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Fragen und Antworten zur Kindertagesbetreuung

HIER FINDEN SIE DIE WICHTIGSTEN FRAGEN ZU AKTUELLEN REGELUNGEN IN DER KINDERTAGESBETREUUNG IN NIEDERSACHSEN


Die Corona-Krise fordert uns alle, verantwortlich mit der Situation umzugehen und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen – auch in der Kindertagesbetreuung.

Zu den derzeit wichtigsten Fragen für die Bereiche Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege hier ein Überblick:

- aktualisiert am 22.07.2021 -


AKTUELLES

Soll vollständig geimpftes Personal in Kindertageseinrichtungen nach dem 31.07.2021 weiterhin anlasslos getestet werden? (Aktualisierung: 22.07.21)

Nein. Bei genesenen und vollständig immunisierten Personen sollte auf den Einsatz von Antigen-Schnelltests verzichtet werden, da hier die Virenlast regemäßig zu niedrig ist, um ein positives Testergebnis anzuzeigen. Falls bei diesen Personen dennoch Symptome einer Corona-Infektion auftreten, sollte direkt ein PCR-Test durchgeführt werden, da nur dieser ein sicheres Ergebnis liefern kann. Von dem Einsatz von Corona-Schnelltests für Genesene und vollständig Immunisierte ist kein zusätzlicher präventiver Nutzen in Bezug auf das Erkennen einer asymptomatischen Corona Infektion zu erwarten.

In welchem Szenario kann der Betrieb von Kindertageseinrichtungen derzeit in Niedersachsen erfolgen? (Aktualisierung: 30.06.2021)

Gemäß der Corona-Verordnung vom 31.05. 2021 können Kindertageseinrichtungen im Regelbetrieb (Szenario A) betrieben werden, sofern die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis, der kreisfreien Stadt bzw. der Region Hannover an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 50 liegt.

Maßgeblich für einen Szenarienwechsel ist grundsätzlich eine öffentlich bekanntzugebende Allgemeinverfügung des jeweiligen Landkreises oder der jeweiligen kreisfreien Stadt (beim Über-/Unterschreiten von Schwellenwerten gilt der Szenarienwechsel damit grundsätzlich nicht „automatisch“).

Wenn in Bezug auf das Gebiet des Landkreises, der kreisfreien Stadt bzw. der Region Hannover, in dem die Kindertageseinrichtung gelegen ist, die 7-Tage-Inzidenz den jeweils maßgeblichen Inzidenzwert (Schwellenwert) an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschreitet, so setzt der jeweils zuständige Landkreis, die jeweils zuständige kreisfreie Stadt bzw. die Region Hannover durch öffentlich bekannt zu gebende Allgemeinverfügung die jeweilige Maßnahme um, die ab dem übernächsten Tag gilt.

Sobald der jeweils maßgebliche Inzidenzwert (Schwellenwert) an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen (Sonn- & Feiertage unterbrechen die Zählung nicht) unterschritten ist, legt der jeweils zuständige Landkreis, die jeweils zuständige kreisfreie Stadt bzw. die Region Hannover durch öffentlich bekanntzugebende Allgemeinverfügung fest, dass ab dem übernächsten Tag die jeweilige Maßnahme wieder aufgehoben wird.

Für die 7-Tage-Inzidenz werden die vom Robert Koch-Institut im Internet unter
für die betreffenden Kommunen veröffentlichten Zahlen zugrunde gelegt. Diese werden auch im Corona-Dashboard Niedersachsen veröffentlicht.

Wie wird eine „stabile“ Unterschreitung des Inzidenzwertes von 50 berechnet? (Aktualisierung: 27.05.2021)

Hierzu zwei Beispiele:

Beispiel 1: Wenn eine Kommune Dienstag, 25.05.2021 unter 50 sinkt, sind 5 aufeinanderfolgende Werktage:

25.05. Dienstag (1)
26.05. Mittwoch (2)
27.05. Donnerstag (3)
28.05. Freitag (4)
29.05. Samstag (5)

Der übernächste Tag ist dann Montag (31.05.), also wäre Szenario A ab 31.05. möglich.

Beispiel 2: Wenn eine Kommune Mittwoch, 26.05.2021 unter 50 sinkt, sind 5 aufeinanderfolgende Werktage:

26.05. Mittwoch (1)
27.05. Donnerstag (2)
28.05. Freitag (3)
29.05. Samstag (4)
30.05. Sonntag
31.05. Montag (5)

Der übernächste Tag ist dann Mittwoch (02.06.), also wäre Szenario A ab 02.06. möglich.


Wer trifft die Entscheidung Entscheidung über den Regelbetrieb (Szenario A) bzw. den Wechsel in den eingeschränkten Regelbetrieb (Szenario B)? (Aktualisierung: 03.06.2021)

Die zeitlichen Vorgaben bzgl. eines Wechsels zwischen den Szenarien ergeben sich aus § 1a der Corona-Verordnung.

