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Fragen und Antworten (FAQ) zu allgemeinen Regelungen

FAQ Corona-Kita 01


Wie können Kindertageseinrichtungen ab dem 10.05.2021 betrieben werden? (Aktualisierung: 07.05.2021)

Mit der ab dem 10.05.2021 gültigen Corona-Verordnung können Kindertageseinrichtungen im eingeschränkten Regelbetrieb (Szenario B) betrieben werden, sofern die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis, der kreisfreien Stadt bzw. der Region Hannover unter 165 liegt.

Wenn eine Kommune die 7-Tage-Inzidenz von 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschreitet, dann ist ab dem übernächsten Tag in allen Kindertageseinrichtungen der Betrieb untersagt. Eine Notbetreuung soll entsprechend der Regelungen in der Corona-Verordung jedoch ermöglicht werden (siehe Kapitel zur Notbetreuung).

Für die Ermittlung der Inzidenzzahl sind die vom Robert Koch-Institut für die betreffenden Kommunen veröffentlichten Zahlen zugrunde zu legen. Diese sind einzusehen unter:

https://www.rki.de/inzidenzen


Wie können Kindertageseinrichtungen vom 08.03.2021 bis zum 09.05.2021 betrieben werden?

Für den Zeitraum vom 08.03.2021 bis zum 09.05.2021 wird über die Landesverordnung normiert, dass der Betrieb von Kindertageseinrichtungen im Szenario B erfolgt. Dieses Szenario sieht vor, dass alle Kinder in den Gruppen betreut werden können, in die sie aufgenommen wurden. Soweit genehmigte Plätze nicht belegt sind, ist die Neuaufnahme von Kindern zulässig. Offene Gruppenkonzepte sowie die Durchmischung von zeitgleich in einer Kindertageseinrichtung betriebenen Gruppen sind nicht zulässig. Jeder Gruppe müssen von vornherein bestimmte Räumlichkeiten zugeordnet werden. Die Nutzung einer gruppenübergreifend vorgehaltenen Räumlichkeit, wie zum Beispiel eines Bewegungsraums oder des Außengeländes durch verschiedene Gruppen ist möglich, wenn die Räumlichkeit oder das Außengelände zeitgleich immer nur durch eine Gruppe genutzt wird. Wenn das Außengelände groß genug ist, um für einzelne Gruppen eindeutig abgrenzbare Spielbereiche zwischen denen ein Korridor von mindestens 1,5 m besteht, so kann ein Außengelände auch durch mehrere Gruppen zeitgleich genutzt werden.

Abweichend gilt:

In Landkreisen, kreisfreien Städten sowie der Region Hannover, deren 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgendenTagen oder länger über 100 liegt, untersagen die Kommunalbehörden per Allgemeinverfügung den Betrieb von Kindertageseinrichtungen. Maßgeblich für einen Wechsel zwischen Szenario B und C ist eine öffentlich bekannt zu gebende Allgemeinverfügung der zuständigen Kommunalverwaltung, die am übernächsten Tag nach dreimaligem Überschreiten des Inzidenzwertes von 100 in Kraft tritt.

Die Notbetreuung im Szenario C erfolgt in einer kleinen Gruppe. In der kleinen Gruppe,

  • in der überwiegend Kinder unter drei Jahren betreut werden, dürfen in der Regel nicht mehr als 8 Kinder betreut werden,
  • in der überwiegend Kinder von der Vollendung des dritten Lebensjahres bis zur Einschulung betreut werden, dürfen in der Regel 13 Kinder betreut werden, oder
  • in der überwiegend Kinder von der Einschulung bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres betreut werden, dürfen in der Regel 10 Kinder betreut werden.

Muss in der Kindertagesbetreuung ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden?

Da das Infektionsgeschehen derzeit den Betrieb einer Kindertageseinrichtung lediglich in Szenario B bzw. Szenario C zulässt, sollte das Personal nach Möglichkeit auch im pädagogischen Alltag der Kindergartengruppen und ggf. auch Krippengruppen während des Aufenthalts in Gebäuden einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Entsprechend der Regelungen in der Corona-Verordnung sind Kinder vor dem Schuleintritt vom Tragen einer Maske befreit, da bei ihnen die Gefahr des unsachgemäßen Umgangs und den damit verbundenen Risiken besteht.

In einer Gruppe, in der überwiegend Schulkinder betreut werden, ist durch alle Anwesenden eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sofern nicht ein Abstand von mindestens 1,5 m eingehalten wird. Empfohlen wird statt einer Mund-Nasen-Bedeckung jedoch ein Mund-Nasen-Schutz.

Personen, denen aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung, zum Beispiel einer schweren Herz- oder Lungenerkrankung, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist und die dies durch ein ärztliches Attest oder eine vergleichbare amtliche Bescheinigung glaubhaft machen können, sind von der Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen.


