Nds. Kultusministerium Niedersachen klar Logo

Aktuelles

22.09.2021

Bildung auf einen Blick 2021

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat am 16.09. ihren jährlichen Bericht „Bildung auf einen Blick 2021“ vorgestellt, der in diesem Jahr Bildungssysteme von 46 Staaten, darunter die 38 Mitgliedstaaten der OECD, miteinander vergleicht. Zeitgleich zur internationalen Veröffentlichung wurde der Bericht von der OECD gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auch in Deutschland vorgestellt.

Der Bericht ist in vier Hauptabschnitte unterteilt und befasst sich darin mit den Bildungserträgen, der Bildungsbeteiligung, den Bildungsinvestitionen und dem Lernumfeld. Ein zusätzliches Kapitel umfasst Daten zum Nachhaltigkeitsziel Bildung.

Schwerpunktthema des Berichts ist in diesem Jahr die Chancengerechtigkeit. Global betrachtet

stellt der Bericht fest, dass das Erreichen von Grundbildung und gerechten Bildungsergebnissen nach wie vor eine Herausforderung für eine Vielzahl der untersuchten Länder ist. Ein Abschluss der Sekundarstufe II kann in den betrachteten Ländern nicht jeder vorweisen, jeder fünfte Erwachsene hat keinen solchen Abschluss.

Im Jahr 2019 gingen in etwa einem Viertel der OECD-Länder mindestens 10 % der Jugendlichen im schulpflichtigen Alter nicht zur Schule. Unter den Faktoren, die die Bildungsleistung beeinflussen, hat der sozioökonomische Status einen größeren Einfluss auf die Lese- und Schreibfähigkeiten der 15-Jährigen als das Geschlecht oder das Herkunftsland. Die Zahl der tertiären Bildungsabschlüsse hat in Deutschland weiter leicht zugenommen und liegt laut Bericht bei einer Quote von 35 % bei den 25- bis 34-Jährigen im Jahr 2020 – zwei Prozentpunkt mehr als im Vorjahr.

Mehr


15.09.2021

KAMILALA

GESCHICHTEN-WETTBEWERB FÜR SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER DER 1.-8. KLASSE

Im Schuljahr 2021/2022 startet das Institut français Deutschland in Zusammenarbeit mit dem französischen Verein Dulala einen Kamishibai Geschichten-Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler der 1.-8. Klasse. Das Angebot richtet sich an alle, die sich für mehrsprachige und interkulturelle Projekte interessieren – egal ob mit oder ohne Französisch-Kenntnisse.

Schülerinnen und Schüler sollen hierbei mehrsprachige Geschichten erschaffen. Die Kreationen haben dabei die Form eines Kamishibais, ein Papiertheater aus Japan. Das mehrsprachige Kamishibai bietet die Möglichkeit, Geschichten auf spielerische Weise zu erzählen und ist ebenso ein pädagogisches Mittel zur Förderung des Lesenlernens, des Schreibenlernens sowie der sprachlichen und künstlerischen Ausdrucksfähigkeit. Zudem dient es dazu, sich Sprachen und Kulturen auf der ganzen Welt zu öffnen.

Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs lautet „Wer sind unsere Nachbarn?“. Anmeldeschluss ist der 15.12.2021.

Im Vorfeld findet am 05.10.2021 von 16.00-17.00 Uhr ein kostenloses Online-Seminar „Mehrsprachige Geschichten schreiben mit Kamilala“ statt. Anmeldung

Weitere Informationen

02.09.2021


Übersetzungswettbewerb Juvenes Tranlatores

Die Generaldirektion Übersetzung der Europäischen Kommission veranstaltet auch 2021 den Übersetzungswettbewerb Juvenes Translatores für Sekundarschulen in ganz Europa. Schülerinnen und Schüler können dabei von jeder der 24 EU-Amtssprachen in jeweils eine andere Sprache übersetzen.

Die Anmeldung der Schulen läuft vom 02.09.2021 bis 20.10.2021, der Wettbewerb selbst findet am 25.11.2021 statt.

Jedes Jahr beteiligen sich europaweit rund 3000 Jugendliche. Das Thema diesmal lautet „Los geht’s – (grüne) Zukunft auf Schiene“. Der Wettbewerb regt zum Nachdenken an: über Ansichten zur Zukunft der EU und über die Rolle von Übersetzen und Sprachenlernen beim Abbau von Barrieren zwischen Menschen und Kulturen.

Mehr

19.07.2021


EUROPÄISCHES JUGENDPARLAMENT

32. Nationaler Auswahlprozess – Bewerbung bis zum 10. November 2022 möglich

Das Europäische Jugendparlament in Deutschland e.V. (EJP) bietet seit über 30 Jahren jungen Menschen einen Raum, sich aktiv mit gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen, Visionen zur weiteren Gestaltung Europas zu entwickeln und diese mit anderen zu diskutieren.