Der Landkreis, die kreisfreie Stadt bzw. die Region Hannover muss öffentlich bekannt geben, wenn das Über- bzw. Unterschreiten der 7-Tage-Inzidenz von 50 einen Wechsel zwischen den Szenarien in der Kindertagesbetreuung erforderlich macht.


Was geschieht, wenn die 7-Tage-Inzidenz von 50 überschritten wird? (Aktualisierung: 09.07.2021)

Überschreitet ein Landkreis, eine kreisfreie Stadt bzw. die Region Hannover die 7-Tage-Inzidenz von 50 an drei aufeinanderfolgenden Tagen, dann muss die Kommunalbehörde den Betrieb von Kindertageseinrichtungen in den eingeschränkten Regelbetrieb (Szenario B) versetzen. Dies erfolgt durch eine öffentlich bekannt zu gebende Allgemeinverfügung. Diese gilt ab dem übernächsten Tag.


Was geschieht, wenn die 7-Tage-Inzidenz von 50 unterschritten wird? (Aktualisierung: 03.06.2021)

Unterschreitet ein Landkreis, eine kreisfreie Stadt bzw. die Region Hannover die 7-Tage-Inzidenz von 50 an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen, so kann der Betrieb von Kindertageseinrichtungen im Regelbetrieb (Szenario A) erfolgen. Die zuständige Kommunalbehörde hebt eine Allgemeinverfügung zum eingeschränkten Regelbetrieb (Szenario B) zum übernächsten Tag auf.


Unter welchen Rahmenbedingungen können Sommerfeste u. ä. Veranstaltungen durchgeführt werden? (Aktualisierung: 08.06.2021)

Für die Durchführung von Sommerfesten, Kitaabschieds-Feiern o. Ä. unter Beteiligungen von Eltern und weiteren Angehörigen müssen die Vorgaben des § 6a Corona-Verordnung in der jeweils gültigen Fassung am Veranstaltungstag beachtet werden.

Zunächst ist zu unterschieden, ob es sich um eine Veranstaltung im geschlossenen Raum bzw. unter freiem Himmel handelt. Zudem ist die kommunale 7-Tage-Inzidenz mit den Schwellenwerten bis 35, zwischen 35 bis 50 sowie ab 50 (nur draußen möglich) für die Rahmenbedingungen maßgeblich.

Es wird empfohlen, derzeit auf Indoor-Veranstaltungen unter Beteiligung von Eltern und weiteren Angehörigen zu verzichten.

Für Outdoor-Veranstaltungen gilt:

Grundsätzlich muss die Kita als Veranstalter ein Hygienekonzept nach § 4 Corona-VO entwickeln und umsetzen und es ist das Abstandsgebot nach § 2 Corona-VO zu beachten. Sofern der Mindestabstand nicht einzuhalten ist, so ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (ausgenommen Kinder bis 6 Jahre). Auch sind nach § 5 Corona-VO die Teilnehmenden zu dokumentieren (Name, Anschrift, Telefonnummer, Zeitraum der Anwesenheit) und die Daten entsprechend aufzubewahren.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 35 ist zudem ein negativer Testnachweis aller Anwesenden ab 14 Jahren erforderlich, sofern nicht ein vollständiger Impfschutz nachgewiesen bzw. ein Genesenennachweis vorgelegt werden kann.


Unter welchen Rahmenbedingungen können Kita-Veranstaltungen mit Übernachtungen durchgeführt werden? (Aktualisierung: 08.06.2021)

Für Ausflüge mit Übernachtungen sind die Bestimmungen des § 11 Abs. 4 der Corona-Verordnung analog anzuwenden, d.h. die Kita muss ein Hygienekonzept für die Fahrt umsetzen, so dass geeigneten Maßnahmen ergriffen werden, um die Gefahr einer Infektion der eigenen Person und der betreuten Kinder mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 zu vermindern. Anwesenheiten sind zu dokumentieren.

In Landkreisen bzw. kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz über 35 müssen zudem bei mehrtätigen Fahrten negative Testergebnisse aller Teilnehmenden (Kinder wie Fachkräfte) vor Beginn der Reise vorliegen und zwei weitere Tests pro Woche durchgeführt werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Eltern eine Einverständniserklärung für die Testung ihrer Kinder während der Fahrt abgeben.


Werden Kinder in der Kindertagesbetreuung getestet? (Aktualisierung: 30.06.2021)

Das Land Niedersachsen hat Vorkehrungen getroffen, um die Eindämmung des Infektionsgeschehens auch über anlasslose Reihentests von Kindern im Kindergartenalter zu unterstützen.

Die Landesregierung finanziert pro Kind im Kindergartenalter zunächst für den Zeitraum Juli – August 2021 wöchentlich zwei Tests für anlasslose Reihentestungen – unabhängig, ob die Betreuung in einer Kindertagesstätte oder in Kindertagespflege erfolgt.

