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Fragen und Antworten (FAQ) zu allgemeinen Regelungen

FAQ Corona-Kita 01


Wie können Besprechungen in den Szenarien A, B und C stattfinden? (22.07.2021)

Besprechungen und Konferenzen von gruppenübergreifend Beschäftigten sollten nach Möglichkeit in SZENARIO B und SZENARIO C grundsätzlich als Video- oder Telefonkonferenz durchgeführt werden. Sofern im Einzelfall eine Präsenzveranstaltung unbedingt erforderlich ist, ist durch die Anwesenden ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) zu tragen und das Abstandsgebot von 1,5 m einzuhalten sowie ein Lüftungskonzept konsequent umzusetzen. Dies gilt auch für Besprechungen, an denen ausschließlich vollständig geimpftes Personal teilnimmt.

Im SZENARIO A können Meetings in Präsenz stattfinden, sofern die AHA+L-Regeln eingehalten werden.


Müssen Eltern in Bring- und Abholsituationen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn sie sich lediglich auf dem Außengelände aufhalten? (Aktualisierung 30.06.2021)

Gemäß der derzeit gültigen Corona-Verordnung vom 31.05.2021 besteht in Kommunen, die eine 7-Tage-Inzidenz von 35 nicht überschreiten, keine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Außenbereichen.

Allerdings wird entsprechend des Rahmen-Hygieneplans Corona Kindertagesbetreuung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Bring- und Abholsituationen in der Kindertagesbetreuung empfohlen, da nicht zu jeder Zeit sicherzustellen ist, dass der Mindestabstand insbesondere zu Kindern, die nicht dem eigenen Haushalt angehören, eingehalten werden kann.

Zur Minderung des Infektionsrisikos im pädagogischen Alltag und als grundsätzliche Schutzmaßnahme für die Personen, die nicht geimpft sind, wird daher die Fortführung bestehender Maßnahmen empfohlen.

Es liegt in der Verantwortung der Träger in Absprache mit den Einrichtungsleitungen dafür Sorgen zu tragen, dass die einzelnen Schutzmaßnahmen in geeigneter Form miteinander kombiniert werden, um das Infektionsrisiko soweit wie möglich zu reduzieren.


Unter welchen Rahmenbedingungen können Sommerfeste u. ä. Veranstaltungen durchgeführt werden? (Aktualisierung: 08.06.2021)

Für die Durchführung von Sommerfesten, Kitaabschieds-Feiern o. Ä. unter Beteiligungen von Eltern und weiteren Angehörigen müssen die Vorgaben des § 6a Corona-Verordnung in der jeweils gültigen Fassung am Veranstaltungstag beachtet werden.

Zunächst ist zu unterschieden, ob es sich um eine Veranstaltung im geschlossenen Raum bzw. unter freiem Himmel handelt. Zudem ist die kommunale 7-Tage-Inzidenz mit den Schwellenwerten bis 35, zwischen 35 bis 50 sowie ab 50 (nur draußen möglich) für die Rahmenbedingungen maßgeblich.

Es wird empfohlen, derzeit auf Indoor-Veranstaltungen unter Beteiligung von Eltern und weiteren Angehörigen zu verzichten.

Für Outdoor-Veranstaltungen gilt:

Grundsätzlich muss die Kita als Veranstalter ein Hygienekonzept nach § 4 Corona-VO entwickeln und umsetzen und es ist das Abstandsgebot nach § 2 Corona-VO zu beachten. Sofern der Mindestabstand nicht einzuhalten ist, so ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (ausgenommen Kinder bis 6 Jahre). Auch sind nach § 5 Corona-VO die Teilnehmenden zu dokumentieren (Name, Anschrift, Telefonnummer, Zeitraum der Anwesenheit) und die Daten entsprechend aufzubewahren.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 35 ist zudem ein negativer Testnachweis aller Anwesenden ab 14 Jahren erforderlich, sofern nicht ein vollständiger Impfschutz nachgewiesen bzw. ein Genesenennachweis vorgelegt werden kann.

Unter welchen Rahmenbedingungen können Kita-Veranstaltungen mit Übernachtungen durchgeführt werden? (Aktualisierung: 08.06.2021)

Für Ausflüge mit Übernachtungen sind die Bestimmungen des § 11 Abs. 4 der Corona-Verordnung analog anzuwenden, d.h. die Kita muss ein Hygienekonzept für die Fahrt umsetzen, so dass geeigneten Maßnahmen ergriffen werden, um die Gefahr einer Infektion der eigenen Person und der betreuten Kinder mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 zu vermindern. Anwesenheiten sind zu dokumentieren.

In Landkreisen bzw. kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz über 35 müssen zudem bei mehrtätigen Fahrten negative Testergebnisse aller Teilnehmenden (Kinder wie Fachkräfte) vor Beginn der Reise vorliegen und zwei weitere Tests pro Woche durchgeführt werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Eltern eine Einverständniserklärung für die Testung ihrer Kinder während der Fahrt abgeben.


In welchem Szenario kann der Betrieb von Kindertageseinrichtungen derzeit in Niedersachsen erfolgen? (Aktualisierung: 30.06.2021)

Gemäß Corona-Verordnung vom 31.05. 2021 Kindertageseinrichtungen im Regelbetrieb (Szenario A) betrieben werden, sofern die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis, der kreisfreien Stadt bzw. der Region Hannover an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 50 liegt.

Sofern die 7-Tage-Inzidenz nicht unter 50 liegt bzw. an drei aufeinanderfolgenden Tagen (wieder) überschritten wird, so dürfen Kindertageseinrichtungen lediglich im eingeschränkten Regelbetrieb (Szenario B) betrieben werden. Die Entscheidung trifft die zuständige Kommunalverwaltung per Allgemeinverfügung in Abhängigkeit von der Entwicklung der 7-Tages-Inzidenz auf Ebene des Landkreises, der Region Hannover bzw. der kreisfreien Stadt.

Für die 7-Tage-Inzidenz werden die vom Robert Koch-Institut im Internet unter
für die betreffenden Kommunen veröffentlichten Zahlen zugrunde gelegt. Diese werden auch im Corona-Dashboard Niedersachsen veröffentlicht.

Muss in der Kindertagesbetreuung ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden? (Aktualisierung: 07.06.2021)

Wenn das Infektionsgeschehen den Betrieb einer Kindertageseinrichtung lediglich in Szenario B oder Szenario C zulässt, sollte das Personal nach Möglichkeit auch im pädagogischen Alltag der Kindergartengruppen und ggf. auch Krippengruppen während des Aufenthalts in Gebäuden einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Entsprechend der Regelungen in der Corona-Verordnung sind Kinder vor dem Schuleintritt vom Tragen einer Maske befreit, da bei ihnen die Gefahr des unsachgemäßen Umgangs und den damit verbundenen Risiken besteht.

Liegt in einem Landkreis, kreisfreien Stadt bzw. der Region Hannover die 7-Tage-Inzdienz über 35 so ist in einer Gruppe, in der überwiegend Schulkinder betreut werden, durch alle Anwesenden eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sofern nicht ein Abstand von mindestens 1,5 m eingehalten wird. Empfohlen wird statt einer Mund-Nasen-Bedeckung jedoch ein Mund-Nasen-Schutz.

Wenn die 7-Tage-Inzidenz von 35 an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten wird, ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in einer Gruppe, in der überwiegend Schulkinder betreut werden, nicht mehr erforderlich.

Personen, denen aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Vorerkrankung, zum Beispiel einer schweren Herz- oder Lungenerkrankung, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist und die dies durch ein ärztliches Attest oder eine vergleichbare amtliche Bescheinigung glaubhaft machen können, sind von der Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen.


Ist die Durchführung körpernaher Therapieangeboten wie Logopädie in einer Kindertageseinrichtung auch ohne Testung eines Kindes möglich?

Ja. Körpernahe Therapien wie zum Beispiel Logopädie können in einer Kindertageseinrichtung ohne vorherige Testung eines Kindes stattfinden. Zudem müssen Kinder bis zur Einschulung im Rahmen der Kindertagesbetreuung keine Maske tragen – somit auch nicht während eines Therapieangebots.

Welche Rolle spielen Kinder im Infektionsgeschehen?

Kinder jeden Alters sind grundsätzlich empfänglich für SARS-CoV-2 und können das Virus übertragen. Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen nehmen damit am SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen teil. Je stärker die Infektionsgefahr ist, die von einer Variante des Corona-Virus ausgeht, desto stärker sind auch Kinder betroffen. Nach wie vor gilt jedoch, dass Kinder nur sehr selten schwer an COVID-19 erkranken.

Insbesondere im Hinblick auf die Verbreitung neuer Virusvarianten liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die bewährten Schutzkonzepte für die Kindertagesbetreuung grundlegend geändert werden müssen. Die bisher empfohlenen Maßnahmen sind im Hinblick auf alle Virusvarianten effektiv, sofern sie in jeder Situation und in der Summe der empfohlenen Maßnahmen konsequente Anwendung finden.

Die Empfehlungen des niedersächsischen Rahmen-Hygieneplans Corona Kindertagesbestreuung sind entsprechend zu beachten.

Gibt es einen Entschädigungsanspruch, wenn Eltern ihre Kinder während der Schließung von Kindertageseinrichtungen selbst betreuen müssen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden?

Ja. Ein solcher Entschädigungsanspruch ergibt sich aus § 56 Abs. 1a des Infektionsschutzgesetzes. Im Rahmen dieser Regelung können Eltern für Verdienstausfälle entschädigt werden, wenn sie Kinder, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und daher auf Hilfe angewiesen sind, während der coronabedingten vorübergehenden Einrichtungsschließung selbst betreuen müssen.

Gibt es Musterbescheinigungen für die Beantragung von Kinderkrankengeld?

Ja, der Bund hat eine Musterbescheinigung und weitere Informationen auf seinen Internetseiten zur Verfügung gestellt.

Bundesfamilienministerium: Kinderbetreuung bei Schul- und Kitaschließungen

Bundesfamilienministerium: Fragen und Antworten zu Kinderkrankentagen und zum Kinderkrankengeld

Artikel-Informationen

erstellt am:
10.11.2020
zuletzt aktualisiert am:
22.07.2021

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