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22 Jahre Umweltschulen in Europa in Niedersachsen

Das Projekt „Umweltschule in Europa" zielt auf die Verankerung in den einzelnen schulinternen Curricula ab und auf ein Schulleben im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Internationale Grundlagen sind dafür die Agenda 2030 mit den Nachhaltigkeitszielen, die sich unter Ziel 4 mit der Bildung befasst und in Ziel 4.7. mit Bildung für nachhaltiger Entwicklung.

Unter diesem Dach wurde für 2015 bis 2019 das UN-Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen und am 20.06.2017 wurde dazu in Deutschland der Nationale Aktionsplan „Bildung für nachhaltige Entwicklung" verabschiedet.

Außerdem wurde 2015 auch der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung, aktualisiert und erweitert. Er wurde ursprünglich in Hinblick auf die Verankerung dieser Themen in den Fachcurricula entwickelt, nimmt aber mittlerweile auch die ganze Schule und ihre Entwicklung in den Blick.

Damit rücken auch im Netzwerk der Umweltschulen in Europa die Themen Globalen Lernens verstärkt ins Blickfeld. Durch die Aufnahme in das Schulprogramm und den Bezug zum schuleigenen Leitbild hat die langfristige Teilnahme in vielen Fällen bereits zu einer inhaltlich festen Verankerung der Thematik im Schulalltag geführt.

Jurysitzung 2017

Bereits seit 22 Jahren wird das Projekt „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule" von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern aus ganz Niedersachsen getragen.

In ca. 330 Schulen arbeiten die Mitglieder der Schulgemeinschaft kontinuierlich im Projekt mit und haben daran Anteil, Bildung für nachhaltige Entwicklung - BNE in den Schulen des Landes zu implementieren und weiterzuentwickeln.

2017 werden in Niedersachsen nun insgesamt 153 Schulen nach zweijährigem Projektzeitraum für ihre hervorragende Arbeit im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung auf ganz unterschiedlichen Handlungsfeldern ausgezeichnet.

32 Schulen erhalten zusätzlich eine internationale Auszeichnung, weil es ihnen gelungen ist, diese selbstgewählten Handlungskonzepte zusammen mit internationalen Partnern umzusetzen.

Jurysitzung 2016

Zwei Jahre sind um. Die Schulen, die in 2014 im Projekt "Umweltschule" gestartet sind, wurden im Herbst ausgezeichnet. Am 19.05.2016 tagte die Jury. Sie setzt sich Zusammen aus Vertretern der Niedersächsischen Landesschulbehörde, des Landesschülerrates, des Landeselternrates, der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU), des Niedersächsischen Umweltministeriums und des Niedersächsischen Kultusministeriums.

Insgesamt wurden 148 eingereichte Dokumentationen begutachtet. Fast alle Schulen waren so erfolgreich, dass sie ausgezeichnet werden konnten. Bei der Begutachtung der Arbeit zeigte sich den Juroren die Themenvielfalt in den Schulen und das große Engagement in diesem fächerübergreifenden Schulprojekt. Beispielhaft seien hier einige Themen genannt: Schulgarten, Schulimkerei, erneuerbare Energien, Brücken in die Zukunft, Regenwasser, Artenvielfalt, Moor, Fair Trade und gesundes Leben.

Jurysitzung 2015

Am 28.05.2015 fand die diesjährige Jurysitzung für das Projekt "Umweltschulen in Europa/Internationale Agenda 21-Schule" statt. Die Landeskoordinatorin, Monika Ahlrichs, führte durch den Tag und wurde dabei von den vier Bezirkskoordinationen unterstützt. Anfangs stellen die Bezirkskoordinationen je ein Beispiel von ausgezeichneten Schulen aus dem Projektzeitraum 2012-2014 vor. Daran wurden die Auszeichnungskriterien der Jury erläutert.

Von insgesamt 158 eingereichten Dokumentationen wurden 155 positiv bewertet. Drei Schulen erhalten ein Anerkennungsschreiben für ihre Arbeit. Die Termine der Auszeichnungsveranstaltungen finden Sie in der rechten Spalte.