Auf kommunaler Ebene sind entsprechende Teststrategien zu entwickeln und mit den Trägern der Kindertagesbetreuung bzw. Kindertagespflegepersonen umzusetzen.

Die Anwendung dieser Tests soll im häuslichen Umfeld durch die Eltern erfolgen.


Sollten Kindergartenkinder anlasslos getestet werden? (Aktualisierung: 21.07.2021)

Ja. Die Landesregierung wird ab Juli zunächst bis Jahresende weiterhin zwei Antigen-Schnelltests zur Anwendung durch Laien pro Kind im Kindergartenalter und Woche finanzieren, beschaffen und den örtlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe zur Weiterverteilung an die Eltern der in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege betreuten Kindergartenkinder zur Verfügung stellen.



Werden auch Krippenkinder getestet? (Aktualisierung: 30.06.2021)

Die Tolerierung von Tests durch kleine Kinder hängt maßgeblich vom Alter und der Testsituation ab. Die Landesregierung ist zu der Auffassung gelangt, dass Krippenkinder im Alter bis drei Jahre nicht verlässlich getestet werden können. Es wird daher empfohlen, dass sich die Eltern von in Kindertagesbetreuung betreuten Kindern unter drei Jahren im Rahmen von Bürgertests oder von Arbeitgebern zur Verfügung gestellten Selbsttests regelmäßig testen, um Infektionsketten im familiären Umfeld rechtzeitig zu erkennen.


Werden Hort-Kindern während der Schulferien Corona-Tests zur Verfügung gestellt? (Aktualisierung: 09.07.2021)

Für die Zeit der Schulferien stellt die Landesregierung Hort-Kindern, welche das Angebot der Hort-Ferienbetreuung in Anspruch nehmen, keine Testkits zur Verfügung. Jenseits des Schulbetriebs besteht keine Verpflichtung zur Vorlage negativer Testnachweise.

Es steht den Einrichtungsträgern und den Kommunen frei, eigenständig Testkits für die Hort-Kinder während der Schulferien anzuschaffen.

Auch von der Möglichkeit der Bürgertests können Hort-Kinder Gebrauch machen. Die Inanspruchnahme von Bürgertests ist nicht auf einen Test je Woche begrenzt, sondern es dürfen pro Person auch mehrere Bürgertests in der Woche durchgeführt werden, sofern vor Ort ausreichend Tests zur Verfügung stehen.


Mit welchen Tests werden Kinder getestet und durch wen? (Aktualisierung: 03.06.2021)

Das Land wird auf ausdrücklichen Wunsch der Kommunalen Spitzenverbände Lutsch-, Lolli- oder Löffeltests zentral beschaffen und über die regionalen Lager des Katastrophenschutzes an die Landkreise und kreisfreien Städte ausliefern. Die weitere Verteilung erfolgt dann über die örtlichen Behörden.

Entsprechend der Empfehlungen des Bundes können grundsätzlich auch für die Altersstufe der 3-7-jährigen Kinder alle durch das BfArM zugelassenen Antigen-Schnelltests zur Selbstanwendung unterschiedlichster Varianten zur Anwendung kommen, also sowohl Nasenabstrich- als auch Speicheltests.

Eine Übersicht über Antigen-Tests zur Eigenanwendung („Selbsttests“), deren Inverkehrbringen ohne CE-Kennzeichnung vom BfArM nach §11 Abs.1 MPG derzeit befristet zugelassen wird (Sonderzulassung des BfArM), finden Sie unter:


Die Testung von Kindern erfolgt in der Regel im häuslichen Umfeld vor Besuch einer Einrichtung durch die Eltern. Die Testungen können - sofern Einvernehmen aller Beteiligten besteht - auch in der Kindertageseinrichtung erfolgen. Dabei sind jedoch die für die Durchführung der Tests notwendigen Hygienemaßnahmen zu gewährleisten.

Durch wen erfolgt die Beschaffung der Testkits für Kinder im Kindergartenalter? (Aktualisierung: 22.07.2021)

Zwischen Landesregierung und Kommunalen Spitzenverbänden wurde am 17.05.2021 vereinbart, dass die Testkapazitäten für Kinder im Kindergartenalter für einen Zeitraum von zwei Monaten hälftig zentral durch die Landesregierung und hälftig dezentral auf kommunaler Ebene beschafft werden sollen. Das Land wird die zentral zu beschaffenden Tests für die Umsetzung örtlicher Teststrategien den Landkreisen und kreisfreien Städten in der letzten Juliwoche zur Verfügung stellen. Von dort erfolgt die Verteilung an Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen.
Zum Start der Testungen vor Ort kann Ihr örtliches Jugendamt informieren (weitere Informationen: siehe Kapitel "Informationen für Träger von Einrichtungen/Kommunen").

Weitere Fragen und Antworten für den Bereich der Kindertagesbetreuung (Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege) gibt es in der folgenden Liste




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