Mit dem Nationalen Auswahlprozess veranstaltet das EJP seit 1990 jährlich einen bundesweiten Jugendwettbewerb. Vom 9. Mai bis zum 10. November 2022 können sich junge Menschen zwischen 15 und 19 Jahren mit einer thematischen Ausarbeitung auf Englisch als Einzeldelegierte oder als siebenköpfige Schuldelegationen bewerben. Die besten 26 Schuldelegationen sowie 18 Einzeldelegierten des Vorentscheids werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt und zu einer der zwei Regionalen Auswahlsitzungen eingeladen.

Weitere Informationen zum Europäischen Jugendparlament sowie zum diesjährigen Wettbewerb finden Sie unter: https://eyp.de/de/ueber-uns/veranstaltungen/nationaler-auswahlprozess


19.07.2021

Die Zukunft Europas liegt in deinen Händen!

Unter diesem Motto startete am 09.05.2021 die Konferenz zur Zukunft Europas.

Ein Jahr lang sind alle Europäerinnen und Europäer dazu eingeladen ihre Zukunftsideen für die Europäische Union einzubringen! Veranstaltungen organisieren und besuchen oder eigene Vorstellungen direkt an die EU kommunizieren – dies alles ist auf einer interaktiven und multilingualen Plattform möglich: https://futureu.europa.eu/?locale=de

Gefragt ist die Meinung und Beteiligung zu insgesamt 10 Themenfeldern wie Digitaler Wandel, Bildung, Klimawandel, Kultur, Jugend und Sport, Sicherheit und Migration. Was haben Sie für Ideen für die Zukunft Europas? Welche Veranstaltungen interessieren Sie? Was planen Menschen aus anderen europäischen Ländern?

Bringen Sie die Diskussionen aus dem Klassenraum nach Europa, dafür einfach die Ideen auf der digitalen Plattform veröffentlichen!

So können Schülerinnen und Schüler die Vorstellungen von ihrem Europa direkt weitertragen und verbreiten.

Aktuelles zur Zukunftskonferenz der EU finden Sie laufend auch auf der Internetseite des Europäischen Informations-Zentrums Niedersachsen: www.eiz-niedersachsen.de

Ein Erklärvideo zur digitalen Plattform der Konferenz zur Zukunft Europas finden Sie zudem hier: https://www.youtube.com/watch?v=mTOkc0bgedM

01.07.2021



Im zweiten Halbjahr 2021 übernimmt Slowenien die EU-Ratspräsidentschaft

Die kommende slowenische Präsidentschaft will die Bedeutung von Bildung und Forschung für die zukünftige Entwicklung der europäischen Gesellschaften und des europäischen „way of life“ in den Mittelpunkt ihrer Agenda stellen.

Dabei sollen insbesondere die europäischen Werte, die Kompetenzentwicklung und der Übergang zu digitaleren und ökologischeren Gesellschaft in den Blick genommen werden.

Als konkrete Handlungsfelder wurden benannt: die Verabschiedung von Ratsschlussfolgerungen zu einer erneuerten Europäischen Agenda für die Erwachsenenbildung für den Zeitraum bis 2030, die Verhandlung einer Ratsempfehlung zum Ansatz eines „blended learning“ für qualitativ hochwertige und inklusive Bildung, der Ausbau der Synergien zwischen Hochschulbildung und Forschung sowie die Gestaltung der künftigen Governance-Strukturen für den neuen strategischen Rahmen der europäischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung (2021 – 2030).

Mehr


28.6.2021

Deutsch-britisches Jugendforum 2021-2022

Besteht Interesse am deutsch-britischen Jugendaustausch und an der Mitwirkung bei der Entwicklung neuer Projekte und Initiativen? Bewerbungen für das deutsch-britische Jugendforum sind nun offen!

Das Jugendforum ist ein beratendes Gremium zur Beteiligung an der Gestaltung des bilateralen Schul- und Jugendaustauschs. Die Mitglieder des Jugendforums wirken an der Entwicklung von Aktivitäten mit, die die Kontakte zwischen Jugendlichen beider Länder stärken und weiter ausbauen sollen. In seiner Zusammensetzung soll das Jugendforum einen breiten Querschnitt der jugendlichen Bevölkerung (Region, Herkunft, Interessen, Erfahrungen etc.) repräsentieren.

Bewerbungsfrist: 24. August 2021

Mehr

03.06.2021

Meinungsumfrage des Europäischen Parlaments zur Frage der weiteren Unterstützung für die EU

Im Frühjahr wurde eine neue Eurobarometer-Umfrage, die vom Europäischen Parlament in Auftrag gegeben wurde, durchgeführt. Ergebnis der Umfrage ist, dass die Unterstützung für die EU trotz der Covid-19-Pandemie groß ist und die Bürger überwiegend ein positives Bild von der EU haben, aber Reformen wollen.

