Nds. Kultusministerium klar

Neu im Netzwerk BNE

Anerkennung außerschulischer Lernstandorte BNE


Das Netzwerk der niedersächsischen außerschulischen Lernstandorte in einer Bildung für nachhaltigen Entwicklung (BNE), die vom Kultusministerium anerkannt sind, vergrößert sich. Hier werden die neu anerkannten Lernstandorte vorgestellt.

 

Bildrechte: Grenzlandmuseum Eichsfeld
Das Grenzlandmuseum Eichsfeld

Am 09.11.2016 wurde von Frau Ministerin das Grenzlandmuseum Eichsfeld offiziell anerkannt.

Das Grenzlandmuseum wurde im Jahre 1995 in den ehemaligen Grenzanlagen an der innerdeutschen Grenze eröffnet und 2010 neu konzipiert. Der Grenzübergang war von 1973 bis 1989 für den KFZ-Verkehr für die Eichsfelder Bevölkerung im Rahmen des Kleinen Grenzverkehrs möglich, was in den 16 Jahren von fast 6 Millionen Reisenden genutzt wurde.

Die seit dem Jahr 2000 existierende Bildungsstätte ist als Lernort am Grünen Band als Gedächtnis der Landschaft besonders geeignet, Menschen für die Wahrnehmung historisch-politischer und ökologischer Zusammenhänge zu sensibilisieren. Der historisch-politische Bereich berücksichtigt eher die sozialen und ökonomischen Handlungsfelder, die Umweltbildung eher den ökologischen Bereich. Damit ist das Grenzlandmuseum Eichsfeld ein besonderer Lernstandort in einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.


Bildrechte: Welthaus Barnstorf

Das Welthaus Barnstorf

Am 06.02.2017 wurde dem Welthaus Barnstorf von Frau Ministerin offiziell in das Netzwerk der anerkannten außerschulischen Lernstandorte BNE aufgenommen.

Das Welthaus Barnstorf besteht als außerschulischer Lernstandort seit Mitte der 1980er Jahre. Es beherbergt den landesweiten Erwachsenenbildungsträger, Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB e.V.) und läuft unter der örtlichen Trägerschaft des Vereins zur Förderung ganzheitlicher Bildung e.V. (VGB e.V.).

Die Projekte und Initiativen, die unter dem Dach dieser beiden Vereine vor Ort Umsetzung finden, definieren den außerschulischen Lernstandort Welthaus Barnstorf. Das Themenspektrum reicht von „Globalisierung", „Menschenrechte", „Migration und Flucht", „Interkulturelle Kommunikation", „Afrika" bis hin zu Themen wie „Berufsstart und Arbeitsmarktintegration für benachteiligte Jugendliche".


Bildrechte: Herr Sassenberg
Die Kaffee- und Kakaomanufaktur CATUCHO

Am 20.03.2017 wurde die Kaffee- und Kakaomanufaktur CATUCHO als außerschulischer Lernstandort BNE anerkannt.

Die Kaffee- und Kakaomanufaktur CATUCHO und der Kulturverein Kleinkunstdiele Bücken e.V. bilden seit 10 Jahren eine inhaltliche Allianz unter derselben Adresse. Seit 2013 gibt es darüber hinaus einen Partnervertrag mit Bildung trifft Entwicklung / Regionale Bildungsstelle Nord über einen außerschulischen Lernstandort. Hier werden Bildungsangebote für alle Schulstufen und -formen zu den Themen „Nachhaltiger Kakao- und Kaffeehandel", „Heilkräuter", sowie „Klimawandel" angeboten. Der Verein „Kleinkunstdiele Bücken" ergänzt diese Angebote durch musisch-kulturelle Schwerpunkte.



Bildrechte: FRANZ FENDER
Der Verein Heuhüpfer e.V.

Am 11.05.2017 hat Frau Ministerin dem Heuhüpfer e.V. die offizielle Urkunde überreicht - damit ist der Verein offiziell als außerschulischer Lernstandort BNE anerkannt.

Der Verein Heuhüpfer e. V. setzt BNE auf dem Kampfelder Hof um. Der Hof wird seit 1992 biologisch bewirtschaftet und beherbergt eine Hofgemeinschaft mit vielfältigen Aktivitäten, u. a. dem Bio-Lieferservice „Gemüsekiste". Das Pädagogische Angebot bedient sich der Methoden der Naturerlebnispädagogik und war ein offizielles Projekt der UNESCO-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung". Es werden u. a. die Themenbereiche „Lebensmittelproduktion", „Kulturlandschaft", „Umwelt", „Gesundheit", „Ökonomie" und „Ökologie" abgedeckt.




Bildrechte: Museum Friedland
Museum Friedland

Das Museum Friedland wurde durch die Übergabe der Urkunde durch Frau Ministerin am 12.05.2017 offiziell in das Netzwerk der außerschulischen Lernstandorte aufgenommen.

Am 18.03.2016 wurde das Museum Friedland in unmittelbarer Nähe zum Grenzdurchgangslager im alten Bahnhof in Friedland eröffnet. Die Ausstellung vermittelt sehr persönliche Einblicke in die Schicksale der Geflüchteten, Geschichten von Not und Verzweiflung, von Heimat, Neubeginn und Hoffnung. Drei Jahre lang hat ein Ausstellungs-Team Fotos, Tagebücher und Erinnerungsstücke von Zeitzeugen gesammelt und mit modernster Technik aufgearbeitet.

