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Landesregierung liefert: Ministerpräsident Olaf Lies und Kultusministerin Julia Willie Hamburg übergeben Tablets an IGS Südstadt – Ausstattungsprogramm für digitale Endgeräte läuft nach Plan


Eines der größten Digitalisierungsprojekte des Landes Niedersachsen nimmt immer schneller Fahrt auf. Die ersten Schulen werden bereits beliefert. Am heutigen Dienstag haben Ministerpräsident Olaf Lies und seine Stellvertreterin, Kultusministerin Julia Willie Hamburg, die bestellten Geräte an die IGS Südstadt übergeben.

Im Juni 2025 hatte die Landesregierung das ambitionierte Ausstattungsprogramm beschlossen. Darauf folgte nach einem eng getakteten Plan die erforderliche Ausschreibung. Seit April können Schulen im Webshop von IT.Niedersachsen die für sie passenden digitalen Endgeräte bestellen. Seit Anfang Mai läuft die planmäßige Auslieferung an die Schulen. In einem ersten Schritt erhalten damit Lehrkräfte aller Schulformen und Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse digitale Endgeräte.

Ministerpräsident Olaf Lies freut sich: „Wir schlagen hier ein neues Kapitel für die digitale Bildung in Niedersachsen auf. Mit der Auslieferung der Tablets bringen wir das größte Digitalisierungsprojekt für den Bildungsbereich in Niedersachsen auf den Weg. Das ist ein starkes Signal: Wir schaffen landesweit modernste Lernbedingungen. Digitale Bildung ist heute ein zentraler Teil guter Bildung – im Unterricht, beim Recherchieren, beim kreativen Arbeiten und beim sicheren Umgang mit Informationen. Gute Bildung entsteht dabei nicht durch Geräte allein, sondern durch gute Pädagogik und Konzepte, verlässliche Infrastruktur und engagierte Lehrkräfte. Genau deshalb gehen wir diesen Schritt gemeinsam mit den Schulen, den Kommunen und den Lehrkräften. Wir tun das mit Respekt vor der großen Aufgabe, aber auch mit einem klaren Anspruch: Niedersachsen soll bei der digitalen Bildung ganz vorne mitspielen. Wir reden nicht nur über Zukunft, ab heute liefern wir sie aus.“

Kultusministerin Julia Willie Hamburg ergänzt: „Vor knapp einem Jahr bestellt und jetzt beliefern wir bereits die Schulen. Dass das bei dem größten Digitalisierungsprojekt des Landes so funktioniert, ist dem großen Engagement aller Beteiligten – auch der Schulträger, Regionalen Landesämter und der Schulen – zu verdanken. Ich möchte mich deshalb bei allen herzlich für diesen Einsatz bedanken. Dieser ambitionierte Zeitplan ist angesichts der Größe des Vorhabens überhaupt nicht selbstverständlich. Mit der Ausstattung aller Schulen mit digitalen Endgeräten kann Lernen künftig individueller und attraktiver gestaltet werden – und zwar unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Kinder können auf ihrem jeweiligen Lernstand gefördert werden, indem sie beispielsweise Deutsch, Mathematik oder Englisch auf ihrem individuellen Niveau bearbeiten, auf Arbeitsmaterialien in verschiedenen Sprachen zugreifen, in Biologie eigene Forschungsergebnisse direkt mit Fotos dokumentieren oder sich im Geschichtsunterricht interaktiv mit dem Sonnenkönig austauschen. All das wird künftig an allen niedersächsischen weiterführenden Schulen möglich. Das ist ein wichtiger Beitrag für modernes Lernen und zur Bildungsgerechtigkeit. Wir lassen an unseren Schulen kein Kind zurück. In einem ersten Schritt liefern wir 160.000 Tablets aus. Ein Quantensprung für die digitale Bildung in Niedersachsen.“

Dr. Jan Arning, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages betont: „Eine gute Digitalisierung in Schulen wird es nur geben, wenn Schulen und Schulträger zusammenarbeiten. Ministerpräsident Lies und Ministerin Hamburg haben die Bedeutung der kommunalen Schulträger erkannt und begegnen ihnen auf Augenhöhe. Insbesondere Ministerin Hamburg ist in vielen Verhandlungen, die sie persönlich mit den kommunalen Spitzenverbänden geführt hat, auf die vielen Forderungen der kommunalen Schulträger eingegangen. Die Schulträger werden die Tablets administrieren, also bspw. dafür sorgen, dass die Geräte funktionieren, Updates aufgespielt werden und die Datensicherheit gewährleistet wird. Dafür erhalten die kommunalen Schulträger eine Pauschale von 125 € je Gerät sowie alle kommunalen Schulträger in Niedersachsen jährlich 23,5 Mio. € für Administrationskosten. Das wird die Kosten in den meisten Kommunen nicht decken. Die kommunalen Schulträger leisten also nicht nur einen logistischen, sondern auch einen finanziellen Beitrag beim Thema Digitalisierung in Schulen. Schließlich kommt unser Schulgesetz endlich aus der „Kreidezeit“ heraus. Mit der Schulgesetznovelle, die sich im parlamentarischen Verfahren befindet, wird die Digitalisierung an Schulen jetzt gesetzlich geregelt. Insbesondere die Aufgabenverteilung zwischen Schulen und kommunalen Schulträgern sowie die Kostenerstattung an die kommunalen Schulträger wird gesetzlich festgelegt. Das war längst überfällig und das war uns sehr wichtig.“


