Nds. Kultusministerium

Erneuter Rekord: Über 20.200 Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialassistentinnen und Sozialassistenten in Aus- und Weiterbildung


Die sozialpädagogischen Bildungsgänge an berufsbildenden Schulen in Niedersachsen er-freuen sich weiterhin großer Beliebtheit: Etwa 20.200 Schülerinnen und Schüler befanden sich im Schuljahr 2025/2026 in Schulformen, die zu einem Abschluss als Erzieherin und Erzieher sowie Sozialassistentin und Sozialassistent führen. Im Schuljahr davor waren noch 19.800 Sozialassistentinnen und Sozialassistenten sowie Erzieher und Erzieherinnen in Aus- und Weiterbildung. Auch der Trend hin zu vergüteten Teilzeitausbildungsgängen hält an: 3.218 (+ 8,8 %) der Schülerinnen und Schüler nutzten die Möglichkeit einer tätigkeits- oder berufsbegleitenden Teilzeitausbildung. In diesen dualisierten Teilzeitausbildungen hat sich die Zahl der Auszubildenden in den zurückliegenden fünf Jahren damit nahezu verdoppelt.

„Der Bedarf an gut qualifiziertem Personal in unseren Kindertagesstätten bleibt weiter hoch“, betont Kultusministerin Julia Willie Hamburg. „Verlässliche frühkindliche Bildung legt die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe. Mehr Erzieherinnen und Erzieher verbessern die Bildungschancen unserer Jüngsten und ermöglichen es Eltern, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Darum hat das Land bereits vieles auf den Weg gebracht, um mehr Menschen für den Beruf zu begeistern. Der erneute Rekordwert von über 20.200 jungen Menschen in einer sozialpädagogischen Ausbildung macht deutlich, dass sich dieser Einsatz auszahlt. Diese Entwicklung ist auch den Schulen zu verdanken, die unermüdlich ihre Kapazitäten erweitern und ihre Bildungsgänge weiterentwickeln. Durch unsere Kampagnen und die wertvolle Arbeit in den Schulen und Einrichtungen können immer mehr Menschen für den Beruf gewonnen werden.“

Ebenfalls erfreulich ist der weitere Zuwachs, den die zweijährige Berufsfachschule Sozialpädagogik verzeichnet: In den zurückliegenden drei Jahren konnte die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die mit einem Hauptschulabschluss in der Schulform starten können, um fast 44 Prozent auf nun 973 erhöht werden. Dies unterstreicht die Bedeutung dieser Schulform als entscheidende Vorstufe für den Einstieg in sozialpädagogische Berufe. Die Berufsfachschule Sozialpädagogik führt zum Realschulabschluss und ermöglicht zugleich eine vertiefte berufliche Grundbildung. Sie zeigt damit einen verkürzten Weg in die berufsqualifizierende Berufsfachschule Sozialpädagogische/r Assistent/in auf. Diese kann dann in einem Jahr abgeschlossen werden.

Auch die Doppelqualifizierung am Beruflichen Gymnasium hat sich als Erfolgsmodell bewährt. Die Doppelqualifizierung am Beruflichen Gymnasium ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, parallel zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur) einen staatlich anerkannten Berufsabschluss zu erwerben. Sie verzahnt theoretischen Unterricht mit intensiven Praxisphasen. Im Schuljahr 2025/26 waren deutlich über 3.600 von ihnen im Schwerpunkt Sozialpädagogik dieser Schulform.



Schülerinnen und Schüler in Bildungsgängen, die auf eine berufliche Qualifizierung

als Sozialpädagogische Assistent/in und/oder Erzieher/in hinführen.

Schuljahr

Schülerinnen und Schüler (gerundet)

davon in tätigkeits- oder berufsbegleitender Teilzeitausbildung

2014/2015

13.700

526

2015/2016

14.400

698

2016/2017

14.700

850

2017/2018

14.700

818

2018/2019

15.400

1.200

2019/2020

16.300

1.547

2020/2021

17.400

2.084

2021/2022

18.000

2.291

2022/2023

18.000

2.227

2023/2024

19.200

2.709

2024/2025

19.800

2.957

2025/2026

20.200

3.218


Um ausreichend gute Angebote machen zu können, braucht es auch weiter gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher. Um attraktive Bedingungen für die Gewinnung von zusätzlichen Fachkräften zu schaffen, hat das Land zudem weitere Maßnahmen unternommen:

  • Schaffung vielfältiger Quereinstiegsmöglichkeiten in die Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin/zum Sozialpädagogischen Assistenten sowie zur Erzieherin/zum Erzieher, verbunden mit einer Verkürzung der Ausbildungsdauer.
  • Einführung dualisierter und vergüteter Ausbildungs- und Weiterbildungsformate.
  • Imagekampagne zur Steigerung der Attraktivität der sozialpädagogischen Ausbildungen. jeden-tag-einzigartig.de
  • Anpassungsfortbildungen für ausländische Fachkräfte, um Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.


Kopfbild einer Frau   Bildrechte: MK/Ole Spata

Kultusministerin Julia Willie Hamburg

Artikel-Informationen

erstellt am:
27.07.2026

Ansprechpartner/in:
Bela Mittelstädt

Nds. Kultusministerium
Hans-Böckler-Allee 5
30173 Hannover
Tel: 0511/120-7198

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