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Informationen zum Bereich Kindertagespflege

FAQ Corona-Kita 05


Wird künftig in der Kindertagespflege eine allgemeine Maskenpflicht eingeführt? (Aktualisierung: 27.09.2021)

Nein. Wie bislang auch wird in § 14 Abs. 2 durch den Verweis auf § 15 Absatz 4 abschließend geregelt, wann in der Kindertagespflege eine entsprechende Pflicht besteht. Die Pflicht besteht nur in geschlossenen Räumen in der Großtagespflege und gilt dort nur für Dritte – nicht also für die betreuten Kinder sowie die Kindertagespflegepersonen.

Werden überwiegend oder ausschließlich Schulkinder betreut, haben zudem auch die Schulkinder und die Kindertagespflegepersonen in geschlossenen Räumen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Personen, denen aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung, zum Beispiel einer schweren Herz- oder Lungenerkrankung, das Tragen einer MNB nicht zumutbar ist und die dies durch ein ärztliches Attest oder eine vergleichbare amtliche Bescheinigung glaubhaft machen können, sind von der Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen.

Aus Gründen des Infektionsschutzes wird jedoch für die Kindertagespflege im Allgemeinen empfohlen, dass Eltern und Kindertagespflegepersonen in Bring- und Abholsituationen das Abstandsgebot einhalten und eine MNB, besser noch einen medizinischen MNS, tragen.

Auch für Haushaltsangehörige von Kindertagespflegepersonen, die sich zeitgleich mit den betreuten Kindern in ihren privaten Räumen aufhalten, wird das Tragen eines MNS ausdrücklich empfohlen.


Werden auch in Kindertagespflege betreute Kinder anlasslos getestet? (Aktualisierung: 25.08.2021)

Ja. Die Landesregierung finanziert pro Kind im Kindergartenalter ab September bis zunächst Jahresende 2021 wöchentlich drei Tests für anlasslose Reihentestungen – unabhängig, ob die Betreuung in einer Kindertagesstätte oder in Kindertagespflege erfolgt.

Besucht ein Kind eine Kindertagesstätte und anschließend die Kindertagespflege, so erfolgt die Testung dieses Kindes in Zuständigkeit der Kindertageseinrichtung.

Die Tolerierung von Tests durch kleine Kinder hängt maßgeblich vom Alter und der Testsituation ab. Die Landesregierung ist zu der Auffassung gelangt, dass Kinder im Alter bis 3 Jahren nicht verlässlich getestet werden können. Es wird daher empfohlen, dass sich die Eltern im Rahmen von Bürgertests oder von Arbeitgebern zur Verfügung gestellten Selbsttests regelmäßig testen, um Infektionsketten im familiären Umfeld rechtzeitig zu erkennen. Die Inanspruchnahme von Bürgertests ist nicht auf einen Test je Woche begrenzt, es dürfen pro Person auch mehrere Bürgertests in der Woche durchgeführt werden, sofern vor Ort ausreichend Tests zur Verfügung stehen.

Können Kindertagespflegepersonen Eltern verpflichten, Kinder nur getestet in die Betreuung zu bringen? (Aktualisierung: 25.08.2021)

Nein. Eine Verpflichtung auf Ebene des Landes ist nicht vorgesehen. Über die örtlichen Teststrategien und deren Umsetzung muss vor Ort entscheiden werden.

Sollen vollständig geimpfte Kindertagespflegepersonen nach dem 31.07.2021 weiterhin anlasslos getestet werden? (22.07.2021)

Nein. Bei genesenen und vollständig immunisierten Personen sollte auf den Einsatz von Antigen-Schnelltests verzichtet werden, da hier die Virenlast regemäßig zu niedrig ist, um ein positives Testergebnis anzuzeigen. Falls bei diesen Personen dennoch Symptome einer Coron-Infektion auftreten, sollte direkt ein PCR-Test durchgeführt werden, da nur dieser ein sicheres Ergebnis liefern kann. Von dem Einsatz von Corona-Schnelltests für Genesene und vollständig Immunisierte ist kein zusätzlicher präventiver Nutzen in Bezug auf das Erkennen einer asymptomatischen Corona Infektion zu erwarten.


Wie erhalten Eltern eine Bescheinigung für die Beantragung von Kinderkrankengeld für zusätzliche Kinderkrankentage bei Betreuung zu Hause?

Hierzu können Informationen sowie eine Musterbescheinigung, die auch in der Kindertagespflege genutzt werden kann, auf der Homepage des BMFSFJ eingesehen werden:

Bundesfamilienministerium: Kinderbetreuung bei Schul- und Kitaschließungen

Bundesfamilienministerium: Fragen und Antworten zu Kinderkrankentagen und zum Kinderkrankengeld




Artikel-Informationen

erstellt am:
10.11.2020
zuletzt aktualisiert am:
27.09.2021

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