Warum gelten für die in Horten betreuten Schulkinder nicht die gleichen Vorgaben wie für Grundschulen im Wechselmodell? (Aktualisierung: 07.05.2021)

Horte unterliegen als Kindertageseinrichtungen eigenen Regeln. Diese sind in § 12 der Corona-VO niedergelegt. Eine "Distanzbetreuung" analog zum Distanzlernen in Schule ist nicht möglich. Hortgruppen sind grundsätzlich in dem für Kindertageseinrichtungen geregelten Szenario B zu betreiben, sofern die 7-Tage-Inzidenz des Landkreises, der kreisfreien Stadt bzw. der Region Hannover unter 165 liegt. Sofern der Schwellenwert von 165 überschritten ist, gilt auch für Horte die Betriebsuntersagung. Eine Notbetreuung soll auch hier ermöglicht werden.


Können Sprachheilkindergärten und Heilpädagogische Kindergärten Kinder in normalem Umfang betreuen? (Aktualisierung: 07.05.2021)

Für Sprachheilkindergärten und Heilpädagogische Kindergärten gelten die gleichen Rahmenbedingungen wie für Kindertageseinrichtungen. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 165 an drei aufeinanderfolgende Tagen ist der Betrieb untersagt. Eine Notbetreuung, deren Gruppengröße analog der Kindertageseinrichtungen auszugestalten ist, soll ermöglicht werden. Die Schwellengrenze von 165 ergibt sich aus den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes.

Der Rahmen-Hygieneplan des Landes ist auch in diesen Gruppen zu beachten. Somit gilt hier aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens derzeit ebenfalls die dringende Empfehlung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch das Personal.


Ist die Durchführung körpernahen Therapieangeboten wie Logopädie in einer Kindertageseinrichtung auch ohne Testung eines Kindes möglich?

Ja. Körpernahe Therapien wie zum Beispiel Logopädie können in einer Kindertageseinrichtung ohne vorherige Testung eines Kindes stattfinden. Zudem müssen Kinder bis zur Einschulung im Rahmen der Kindertagesbetreuung keine Maske tragen – somit auch nicht während eines Therapieangebots.

Welche Rolle spielen Kinder im Infektionsgeschehen?

Kinder jeden Alters sind grundsätzlich empfänglich für SARS-CoV-2 und können das Virus übertragen. Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen nehmen damit am SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen teil. Je stärker die Infektionsgefahr ist, die von einer Variante des Corona-Virus ausgeht, desto stärker sind auch Kinder betroffen. Nach wie vor gilt jedoch, dass Kinder nur sehr selten schwer an COVID-19 erkranken.

Insbesondere im Hinblick auf die Verbreitung neuer Virusvarianten liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die bewährten Schutzkonzepte für die Kindertagesbetreuung grundlegend geändert werden müssen. Die bisher empfohlenen Maßnahmen sind im Hinblick auf alle Virusvarianten effektiv, sofern sie in jeder Situation und in der Summe der empfohlenen Maßnahmen konsequente Anwendung finden.

Die Empfehlungen des nds. Rahmen-Hygieneplans Corona Kindertagesbestreuung sind entsprechend zu beachten.


Werden während einer Betriebsuntersagung Elternbeiträgen für Krippen und Horte erhoben?

Nach § 90 Abs. 1 Nr. 2 SGB VIII können für die Inanspruchnahme von Angeboten der Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege nach den §§ 22 bis 24 SGB VIII Kostenbeiträge festgesetzt werden. Die Erziehungsberechtigten von Kindern im Kindergartenalter wurden mit der Änderung des KiTaG zum 01.08.2018 für eine Betreuung ihrer Kinder bis zu acht Stunden täglich beitragsfrei gestellt. Die Zuständigkeit für die Erhebung der Kostenbeiträge in Krippen und Horten liegt im Ermessen der Einrichtungsträger, für die Erhebung der Kostenbeiträge in der Kindertagespflege beim örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe. Ob bei einem freiwilligen Verzicht der Inanspruchnahme von Leistungen der Kindertagespflegeperson eine Rückerstattung der Elternbeiträge erfolgt, kann insofern nur der örtliche Träger entscheiden. Bitte nehmen Sie daher Kontakt zu Ihrem örtlichen Träger auf.

Gibt es einen Entschädigungsanspruch, wenn Eltern ihre Kinder während der Schließung von Kindertageseinrichtungen selbst betreuen müssen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden?

Ja. Ein solcher Entschädigungsanspruch ergibt sich aus § 56 Abs. 1a des Infektionsschutzgesetzes. Im Rahmen dieser Regelung können Eltern für Verdienstausfälle entschädigt werden, wenn sie Kinder, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und daher auf Hilfe angewiesen sind, während der coronabedingten vorübergehenden Einrichtungsschließung selbst betreuen müssen.

Gibt es Musterbescheinigungen für die Beantragung von Kinderkrankengeld?

Ja, der Bund hat eine Musterbescheinigung und weitere Informationen auf seinen Internetseiten zur Verfügung gestellt.

Bundesfamilienministerium: Kinderbetreuung bei Schul- und Kitaschließungen

Bundesfamilienministerium: Fragen und Antworten zu Kinderkrankentagen und zum Kinderkrankengeld

Artikel-Informationen

erstellt am:
10.11.2020
zuletzt aktualisiert am:
07.05.2021

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