräften oder Schulleitungen, sich über erprobte Innovationen auszutauschen. Interessierte Medien können sich gerne an die dort gelisteten Schulen wenden, um über zukunftsweisende Ideen zu berichten.

Im von Kultusministerin Hamburg angeschobenen Freiräume-Prozess werden die Schulen eingeladen, die Möglichkeiten innovativer Schulentwicklung für ihre Schule zu gestalten. Dazu hat es eine Vielzahl von Anpassungen in Erlassen, Verordnungen und Rechtsvorschriften gegeben, die die Gestaltungsspielräume der Schulen jeweils erweitert haben. Zuletzt sind die gesammelten Erfahrungen und Rückmeldungen in die Weiterentwicklung der Grundsatzerlasse oder der Novelle des Niedersächsischen Schulgesetzes eingeflossen.

Um sowohl Schulleitungen als auch Lehrkräften die bestehenden Handlungsspielräume in der Schul- und Unterrichtsorganisation transparent zu machen, können Schulen das Freiräume-Portal nutzen. Schulen haben dort auch die Möglichkeit, von der Erlasslage abweichende Modelle zur innovativen Schulentwicklung zu beantragen. Davon haben in den vergangenen Jahren über 40 Schulen Gebrauch gemacht und haben etwa ihre Prüfungstermine für Schülerinnen und Schüler flexibilisiert.

Auf dem YouTube-Kanal des Niedersächsischen Kultusministeriums erfahren Sie in zwei Videos, warum es den Freiräume-Prozess gibt. Außerdem erfahren Sie von Teilnehmenden des Freiräume-Kongresses aus dem vergangenen Jahr, wie sie Freiräume vor Ort konkret nutzen. Weitere Videos werden folgen.

YouTube: Was ist eigentlich der Freiräume-Prozess?

YouTube: Wie kann sich Schule weiterentwickeln?

Kopfbild einer Frau mit freundlichem selbstbewussten Blick   Bildrechte: MK/Ole Spata

Kultusministerin Julia Willie Hamburg

Artikel-Informationen

erstellt am:
01.06.2026

Ansprechpartner/in:
Bela Mittelstädt

Nds. Kultusministerium
Hans-Böckler-Allee 5
30173 Hannover
Tel: 0511/120-7198

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