Das Museum Friedland bietet insbesondere zu bildungspolitisch relevanten Themen wie Flucht, Vertreibung und Migration ein sehr gutes außerschulisches Lernumfeld, das einerseits die weltweiten Auswirkungen von Kriegen und Kulturkonflikten darstellt und gleichzeitig den Mehrwert kultureller Diversität erfahrbar macht.



Bildrechte: MK
Peer-Leader International

Am 23.05.2017 wurde der Verein Peer-Leader International offiziell durch Frau Ministerin als außerschulischer Lernstandort BNE anerkannt.

Seit 1985 unterstützt der Verein Partnerschaft Mirantao e.V. Kooperationen mit dem globalen Süden im Sinne einer Bildung für nachhaltigen Entwicklung. Unter diesem Dach findet seit 2007 das Jugendprojekt Peer-Leader International (PLI) seine Umsetzung im ostfriesischen Ostrhauderfehn. Der außerschulische Lernstandort nennt sich „MOIN". In diesem Rahmen wird mit jungen Menschen in Niedersachsen und internationalen Partnerinnen und Partnern u.a. aus Südafrika, Brasilien, Bosnien-Herzegowina und Weißrussland gearbeitet. Ziel ist es, vor dem Hintergrund des Peer-to-peer-Ansatzes, Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren zu erreichen und ihnen zu ermöglichen, zu engagierten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren einer Nachhaltigen Entwicklung zu werden. Sie werden dabei unterstützt, selbst Themen zu suchen, Projekte zu entwickeln und diese in ihrer Region umzusetzen. Dabei wird zu folgenden Themenbereichen gearbeitet: „Gerechtigkeit/Ausgrenzung", „Konflikte/Kriege", Demokratie/Beteiligung" und „Umwelt/Gesundheit/Ernährung/Natur". Hinzugekommen sind die aktuellen Schwerpunkte „Flucht/Vertreibung" und „Inklusion/Diversität".


Bildrechte: MK
Umweltbildungzentrum Wümme

Am 07.09.2017 hat Frau Ministerin offiziell das Umweltzentrum Wümme in das Netzwerk der außerschulischen Lernstandorte in einer Bildung für nachhaltige Entwicklung aufgenommen - und zu diesem Anlass die Plakette und die Urkunde überreicht.

Das Umweltbildungszentrum Wümme (UBZ) besteht seit 2014 in Rotenburg (Wümme). Sitz der Einrichtung ist das Neue Magazin auf dem Gelände des Heimathauses. Träger des UBZ ist die Biologische Schutzgemeinschaft Wümmeniederung und Nebenflüsse e. V.. Das Angebot des Umweltbildungszentrums Wümme richtet sich an Menschen aller Altersklassen, sowie an alle Schulformen und -stufen in der Region. Der Fokus liegt auf dem forschend-entwickelnden Lernen, sowie auf der ästhetischen Bildung. Die Inhalte decken u.a. die Bereiche „Umwelt/ Ressourcen", „Politik/ Demokratie/ Menschenrechte", „Gender/ Gleichstellung", „Gesundheit", „Globale Entwicklung", „Klimawandel", „Wirtschaft" sowie „Ernährung/ Konsum" ab.


Bildrechte: Wassermühle Karoxbostel

Wassermühle Karoxbostel

Am 07.09.2017 wurde die Wassermühle Karoxbostel offiziell als außerschulischer Lernstandort BNE anerkannt. Plakette und Urkunde wurden durch Frau Ministerin überreicht.

Nachdem der letzte Eigentümer des Mühlenhofes 2011 ohne direkte Erben verstarb, bestand die Gefahr, dass die stark sanierungsbedürftigen Hofgebäude abgerissen würden. Der daraufhin gegründete Mühlenverein verhinderte dies und erwarb das Gelände.Das Hofensemble bietet sich durch seine Größe und die einmalige Kombination aus historischem Gebäudebestand, Mühlenteichen, Bach und Wald für vielerlei Nutzungen an.
Bei pädagogischen Angeboten im Sinne einer BNE erleben Kinder und Jugendliche die Mühle und das umliegende Naturgelände mit allen Sinnen.
Kindergärten und Schulen nutzen das Gelände für Natur- und Umweltprojekte. Während die Mühle insgesamt ein Treffpunkt für alle Menschen und offen für unterschiedlichste Zielgruppen ist, richtet sich die pädagogische Arbeit des Vereins vor allem an Kinder und Jugendliche mit Themen wie
„Korn zum Brot", „Streuobstwiese", „Lebensmittel & Ernährung", „Mensch & ökologische Vielfalt", „Energie" oder „Mühlen-Geschichte(n)".


Anerkennung als Außerschulischer Lernstandort BNE

Die nächste Möglichkeit der Anerkennung als Außerschulischer Lernstandort BNE besteht zum 01. August 2019. Lernorte, die sich anerkennen lassen möchten, können bis zum 30. April 2019 Anträge beim Niedersächsischen Kultusministerium einreichen. Der Entscheidung zu Grunde gelegt werden die Qualitätskriterien BNE, die sich hier zum Download finden sowie ein Gutachten der Niedersächsischen Landesschulbehörde. Kontakt und Beratungsmöglichkeiten dazu finden sich auf den Seiten der Fachberatung BNE der Landesschulbehörde.

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