Mehr

27.04.2021

„Smart durch EUropa“ – neues Taschenbuch für Schulkinder jetzt bestellbar

Schulunterricht in Zeiten der Pandemie ist bisweilen hart. Europa-Wissen soll aber Spaß machen. Deswegen hat die Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn das Taschenbuch „Smart durch EUropa“ entwickelt. Genau passend für kleine Hände: Es soll Schüler und Schülerinnen zwischen 8 und 13 Jahren ansprechen und ist auch als Klassensatz bestellbar.

Mehr

24.04.2021

Öffentliche Konsultation zu Micro-Credentials

Eine aktuelle öffentliche Konsultation der Europäischen Kommission, zu dem Vorschlag für eine Empfehlung des Rates zu Micro-Credentials für lebenslanges Lernen und Beschäftigungsfähigkeit, ist am 20.04. gestartet. Sie richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen sowie an alle Expertinnen und Experten in den Bereichen der allgemeinen und beruflichen Bildung und Beschäftigung. Ein Micro-Credential („Mikro-Berechtigungsnachweis“) bezeichnet einen Nachweis für die Lernergebnisse, die eine Lernende, ein Lernender nach einer kurzen, transparent bewerteten Lernerfahrung erzielt hat. Sie werden nach Abschluss kurzer eigenständiger Kurse (oder Module) vergeben, die vor Ort oder online (oder in einem gemischten Format) durchgeführt werden. Die Europäischen Kommission hat am 01.07.2020 eine Initiative zu Micro-Credentials als eine der zwölf Leitaktionen der europäischen Kompetenzagenda veröffentlicht. Sie wurden ebenfalls in die Mitteilung über die Vollendung des europäischen Bildungsraums bis 2025 (September 2020) aufgenommen. Des Weiteren sind sie Bestandteil des Aktionsplans für digitale Bildung (September 2020). Als einer der Hauptgründe für einen gemeinsamen europäischen Ansatz wird die rasante Entwicklung der europäischen Arbeitsmärkte, besonders unter dem Einfluss der COVID-19-Pandemie und des digitalen und ökologischen Wandels genannt. Diese Initiative, soll insbesondere dazu beitragen Lernangebote wesentlich zu erweitern und die Dimension des lebenslangen Lernens weiter zu prägen, da sie eine flexiblere, auf die Lernenden ausgerichtete Form der Aus- und Weiterbildung bieten kann.
Frist für Rückmeldungen: 13.07. (Mitternacht Brüsseler Zeit).

Zur Konsultation: https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12858-Micro-credentials/public-consultation

30.03.2021

Erasmus+ 2021 gestartet

Am 25.03. hat die KOM das jährliche Arbeitsprogramm und die ersten Aufrufe für die neue Programmgeneration 2021-2027 von Erasmus+ veröffentlicht. Für die neue Programmgeneration stehen 26,2 Mrd. EUR zuzüglich weiterer 2,2 Mrd. EUR aus den EU-Außenfinanzierungsinstrumenten (Neighbourhood, Development and International Cooperation Instrument, NDICI) zur Verfügung, Damit fast doppelt so viel, wie in der vorausgegangenen Erasmus-Programmgeneration 2014-2020. Wie wohl kein anderes EU-Programm verkörpert Erasmus+ die europäische Idee und ist seit über 30 Jahren eine wichtige Säule des europaweiten Austauschs junger Menschen. Erasmus+ bietet Möglichkeiten für Studien- und Lernaufenthalte im Ausland, Praktika, Lehrstellen und den Austausch von Personal in allen Bereichen der allgemeinen und beruflichen Bildung, der Jugend und des Sports. Es steht Schülerinnen und Schülern, Studierenden, Auszubildenden, Erwachsenen, Jugendlichen, Jugendarbeiterinnen und -arbeitern und Sporttrainerinnen und -trainern offen. Neben diesen vielfältigen Arten der Lehr-Lern-Mobilitäten, die 70 % des Budgets ausmachen, können über Erasmus + auch grenzüberschreitende Kooperationsprojekte, einschließlich der Zusammenarbeit zwischen Hochschuleinrichtungen (EU-Initiative „European Universities“) beantragt werden. An Erasmus+ nehmen insgesamt 33 Länder als sog. „Programmländer“ teil. Neben den 27 EU-Mitgliedstaaten sind dies Island, Liechtenstein, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien und die Türkei. Das Vereinigte Königreich ist nach dem Brexit kein Programmland mehr, wird aber im Arbeitsprogramm als „Partnerland“ für spezielle Programmlinien in einer Gruppe von Nicht-EU-Länder zusammen mit den Färöer-Inseln und der Schweiz mit eingeschränkter Förderfähigkeit aufgeführt.
Die neue Erasmus-Programmgeneration ab 2021 hat das Ziel, noch besser die Chancengleichheit, Inklusion und Vielfalt sowie die digitale Transformation und das Thema Nachhaltigkeit zu berücksichtigen, beispielsweise dadurch, dass die Nutzung von nachhaltigen Verkehrsmitteln zur An- und Abreise mit einer Aufstockung des Stipendiums honoriert wird. Neu ist in der aktuellen Ausschreibungsrunde auch eine weitere zeitliche Flexibilisierung aller Mobilitäten und die stärkere Einbeziehung digitaler Formate. So werden zukünftig auch sog. “Blended Mobility” (Anteile vor Ort und virtuell kombiniert) sowie rein virtuelle Lernerfahrung berücksichtigt.

