Nds. Kultusministerium Niedersachen klar Logo

Fragen und Antworten zur Kindertagesbetreuung

HIER FINDEN SIE DIE WICHTIGSTEN FRAGEN ZU AKTUELLEN REGELUNGEN IN DER KINDERTAGESBETREUUNG IN NIEDERSACHSEN


Die Corona-Krise fordert uns alle, verantwortlich mit der Situation umzugehen und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen – auch in der Kindertagesbetreuung.

Zu den derzeit wichtigsten Fragen für den Bereich Kita/Kindertagespflege hier ein Überblick.

- aktualisiert am 19.04.2021 -

AKTUELLES


Wie erfolgt aktuell die Kindertagesbetreuung in Niedersachsen?

Die Niedersächsische Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2 (Niedersächsische Corona-Verordnung) vom 30. Oktober 2020 (Nds. GVBl. S. 368), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 16. April 2021 (Nds. GVBl. S. 185) wird wie folgt angewendet:

Für den Bereich der Kindertageseinrichtungen gilt demnach seit 08.03.2021 der eingeschränkte Regelbetrieb (Szenario B) – Ausnahme: Hotspots.

Die Kindertageseinrichtungen sind damit im Grundsatz geöffnet. Damit werden alle Kinder in der Gruppe betreut, in die sie aufgenommen wurden. Die Durchmischung von Kindern unterschiedlicher Gruppen ist dabei untersagt.

Szenario B (eingeschränkter Regelbetrieb) ist allerdings nur möglich, wenn die Infektionslage dies zulässt (in der Regel bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 100). Wenn sich das Infektionsgeschehen auf kommunaler Ebene zuspitzt ist ein Wechsel in Szenario C (Betriebsuntersagung mit Notbetreuung) erforderlich.

Der Wechsel zwischen den einzelnen Szenarien für Angebote der Kindertagesbetreuung wird von den zuständigen Behörden vor Ort in Form einer Allgemeinverfügung kommuniziert und umgesetzt.


Was ist unter Hotspots zu verstehen?

Als Hotspots gilt ein Landkreis, kreisfreie Stadt bzw. die Region Hannover, wenn die 7-Tage-Inzidenz in diesem Gebiet stabil, das heißt mindestens an drei Folgetagen, über 100 liegt. Der Ermittlung dieser Inzidenzzahl liegen die vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt erhobenen Daten der Niedersachsenseite unter

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/aktuelle_lage_in_niedersachsen

zu Grunde.

Die konkreten Auswirkungen auf den Bereich der Kindertagestagesbetreuung sind den Abschnitten zur Notbetreuung bzw. zur Kindertagespflege zu entnehmen.


Wie erfolgt Betrieb der Kindertageseinrichtungen auf Grundlage der Corona-Verordnung vom 12.03.2021 in sogenannten Hotspots?

In Landkreisen, kreisfreien Städten sowie der Region Hannover, deren 7-Tage-Inzidenz drei Tage oder länger über 100 liegt, untersagen die Kommunalbehörden per Allgemeinverfügung den Betrieb von Kindertageseinrichtungen, sofern die Überschreitung des Schwellenwerts von 100 auf Dauer zu erwarten ist. Maßgeblich für einen Wwechsel des Szenarios von C nach B oder von B nach C ist eine öffentlich bekannt zu gebende Allgemeinverfügung des jeweiligen Landkreises oder der jeweiligen kreisfreien Stadt. Damit wird erreicht, dass die Entscheidungen zur Gewährleistung von Kindertagesbetreuung in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz um den Wert 100 schwankt, regional einheitlich und verlässlich erfolgen.


Wer trifft die Entscheidung über die Betriebsuntersagung (Szenario C) bzw. den Wechsel in den eingeschränkten Regelbetrieb (Szenario B)?

Nicht die Einrichtung oder der Träger sondern der Landkreis bzw. die kreisfreie Stadt bzw. die Region Hannover entscheiden per Allgemeinverfügung, in welchem Szenario der Betrieb einer Kindertageseinrichtung aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehenserfolgen kann.


Welche Möglichkeiten bestehen für Beschäftige in der Kindertagesbetreuung ab dem 12.04.2021, die sich anlasslos testen lassen möchten?

Das Land finanziert seit dem 12.04.2021 für das Personal in Kindertageseinrichtungen und für Kindertagespflegepersonen anteilig zwei PoC-Antigen-Schnelltests auf SARS-CoV-2 zur Eigenanwendung durch Laien je Woche.