Zum Hintergrund:

Das Land Niedersachsen treibt die Ausstattung der Schulen mit digitalen Endgeräten konsequent voran. Im Schuljahr 2026/2027 werden die ersten Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs sowie Lehrkräfte – und danach jährlich weiter aufsteigend – von ihren Schulen mit digitalen Endgeräten ausgestattet. Hierfür stellt das Land bis 2031 insgesamt rund 800 Millionen Euro bereit. Die Beschaffung der Geräte erfolgt über externe Dienstleister, die von IT.Niedersachsen beauftragt wurden. Die Bestellungen werden über einen übersichtlichen Webshop vorgenommen. Das Bestellfenster für das kommende Schuljahr schließt im Oktober 2026. Damit die Bestellung, Anlieferung und Einführung sowie Ausgabe der Geräte reibungslos funktioniert, haben das Kultusministerium, die Regionalen Landesämter für Schule und Bildung (RLSB) und das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) umfangreiche Handreichungen und Hintergrundinformationen für die Schulen bereitgestellt. Die Handreichungen geben Lehrkräften und Schulleitungen neben Hinweisen zur Bestellung, Ausleihe und Rücknahme zusätzlich Hinweise zur Einbindung der Geräte in die (digitale) Schulentwicklung und wissenschaftlich fundierte Empfehlungen zum Umgang. Den Handreichungen sind Checklisten, Musterleihverträge und Formulare beigefügt. Die Informationen im Bildungsportal werden kontinuierlich aktualisiert. Folgende Geräte wurden bisher bestellt:

Bisher haben 1928 Schulen ihre Bestellungen abgegeben. Mit Stand 23. Juni 2026 wurden circa 44.000 Geräte ausgeliefert. Die Schulen wählen das Modell, das zu ihren bestehenden Systemen und Medienbildungskonzepten passt. Die Zahl der bestellbaren Geräte richtet sich maßgeblich nach der Zahl der Schülerinnen und Schüler im Jahrgang 6 im Schuljahr 2025/2026. Die Schulen können außerdem einen Ersatzgerätepool von zusätzlich 10 % beziehen. Im kommenden Jahr wird der Web-Shop auch für die Ausstattung der Siebtklässlerinnen und Siebtklässler im Schuljahr 2027/2028 genutzt.


Meilensteine des Ausstattungsprogramms

  • Juni 2025: Die Landesregierung stellt die Weichen für das größte niedersächsische Digitalisierungsprojekt für die Schulen. Digitale Endgeräte für alle Siebtklässlerinnen und Siebtklässler sowie alle Lehrkräfte. Dafür stehen bis 2031 800 Mio. Euro zur Verfügung. Zur Kabinetts-Presseinformation.
  • Dezember 2025: Der Niedersächsische Landtag debattiert und beschließt den Haushalt 2026. Unter anderem deutliche Investitionen in Bildungsqualität, Lehrkräfte und die Digitalisierung der Schulen. 9,6 Milliarden Euro, um Chancen zu eröffnen. Zur Pressemitteilung.
  • März 2026: Das Land und die kommunalen Spitzenverbände (KSV) einigen sich auf ein Verfahren inklusive Finanzierung der dauerhaften Administration im Zuge der Digitalisierung der Schulen. Das betrifft auch die digitalen Endgeräte. Zur gemeinsamen Pressemitteilung.
  • April 2026: Niedersachsen schaltet den Web-Shop zur Bestellung der digitalen Endgeräte durch die Schulen frei. Diese können in zunächst drei Phasen die Bestellung für das Schuljahr 2026/2027 vornehmen. Zur Pressemitteilung.
  • Mai 2026: Die Auslieferung der Geräte durch IT.Niedersachsen beginnt.


Ausblick:

  • August 2026: Durch die schnelle Auslieferung ist gesichert, dass alle Schulen, die möchten, zum Schuljahresbeginn mit den neuen digitalen Endgeräten starten können.
  • Bis Schuljahr 2030/2031: Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgänge werden sukzessive ausgestattet. 2030/31 erhalten Schülerinnen und Schüler in Klasse 11 an den allgemeinbildenden Schulen und an den berufsbildenden Schulen (neue) digitale Endgeräte.


Kopfbild einer Frau mit freundlichem selbstbewussten Blick   Bildrechte: MK/Ole Spata

Kultusministerin Julia Willie Hamburg

Artikel-Informationen

erstellt am:
23.06.2026

Ansprechpartner/in:
Bela Mittelstädt

Nds. Kultusministerium
Hans-Böckler-Allee 5
30173 Hannover
Tel: 0511/120-7198

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