Mehr

16.03.2021

Weimarer-Dreieck-Preis für zivilgesellschaftliches Engagement

Ausschreibung 2021

Der "Weimarer-Dreieck-Preis" für zivilgesellschaftliches Engagement, möchte Kontakte zwischen Jugendlichen aus Frankreich, Polen und Deutschland fördern und somit gegenseitiges Vertrauen, interkulturelles Lernen, Toleranz und Offenheit ermöglichen.

Der Preis unterstützt die weitere Annäherung der Menschen in Europa sowie die eigene Verantwortung für die Schaffung einer friedfertigen und gerechten Welt. Dieses Engagement soll der Festigung des europäischen Geistes dienen, wobei dies durch multilaterale Kooperationen und interkulturell-europäische Aktionen und Maßnahmen geschehen kann.

Einzelpersonen, Vereine und Institutionen sind eingeladen, sich mit innovativen trilateralen Projekten an der jährlichen Ausschreibung zu beteiligen und damit zu einem nachhaltigen Erleben des Weimarer Dreiecks auf zivilgesellschaftlicher Ebene beizutragen.

Der Preis wird zum zehnten Mal vom Verein "Weimarer Dreieck" in Kooperation mit dem Oberbürgermeister der Stadt Weimar vergeben.


Bewerbungen sind bis zum 30. April 2021 möglich. Die Wettbewerbsunterlagen finden Sie unter: https://www.weimarer-dreieck.org/termine-2021/

01.03.2021

Niedersächsische Schulen MIT Afrika: Von der Streaming-Veranstaltung zu einem Netzwerk von Schulen für Schulen

Am 25.11.2021 nahmen 60 Akteure aus niedersächsischen Schulpartnerschaften mit unseren Partnerregionen Tansania und Eastern Cape in Südafrika sowie mit weiteren afrikanischen Staaten wie Burkina Faso, Ghana, Kamerun, Kenia, Malawi, Namibia und Senegal an der virtuellen Veranstaltung „Afrika - der Chancenkontinent des 21. Jahrhunderts“ teil. Bereits die Grußworte von Kultusminister Tonne, Frau Dr. Flachsbarth (Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und Dr. Görgen (Leiter der Abteilung für Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt) machten deutlich: Afrika ist unser Nachbarkontinent, nur gemeinsam und mit der Jugend können wir die Welt von morgen gestalten. Herr Oswald (BMZ) zeigte in seinem Vortrag auf, wie wichtig der Fokus auf Bildung im Rahmen der Agenda 2030 ist und die Herren Kiesler (PASCH im AA) / Stiwitz (PAD) lobten die Vorreiterrolle Niedersachsens in Sachen geplanter Netzwerkbildung, die zu einem sehr guten Zeitpunkt geschehe. Videobeiträge der Paul-Gerhardt-Schule Dassel (mit Kenia) und des Tilman-Riemenschneider-Gymnasiums Osterode am Harz (mit Senegal) illustrierten eindrucksvoll die Potenziale deutsch-afrikanischer Schulpartnerschaften.

„Wir machen Globales Lernen erlebbar“ - so überschrieb Frau von Münster (ENSA) ihren bemerkenswerten Vortrag und dafür möchte auch das zukünftige Netzwerk stehen.
Ziele hierbei sind u. a.:

· Vernetzung und gegenseitige Unterstützung samt regelmäßiger Treffen (halbjährliche Netzwerktagungen)

· thematischer Austausch / Kooperationen zu globalen Themen der Agenda 2030

· multilaterale Projektformate

· Initiieren von Süd-Süd-Austausch

Aktuell sind bereits 34 Schulen an der Mitwirkung an dem neuen Netzwerk interessiert!

Weitere Infos erhalten Sie über Herrn Rusteberg (tobias.rusteberg@iserv-trg-oha.de).

Dieser Link führt zum Grußwort von Herrn Minister Tonne:

Mehr


29.01.2021

Virtuelles deutsch-französisches Recteurstreffen: Herausforderungen und Chancen der Corona-Pandemie

Am 25. Januar 2021 trafen sich die Kultusminister der Länder zum achten Mal mit den französischen Recteurs d’Académie. Die Recteurs sind die höchste Schulaufsichtsbeamte in Frankreich.