Die Höhe der Vergütung der Sachkosten entspricht der nach der Coronavirus-Testverordnung des Bundes vorgesehenen Vergütung. Je Testung sind insofern bis zu 6 Euro zu erstatten; das Land würde 50 %, d.h. maximal bis zu 3 Euro je Test, übernehmen.

Auch Point-of-Care (PoC)-Antigen-Schnelltests zur Fremdanwendung können anstelle der Selbsttests vorgenommen werden; sie werden ebenfalls in dem vorgegebenen Finanzierungsrahmen anteilig vom Land gefördert. Die andere Hälfte der Kosten für Testungen sollten vom jeweiligen Arbeitgeber bzw. – bei Kindertagespflegepersonen – von den örtlichen Trägern übernommen werden.

Die Zuständigkeit für die Planung und Umsetzung von Teststrategien für den Bereich der Kindertagesbetreuung liegt bei den örtlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort.


Sollte auch vollständig geimpftes Personal regelmäßig anlasslos getestete werden?

Gegen COVID-19 geimpfte Personen sind durch die Impfung vor schweren Krankheitsverläufen geschützt. Inwiefern auch geimpfte Personen an COVID-19 erkranken bzw. Viren übertragen können, ist derzeit noch nicht bekannt. Auch geimpfte Personen müssen daher die Hygienemaßnahmen umfassend und konsequent befolgen und sollten bis auf Weiteres auch im Rahmen von Teststrategien berücksichtigt werden.


Wer informiert mich über die prioritären Impfmöglichkeiten für das in der Kindertagesbetreuung tätiges Personal?

Die Landesregierung hat dafür Sorge getragen, dass in der Kindertagesbetreuung tätige und impfwillige Personen die Möglichkeit einer Impfung mit hoher Priorität (Kategorie 2) erhalten können.

Im Einzelnen handelt es sich dabei um Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen und in der Kindertagespflege tätig sind. Von dem Begriff Beschäftigte sind alle tätigen Personen umfasst auch Studierende, Praktikanten und sonstige Ehrenamtliche oder hauptamtliche Kräfte auch von anderen Einstellungsträgern, sofern sie in in der Kindertagesbetreuung tätig sind und Kontakt zu Kindern haben könnten.

Die örtlichen Impfzentren werden hierzu auf die für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege zuständigen örtlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe zugehen und vor Ort über das weitere Verfahren informieren. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihr örtliches Jugendamt.

Die Möglichkeit einer Impfung mit hoher Priorität (Kategorie 2) ist nur dann gegeben, wenn in einer Region alle Personen mit höchster Priorität (Kategorie 1) geimpft wurden. Dies kann dazu führen, dass der Impfbeginn für das in der Kindertagesbetreuung tätige Personal regional unterschiedlich erfolgen wird.


Welcher Impfstoff wird in der Priorisierungsgruppe für Personen, die in der Kindertagesbetreuung tätig sind, verwendet?

Die regionalen Impfzentren und die mobilen Impfteams nutzen den jeweils am Tag der Impfung zur Verfügung stehenden Impfstoff. Die Auswahl eines bestimmten Impfstoffs durch die impfwilligen Personen ist nicht möglich.

Was passiert, wenn ich den angebotenen Impfstoff ablehne?

Jede impfwillige Person der priorisierten Impfgruppen erhält entsprechend der Impfreihenfolge und der zur Verfügung stehenden Impfstoffe ein Impfangebot. Wenn Sie am Tag der Impfung nicht mit dem zur Verfügung stehenden Impfstoff einverstanden sind, müssen Sie sich nicht impfen lassen. Ihnen bleibt dann nur, wieder einen Impftermin über das Terminmanagement zu vereinbaren. Ob dann beim zweiten Versuch ein anderer Impfstoff zur Verfügung steht, muss dann abgewartet werden. Es besteht kein Anspruch auf einen anderen Impfstoff.


Weitere Fragen und Antworten für den Bereich der Kindertagesbetreuung (Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege) gibt es in der folgenden Liste



Übersetzungen der Plakate/Schaubilder "Erkältungssysmptome"

AKTUELL: Impuls- und Ideenpapier

Für die Teilhabe aller Kinder am pädagogischen Alltag von Kita und Kindertagespflege bei Notbetreuung

 Gesamtausgabe des Ideen- und Impulspapiers
(0,90 MB)

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln