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Lernen zu Hause

Sie werden jedoch möglicherweise auch Kontakte mit Erziehungsberechtigten und Schülerinnen und Schüler haben, bei denen Sie Zweifel am Wohlbefinden der Kinder wahrnehmen. Anhaltspunkte zum Erkennen einer Gefährdung könnten u.a. sein:

Ist „Lernen zu Hause“ Pflicht?

Das „Lernen zu Hause“ ist ab dem 22.4. verbindlich. Schülerinnen und Schüler haben nach Schulgesetz die Pflicht, an der Erfüllung des Bildungsauftrages mitzuwirken und auch zu Hause schulische Aufgaben zu erledigen.

Die Lehrkräfte bereiten für die Phasen des „Lernens zu Hause“ verbindlich zu erledigende Aufgaben und Arbeitsmaterialien vor.




Welchen Umfang soll „Lernen zu Hause“ einnehmen?

Mit Blick auf die Vielzahl an unterschiedlichen Fächern sind zu umfangreiche Aufgabenstellungen pro Fach, aber auch insgesamt zu vermeiden. Weniger ist manchmal mehr! Für die tägliche Lernzeit zu Hause gelten folgende Richtwerte:

Schuljahrgänge 1 und 2 des Primarbereiches: 1,5 Stunden

Schuljahrgänge 3 und 4 des Primarbereiches: 2 Stunden

Schuljahrgänge 5 bis 8 des Sekundarbereiches I: 3 Stunden

Schuljahrgänge 9 und 10 des Sekundarbereiches I: 4 Stunden

Schuljahrgänge 11-13 des Sekundarbereiches II: 6 Stunden

Wie kommen die Aufgaben für „Lernen zu Hause“ zu den Schülerinnen und Schülern?

Alle Jahrgänge, die noch nicht wieder in der Schule sind sowie alle Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation zu Hause bleiben müssen, werden von ihren Lehrkräften für das „Lernen zu Hause“ mit Lernplänen und Aufgaben versorgt. Der Schwerpunkt beim „Lernen zu Hause“ soll auf die Stärkung der Basiskompetenzen gelegt werden.

Aufgaben können auf digitalen Lernplattformen eingestellt oder per E-Mail versandt werden. Bei Bedarf müssen Familien ohne entsprechende technische Ausstattung Aufgaben und Lernmaterialien analog, z.B. per Post oder per Abholung, zur Verfügung gestellt werden.

Die Lehrkräfte vereinbaren mit ihren Schülerinnen und Schülern Informations- und Kommunikationswege. Sie stehen regelmäßig – mindestens einmal pro Woche – mit ihnen in Kontakt und bieten zu verlässlichen Zeiten „Sprechstunden“ per Telefon, Chat oder Videokonferenz an. Vorübergehend sind dabei die Verwendung von Privatgeräten sowie die Nutzung von Messengern und Cloud-Diensten erlaubt. In Einzelfällen, z. B. bei Sprach- und Verständigungsproblemen oder technischen Schwierigkeiten, können auch Einzelberatungen in der Schule angeboten werden.

Ersetzen Eltern beim „Lernen zu Hause“ die Lehrkraft?

Nein. Die Eltern sollen nicht die Aufgabe der Lehrkraft übernehmen. Die Schülerinnen und Schüler bekommen Aufgaben, die sie selbstständig bewältigen sollten.

Werden beim „Lernen zu Hause“ Noten vergeben?

Die in den Schuljahrgängen 1 bis 10 zu Hause erstellten Arbeiten werden nicht bewertet. Die Lehrkräfte geben ihren Schülerinnen und Schülern regelmäßig Rückmeldung. Das beim häuslichen Lernen erworbene Wissen kann jedoch nach Wiederaufnahme des Unterrichts in den Schulen durch kurze Tests, Lernzielkontrollen oder mündliche Abfragen überprüft werden.


Hinweise für Lehrkräfte zum Kinderschutz im Rahmen des Lernens zu Hause

Mit der stufenweisen Öffnung der Schule gibt es Phasen des Lernens zu Hause und Phasen des Lernens in der Schule. Sie werden jedoch möglicherweise auch Kontakte mit Erziehungsberechtigten und Schülerinnen und Schüler haben, bei denen Sie Zweifel am Wohlbefinden der Kinder wahrnehmen. Anhaltspunkte zum Erkennen einer Gefährdung könnten u.a. sein


  • Verbale Hinweise im Gespräch mit Erziehungsberechtigen

  • Verbale Hinweise durch das Kind

  • Deutliche Veränderung im Verhalten des Kindes, ohne dass dies auf die aktuelle Situation der Pandemie rückgeführt werden könnte

  • Berichte von Dritten, die Ihnen ggf. in Verbindung mit der Bitte um Hilfe für das Kind, übermittelt werden.

In allen Fällen von Anhaltspunkten und Verdacht einer Kindeswohlgefährdung ist Besonnenheit und Sorgfalt angezeigt. Die bekannten und bewährten Routinen und Vorgehensweisen gelten auch hier. Einen Leitfaden mit hilfreichen Links und Kontakten finden Sie in der pdf-Datei


Für Fragen von Eltern/Erziehungsberechtigten und Schulen stehen weiterhin die Servicestellen der Niedersächsischen Landesschulbehörde unter den vier Hotlines der Regionalabteilungen sowie per Mail bereit:

Regionalabteilung Braunschweig

0531 484-3333

service-bs@nlschb.niedersachsen.de

Regionalabteilung Hannover

0511 106- 6000

service-h@nlschb.niedersachsen.de

Regionalabteilung Lüneburg

04131 15-2222

service-lg@nlschb.niedersachsen.de

Regionalabteilung Osnabrück

0541 77046-444

service-os@nlschb.niedersachsen.de

 

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