Das VIII. Treffen sollte in diesem Jahr ursprünglich in Marseille durchgeführt werden, aber aufgrund der Infektionslage rund um die Corona-Pandemie musste die Konferenz virtuell durchgeführt werden.

Die „Recteurstreffen“ dienen dazu, die dezentrale Kooperation zwischen Ländern und Académies zu fördern und weitere Vereinbarungen zur Förderung der Partnersprache und der Mobilität zwischen einzelnen Ländern und den französischen Académies zu treffen. Die enge Zusammenarbeit zwischen den politischen Entscheidungsträgern im Schulbereich geht auf die im Rahmen des deutsch-französischen Ministerrates im Oktober 2004 verabschiedete „Strategie zur Förderung der Partnersprache“ (Saarbrücker Sprachenplan) zurück. Seit diesem Zeitpunkt finden diese Treffen ca. alle zwei Jahre wechselweise in Deutschland und in Frankreich statt.

Im Mittelpunkt der virtuellen Veranstaltung standen die Herausforderungen und Chancen der Corona-Pandemie für die Intensivierung der deutsch-französischen Zusammenarbeit in der digitalen Bildung sowie die Stärkung der Kooperation in der beruflichen Bildung durch die Schaffung deutsch-französischer Berufsbildungszentren sowie die Verbesserung der Lehrermobilität zwischen Deutschland und Frankreich.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Kultusministerkonferenz (KMK) unter:

Mehr

15.01.2021

Schwerpunkte der EU-Ratspräsidentschaft Portugal

Portugal hat für das erste Halbjahr 2021 die EU Ratspräsidentschaft von Deutschland übernommen und sie unter das Motto gestellt „Zeit zum Handeln: Für eine faire umweltfreundliche und digitale Erholung.“ Zur obersten Priorität hat Ministerpräsident António Costa die Koordination der Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie erklärt. Der erste Schwerpunkt der Ratspräsidentschaft liegt auf Europas Aufschwung, „gehebelt“ durch Umstiege beim Klima und in der digitalen Wirtschaft. Vorrangig sind im ersten Halbjahr 2021 die nationalen Wiederaufbauprogramme. Die jeweiligen nationalen Programme werden von der Kommission geprüft und bedürfen auf der Basis der Empfehlungen der Kommission der Zustimmung des Europäischen Rates. Portugal will sich darum bemühen, dass die Mitgliedstaaten die Corona Hilfen zügig auf den Weg bringen. Die portugiesische Regierung hat sich als zweiten Schwerpunkt vorgenommen, die sog. „Soziale Säule“ der EU mit Leben zu füllen, wobei die wichtigsten Themen Beschäftigung, Qualifikation und sozialer Schutz sein werden. Hierzu wird am 7./8.05 ein Sozial-Gipfel in Porto stattfinden, laut ihres Präsidentschaftsprogramms die wichtigste Veranstaltung für die portugiesische Ratspräsidentschaft. Sie will dazu beitragen, die sozialen Folgen der Pandemie abzufedern. Im Bereich der Gesundheitspolitik will sie erreichen, dass der Impfprozess gegen COVID-19 in allen Mitgliedstaaten parallel abläuft und dass der Impfstoff ein universelles, öffentliches und freies Gut ist. Der dritte Schwerpunkt soll auf der strategischen Autonomie eines weltoffenen Europas liegen. Dazu gehört u.a. die Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz Europas in Krisen sowie die Stärkung des Multilateralismus. Einer der Höhepunkte im Bereich der Auswärtigen Politik wird das informelle Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs mit dem indischen Premierminister sein, um Impulse für einen verstärkten politischen und wirtschaftlichen Dialog zu geben. Auch die Beziehungen zu Afrika und Lateinamerika sowie zur neuen US-Regierung gehören zu den Prioritäten der aktuellen EU Ratspräsidentschaft.

Webseite EU-Ratspräsidentschaft Portugal

Mehr

15.01.2021

Video-Fachkonferenz am 22. Januar 2021

„Chancen und Herausforderungen des Ausbaus von China-Kompetenz im Schulbereich?"

China ist für Niedersachsen ein wirtschaftlich wie politisch wichtiger Partner, der mittlerweile in allen internationalen und globalen Szenarien eine entscheidende Rolle spielt. In vielen Bereichen wie z.B. Wirtschaft, Bildung oder Umweltschutz existiert eine enge Zusammenarbeit.

Die Partnerschaft zwischen Niedersachsen und der chinesischen Provinz Anhui war 1984 die erste eines deutschen Landes mit einer chinesischen Provinz.

Vor diesem Hintergrund hat Chinesisch und der Kontakt zu den Menschen und ihrer Kultur Eingang in den Unterricht an niedersächsischen Schulen gefunden. Das Niedersächsische Kultusministerium möchte diese Berührungspunkte zu China und dessen Sprache und Kultur ausbauen und intensivieren.

