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Datengestützte Förderung im Fokus: Niedersachsen stärkt Schulen mit neuen digitalen Instrumenten


Wie können Schülerinnen und Schüler bestmöglich gefördert und Lehrkräfte gezielt in ihrer täglichen Arbeit unterstützt werden? Niedersachsen setzt künftig verstärkt auf datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung. Ziel ist es, Lernstände präziser zu erfassen, Fördernotwendigkeiten frühzeitig zu erkennen und daraus konkrete Maßnahmen für den Unterricht abzuleiten.

Ab sofort stehen den allgemeinbildenden Schulen, die an der datengestützten Schulentwicklung über die Vergleichsarbeiten teilnehmen, neue digitale Werkzeuge zur Verfügung, die Lehrkräfte bei dieser Aufgabe unterstützen. Sie bieten auf Basis von Vergleichsarbeiten eine übersichtliche Aufbereitung von Lernergebnissen und ermöglichen eine differenzierte und individualisierte Analyse innerhalb der Lerngruppen. Auf dieser Basis entwickelt das Tool zudem passgenaue Fördermaßnahmen, die direkt im Unterricht eingesetzt werden können. Dafür stehen abgestimmte Materialien bereit, die individuell kombiniert und flexibel eingesetzt werden können.

Kultusministerin Julia Willie Hamburg betont: „Um Schulen bei der gezielten Förderung ihrer Schüler zu unterstützen, ist datengestützte Qualitätsentwicklung elementar. Gutes Bildungsmonitoring ist ein Gewinn für die Schulen und für die Förderung der Schülerinnen und Schüler. Wir wollen an den Schulen und in den Klassen genau wissen, wo unsere Schülerinnen und Schüler stehen. Während frühere Vergleichsarbeiten zu aufwendig waren und zu wenig konkreten und zeitnahen Nutzen für die Arbeit vor Ort gebracht haben, setzen wir nun darauf, dass Lehrkräfte auf Knopfdruck Feedback und passgenaue Fördermaterialien erhalten. Damit kommen wir dem Wunsch vieler Schulen nach, individuell, zielgerichtet und somit gewinnbringend mit diesen Daten zu arbeiten. Die Lehrkräfte haben damit einen echten Mehrwert für ihre Arbeit. Wir werden dieses Angebot sukzessive weiter ausbauen.“

Zum Hintergrund:

Niedersachsen plant eine flächendeckende Wiedereinführung des Bildungsmonitorings in Form von digitalisierten Lernstandskontrollen. Aktuell wird ein umfassendes Konzept zur datengestützten Qualitätsentwicklung an Schulen für Niedersachsen erarbeitet. An den Startchancen-Schulen ist eine Teilnahme in den Jahrgängen 3 und 8 seit dem Schuljahr 2024/25 verpflichtend. Die Vergleichsarbeiten haben sich im Vergleich zu 2019 deutlich verändert, die Durchführung erfolgt digitalisiert und ist mit deutlich weniger Aufwand verbunden. Die Ergebnisse gibt es zudem unmittelbar auf Knopfdruck, sodass Lehrkräfte direkt damit arbeiten können.

Mit dem neuen VERAcheck gibt es nun zudem ein Online-Auswertungsportal zu den Vergleichsarbeiten VERA-3 und VERA-8. Es bietet den Schulen nach der Durchführung von Vergleichsarbeiten für die Fächer Deutsch und Mathematik:

  • eine anschauliche Übersicht über die Verteilung der Schülerinnen und Schüler der eigenen Gruppe auf die Kompetenzstufen,
  • dazu passend für jede Kompetenzstufe geeignete Fördermaterialien für die Schülerinnen und Schüler zum Einsatz im Unterricht,
  • die Möglichkeit, ein eigenes Materialpaket für die Schülerinnen und Schüler zusammenzustellen.

Darauf basierend können datengestützte Überlegungen zur Weiterentwicklung des Unterrichts sowie zur Förderung von Schülerinnen und Schülern erfolgen.

Die Fördermaterialien wurden von Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktikern entwickelt. Sie enthalten allgemeine Informationen, Methoden, Aufgaben und Tipps zur Weiterarbeit. Derzeit wird VERAcheck für ausgewählte Kompetenzbereiche bzw. Leitideen in den Fächern Deutsch und Mathematik angeboten. Eine stetige Erweiterung ist angedacht, sodass perspektivisch für weitere Leitideen bzw. Kompetenzbereiche und auch für das Fach Englisch ein umfassendes Angebot an Fördermaterialien zur Verfügung stehen wird.



Übersicht über Ergebnisse und mögliche differenzierte Fördermaßnahmen   Bildrechte: MK
VERAcheck mit Übersicht über die Ergebnisse und mögliche differenzierte Fördermaßnahmen
Kopfbild einer Frau mit freundlichem selbstbewussten Blick   Bildrechte: MK/Ole Spata

Kultusministerin Julia Willie Hamburg

Artikel-Informationen

erstellt am:
30.04.2026

Ansprechpartner/in:
Bela Mittelstädt

Nds. Kultusministerium
Hans-Böckler-Allee 5
30173 Hannover
Tel: 0511/120-7198

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