Zum Foto: Die Jury besteht aus Vertretern des Umweltministeriums, des Kultusministeriums, der Niedersächsischen Landesschulbehörde, dem Landesschülerrat, dem Landeselternrat und der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU).

2015

20 Jahre Umweltschule in Niedersachsen - ein wachsendes Netzwerk

Schulen aller Schulformen nutzen in Niedersachsen seit inzwischen 20 Jahren die Chance, sich mit der Teilnahme an „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule" ein zukunftsorientiertes Profil im Sinne der Agenda 21 zu geben. Landesweit nehmen aktuell mehr als 360 Schulen an diesem Projekt teil. Diese Zahl beeindruckt, denn bundesweit sind insgesamt rund 750 Schulen beteiligt.

Mit zwei Themen aus dem Bereich der Umwelt-/Nachhaltigkeitsbildung muss sich jede Schule kreativ und engagiert auseinandersetzen. Eine Vielzahl von Themen kann gewählt werden: Abfall, Wasser, Energie, Naturschutz, Biodiversität sowie ökologische Gestaltung des Schulgeländes, Mobilität, Gesunde Ernährung, Kunst und Ökologie. Weitere Projekte behandeln globale Umwelt- und Entwicklungsprobleme, Beiträge zum Klimaschutz, die Gründung einer nachhaltigen Schülerfirma und nachhaltiges Wirtschaften.

Der nachhaltige Umgang mit der eigenen Lebenswelt und der Blick auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen und auf spätere Generationen stehen im Vordergrund. Die beteiligten Schulen handeln damit im Sinne der von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 gestarteten Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Neben der Kooperation möglichst vieler Beteiligter in der eigenen Schule und ihrem Umfeld ist der Austausch im Netzwerk der Umweltschulen ein wichtiger Faktor für den langfristigen Erfolg des Programms. Wer einmal an einer der regelmäßig angebotenen Veranstaltungen teilgenommen hat, kann bestätigen, dass dieser „Blick über den Tellerrand" besonders positive Effekte auf die eigene Arbeit und die Motivation bewirkt.

Fast immer ist die Arbeit so erfolgreich, dass die Schulen nach zweijähriger Teilnahme die Auszeichnung erhalten. Jedes Jahr ist die Jury von Umfang und vom „kreativen Reichtum" der Projekte beeindruckt, wie ein Vertreter des Landeselternrates es formulierte.

Die nationale Koordination für das Programm liegt bei der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung in Schwerin. Insgesamt sind in 8 Bundesländern ca. 650 Schulen beteiligt. Internationaler Träger ist die Stiftung für Umwelterziehung FEE. Weltweit gibt es das Programm in mehr als 50 Staaten. Die „Eco- Schools-Global" Datenbank (http://www.ecoschools.global/) ermöglicht es, sich weltweit über teilnehmende Schulen und ihre Projekte zu informieren und dabei interessante Kontakte zu knüpfen.

In Niedersachsen ist das Kultusministerium Veranstalter. Die Ausschreibung wird vom Landeselternrat und Landesschülerrat unterstützt.

Nähere Informationen über die Anmeldung und die Teilnahme sowie Beratung durch die Landes- oder Regionalkoordination des „Umweltschule"- Projekts können Sie über das Beratungs- und Unterstützungssystem der Niedersächsischen Landesschulbehörde anfordern.

http://umweltschule.landesschulbehoerde-niedersachsen.de

Umweltschulen in Europa
Linkliste zum Projekt "Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule"

USE Ahlrichs  

Monika Ahlrichs (Landesskoordinatorin für Umweltschule in Europa)

Fachberatung BNE

Bei Beratungsbedarf oder Fragen können Sie die "Umweltschule in Europa"-Projektkoordination in der jeweiligen Regionalabteilung über das Beratungs- und Unterstützungssytem der Landesschulbehörde kontaktieren:

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