Ein gemeinsames Maßnahmenpapier der Arbeitsgemeinschaft „China-Kompetenz in Schule und Ausbildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Kultusministerkonferenz (KMK) und Auswärtiges Amt (AA) zur Änderung der Situation wurde Ende 2018 verabschiedet und findet auch in Niedersachsen Eingang in die Beratungen.

Folgende Fragen stellen sich für Schulen in Niedersachsen:

- Wie kann den Beteiligten an Schulen die Wichtigkeit von Chinakompetenz im Kontext sich wandelnder internationaler Zusammenhänge transparent gemacht werden?

- Wie können Schulen sprachliche und interkulturelle Chinakompetenz in den Fächerkanon integrieren? Welche Möglichkeit von China-spezifischen Modulen im Rahmen der Lehreraus- und Fortbildung wären erforderlich?

- Wie kann die Versorgung mit Lehrkräften für Chinesisch erhöht werden? Wie lassen sich Defizite bei der Verfügbarkeit von Lehrkräften kompensieren?

- Welche Materialien für unterschiedliche Fächer sind notwendig? Welche weitere Unterstützung ist notwendig?

- Welche Rolle können Schulpartnerschaften und Schüleraustausch spielen?

Was aus pädagogischer Sicht sinnvoll ist und wie dafür die Praxis bei der Vermittlung von China-Kompetenz zu verändern ist, wird in dieser Veranstaltung in dieser Form erstmalig thematisiert. Neben einem Impulsvortrag zum Stand von China-Kompetenz an deutschen Schulen und Empfehlungen einer Arbeitsgruppe von Kultusministerkonferenz, Auswärtiges Amt und BMBF steht eine ausführliche Diskussion im Mittelpunkt. An der Diskussion nehmen Experten und Expertinnen der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), der Kultusministerkonferenz (KMK), des Fachverbands Chinesisch, der Freien Universität Berlin, dem Niedersächsischen Kultusministerium (MK) sowie des Studienseminars Göttingen teil.

Informationen zu Unterstützungsleistungen für Schulen geben das Bildungsnetzwerk China (BNC) und die China-Schul-Akademie (CSA, Universität Heidelberg).

Die Einladung richtet sich an Schulen aller Schulformen, unabhängig vom bisherigen schulischen Angebot an China-Kompetenz. Im Anschluss werden Hinweise zu Ansprechpartnern und Netzwerken mitgeteilt, die Lehrkräften für weitergehende Fragen zur Verfügung stehen.

Bitte melden Sie sich über den folgenden Link zur Veranstaltung an:

https://vedab.de/veranstaltungsdetails.php?vid=121676

13.01.2021

Politische Grundsatzeinigung mit China zum Investitionsabkommen erzielt

Die EU und China haben zum Ende der deutschen Ratspräsidentschaft nach siebenjährigen Verhandlungen und für viele überraschend am 30.12.2020 doch noch eine politische Grundsatzeinigung über ein umfassendes Investitionsabkommen (Comprehensive Agreement on Investments, CAI) abgeschlossen. Das Investitionsabkommen soll auch einem später zu verhandelnden Freihandelsabkommen den Weg ebnen. An der Einigung im Videokonferenz-Format waren neben dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, Bundeskanzlerin Merkel, Ratspräsident Michel, Kommissionspräsidentin von der Leyen und der französische Präsident Macron beteiligt. Wie die Europäische Kommission mitteilt, verpflichte China sich dazu, den Marktzugang für europäische Unternehmen in China (insbesondere für das Verarbeitende Gewerbe und Dienstleistungen) zu erleichtern, sowie EU-Unternehmen im Wettbewerb mit staatseigenen chinesischen Unternehmen fairer zu behandeln, bei staatlichen Subventionen Transparenz zu gewährleisten und erzwungenen Technologietransfer zu unterbinden. Mit einer Unterzeichnung wird erst unter französischer Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2022 gerechnet.

01.01.2021

2021 ist das Europäische Jahr der Schiene

Am 1. Januar 2021 hat das Europäische Jahr der Schiene Fahrt aufgenommen: Auf Initiative der Europäischen Kommission stehen dieses Jahr die Vorteile des Schienenverkehrs als nachhaltiges, intelligentes und sicheres Verkehrsmittel im Rampenlicht. Mit zahlreichen Aktionen in ganz Europa wird die Nutzung des Schienenverkehrs durch Privatpersonen und Unternehmen das ganze Jahr über gefördert und damit ein Beitrag zum Ziel des europäischen Grünen Deals – Klimaneutralität bis 2050 – geleistet. Der Schienenverkehr ist EU-weit für weniger als 0,5 Prozent der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen verantwortlich und zählt damit zu den nachhaltigsten Formen des Personen- und Güterverkehrs.


24.12.2020

Brexit: Europäische Union und Vereinigtes Königreich einigen sich auf Abkommen über ihre künftige Partnerschaft

Nach intensiven Verhandlungen hat die Europäische Kommission heute (Donnerstag) eine Einigung mit dem Vereinigten Königreich über die Bedingungen seiner künftigen Zusammenarbeit mit der EU erzielt. „Es hat sich gelohnt, dafür zu kämpfen,“ erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Chefunterhändler Michel Barnier in Brüssel. „Wir haben jetzt ein faires und ausgewogenes Abkommen mit dem Vereinigten Königreich, das unsere europäischen Interessen schützt, einen fairen Wettbewerb gewährleistet und unseren Fischereigemeinden dringend benötigte Planungssicherheit bietet. Endlich können wir den Brexit hinter uns lassen und in die Zukunft blicken. Europa geht jetzt weiter.“ Von der Leyen dankte Barnier und seinem Team für ihre Ausdauer und ihren Einsatz während der schwierigen Verhandlungen der letzten Monate. Auch Barnier zeigte sich erleichtert: „Die Uhr tickt nicht mehr.“

Mehr

23.12.2020

Antworten auf Fragen zu künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien: Brexit-Helpline für Bürger und Unternehmen

Am 31. Dezember endet der Übergangszeitraum zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich. Unabhängig vom Verhandlungsergebnis wird es ab dem 1. Januar 2021 weitreichende Änderungen für öffentliche Verwaltungen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger geben. Da diese Veränderungen unvermeidbar sind, müssen alle dafür sorgen, dass sie vorbereitet sind. Die Europäische Kommission hat über das Europe-Direct-Kontaktzentrum einen zentralen Service für alle Fragen im Zusammenhang mit den künftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich eingerichtet.

Mehr

16.12.2020

Über 123.000 Erasmus-Geförderte aus Deutschland konnten 2019 im Ausland lernen

Mehr als 123.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Deutschland ermöglichte das Bildungsprogramm Erasmus+ 2019 einen Lernaufenthalt im Ausland. Über 2100 deutsche Projekte wurden mit rund 233 Mio. Euro gefördert. Die meisten Stipendiaten aus Deutschland wurden von der TU-München, der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und der Humboldt Universität in Berlin entsendet, die gefragtesten Zielländer waren Spanien, Frankreich und Großbritannien.

Mehr

01.12.2020

Osnabrücker Erklärung: EU bringt hochwertige Berufsbildung voran

Die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung ist mit der Annahme der Osnabrücker Erklärung zur Zukunft der Berufsbildung durch die EU-Bildungsminister einen großen Schritt vorangekommen. Die für Bildung zuständigen Ministerinnen und Minister der Mitgliedstaaten, der EU-Beitrittskandidaten und der EWR-EFTA-Länder, die Kommission und die europäischen Sozialpartner haben in einer Videokonferenz die „Osnabrück 2020-Erklärung zur beruflichen Bildung als Wegbereiter für den Aufschwung und den gerechten Übergang zu einer digitalen und grünen Wirtschaft“ gebilligt.

Mehr

13.10.2020

Einladung zur Streaming-Veranstaltung am 25.11.2020

„Afrika - der Chancenkontinent des 21. Jahrhunderts - Neue Möglichkeiten der schulischen und außerschulischen Zusammenarbeit erkunden

Niedersachsen ist seit vielen Jahren weltweit mit zahlreichen Regionen freundschaftlich verbunden, insbesondere mit unseren Partnerregionen der Provinz Eastern Cape in Südafrika und Tansania.
Darüber hinaus pflegen viele Schulen weitere Schulpartnerschaften mit anderen afrikanischen Ländern wie Burkina Faso, Ghana, Kamerun, Kenia, Malawi, Namibia und Senegal.

Die internationale Zusammenarbeit und das entwicklungspolitische Engagement niedersächsischer Schulen sind, in Zeiten wie diesen, wichtiger denn je.

Im Rahmen dieser Veranstaltung sollen möglichst viele schulische Akteure „an einen Tisch“ geholt werden, voneinander lernen, sich austauschen und zukünftig ein gemeinsames Netzwerk bilden. Die Einladung richtet sich an Schulen aller Schulformen, die bereits eine Schulpartnerschaft mit einem afrikanischen Land haben bzw. eine Partnerschaft anbahnen wollen sowie an Partner der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit und Interessierte. In Kooperation mit dem Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der KMK und dem NLQ sind u.a. Beiträge zur PASCH-Initiative geplant. „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) möchte das Interesse und die Begeisterung für Deutschland wecken, junge Menschen zum Deutschlernen motivieren und ein weltweites Netzwerk von Schulen schaffen.

Ein weiterer Impuls dreht sich um das entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm (ENSA), welches Bildungsangebote und Fördermittel für Schulpartnerschaften bietet. Das ENSA-Programm fördert u.a. Partnerschaften zwischen Schulen aus Deutschland und Schulen aus Ländern Afrikas.
Weiter freuen wir uns auf ein Impulsreferat vom Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Herrn Dr. Gerd Müller (angefragt), welcher Afrika als „Chancenkontinent“ bezeichnet und im Rahmen des Marshallplans mit Afrika immer wieder auf die besondere Rolle der afrikanischen Jugend verweist.

Zum Abschluss der Veranstaltung werden ausgewählte Schulen von ihren Aktivitäten und Begegnungserfahrungen mit ihren afrikanischen Partnerschulen berichten und wir erörtern gemeinsam wie eine Zusammenarbeit zukünftig aussehen könnte.
Geplant ist u.a. ein Netzwerk niedersächsischer Schulen, die bereits Schulpartnerschaften mit Ländern in Afrika haben oder anstreben.

Die Veranstaltung „Afrika - der Chancenkontinent des 21. Jahrhunderts“ findet pandemiebedingt als virtuelle Veranstaltung am 25.11.2020 von 16.00 bis 18.00 Uhr statt.

Zur Teilnahme an der Veranstaltung melden Sie sich bitte hier an:

https://vedab.de/veranstaltungsdetails.php?vid=119949

14.08.2020

EU stärkt digitale Bildung im Programm Erasmus+

Die COVID-19- Pandemie erfordert neue innovative und kreative Lehr- und Lernmethoden, die jetzt von der Kommission mit zusätzlichen 200 Mio. Euro unterstützt werden. Gefördert werden damit Projekte zur digitalen Bildung und Ausbildung, zur Kompetenzentwicklung und zur Integration durch Kreativität und Kunst. Für die Bereitstellung der zusätzlichen Mittel hat die Kommission das Jahresarbeitsprogramm für Erasmus+ aktualisiert.

Mehr

12.08.2020

Schulen können aktualisiertes EU-Tool zur Bewertung ihres Online-Unterrichts nutzen

Die Europäische Kommission hat eine neue Version des Selbstbewertungstools SELFIE vorgestellt, das Schulen dabei helfen soll, digitale Technologien für das Lehren und Lernen optimal zu nutzen. Zur Wiedereröffnung der Schulen in ganz Europa wurde SELFIE aktualisiert, um die Schulen bei der Bilanz zum bisherigen Fernunterricht während der Pandemie zu unterstützen und um das kommende Schuljahr für Schüler und Lehrer besser planbar zu machen.

Mehr

01.07.2020

Niedersachsen will Entwicklungshilfe in Tansania ausbauen

Urlauber kennen Tansania als Safari-Paradies mit beeindruckenden Tieren und traumhaften Stränden. Doch viele Menschen in dem Land, in dem auch Hunderttausende Flüchtlinge leben, haben kaum Geld. Niedersachsen will helfen, die Lebensbedingungen zu verbessern.

Seit zehn Jahren engagiert sich Niedersachsen bereits in der Entwicklungshilfe im ostafrikanischen Tansania - jetzt wollen SPD und CDU die Hilfe ausbauen. Die Regierungsfraktionen schlagen dem Landtag am Mittwoch vor, weitere 100 000 Euro für Projekte einzusetzen, die die Ausbildung von Kleinbauern verbessern, im ländlichen Raum eine verlässliche Wasserversorgung sicherstellen und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben sollen.

Ziel ist es, Tansanias wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung zu unterstützen. In den vergangenen Jahren hat das Land dafür zum Beispiel Schulpartnerschaften vermittelt und die Gesundheitsversorgung für Senioren und Menschen mit Behinderung gefördert. Aber auch Projekte, die über Genitalverstümmelungen und frühere Verheiratungen von Mädchen und Frauen aufklären sollen, unterstützte das Land.

Damit leiste Niedersachsen «einen spürbaren Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse», heißt es im Antrag von SPD und CDU. Allerdings steht Tansania - früher ein Teil der Kolonie Deutsch-Ostafrika - vor großen Herausforderungen.

Zwar ist das Land für Touristen ungemein attraktiv: Safaris locken Tierliebhaber, der Kilimandscharo die Bergsteiger, die Insel Sansibar die Taucher. Doch im Entwicklungsindex der Vereinten Nationen für 2018 schaffte es Tansania nur auf Platz 159 von 189 Staaten. Mehr als 300 000 Flüchtlinge aus den Nachbarstaaten lebten zuletzt im Land. Und die Bevölkerungszahl steigt Schätzungen zufolge bis 2029 weiter von rund 58 Millionen auf knapp 77 Millionen Menschen.

Niedersachsens Engagement zur Bewältigung dieser Herausforderungen geht dabei nach Angaben der Staatskanzlei auf einen Wunsch des früheren Bundespräsidenten Horst Köhler zurück. Der Auslöser sei ein Schiff gewesen: die in Papenburg gebaute «MS Liemba», früher «Graf Goetzen», die bis heute auf dem Tanganjika-See fahre und an das gemeinsame historische Erbe von Deutschland und Tansania erinnere.

 

 

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Andreas Markurth

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln